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Immobilien Schenkung


| 12.04.2018 11:22 |
Preis: 100,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle



Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Mann und ich sind in einem benachbarten EU Staat, ansässig und er besitzt seit 2013 ein Mehrfamilienhaus in Deutschland und ist dort beschränkt steuerpflichtig. Alle Wohnungen sind separat im Grundbuch eingetragen. Seit 2016 sind wir verheiratet.
Jetzt soll die Immobilie verkauft werden.
Da die Spekulationsfrist von 10 Jahren noch nicht abgelaufen ist, und da die Immobilienpreise sehr gestiegen sind hätte er bei Verkauf, inklusive der angerechneten Abschreibung, ein sehr großes zu besteuerndes Einkommen. Der durchschnittliche Prozentsatz für die Besteuerung wäre 46%.

Nun unsere Frage:
könnte mein Mann noch vor Verkauf einige der Wohnungen an mich überschreiben, bzw. schenken. Dann wäre für mich als auch für ihn ein Einkommen jeweils der Hälfte zu versteuern und der Prozentsatz wäre um die 42%.
Der Wert der Schenkung wäre unter 500t und wäre auch in unserem Ansässigkeitsstaat steuerfrei.
Da Schenkungen oft zum Ziel der Steuerersparnis genützt werden dachten wir, wir könnten uns hier zirka 4% ersparen, was sich nicht unerheblich auf die Endsumme auswirken würde. Oder meinen Sie dass das Finanzamt dies nicht zulässt?
Vielen Dank

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Sehr geehrte Ratsuchende,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Die Annahme eines sog. Umgehungsgeschäftes würde ich hier ausschließen wollen.

Nach § 42 Abs. 2 AO liegt ein Missbrauch vor, wenn eine unangemessene rechtliche Gestaltung gewählt wird, die beim Steuerpflichtigen oder einem Dritten im Vergleich zu einer angemessenen Gestaltung zu einem gesetzlich nicht vorgesehenen Steuervorteil führt. 2Dies gilt nicht, wenn der Steuerpflichtige für die gewählte Gestaltung außersteuerliche Gründe nachweist, die nach dem Gesamtbild der Verhältnisse beachtlich sind.

So die Schenkung hier tatsächlich steuerlich zu vernachlässigen ist bzw. diese nicht in wirtschaftliche Erscheinung tritt, ist gegen den von Ihnen geschilderten Sachverhalt nichts einzuwenden.

Als Missbrauch könnte es erst erachtet werden, wenn der Verkaufserlös hier unmittelbar Ihrem Ehemann zufließt bzw. in einem engen zeitlichen Zusammenhang von Ihnen an diesen zurückgeschenkt würde.

So der Erlös der an Sie geschenkten Wohneinheiten Ihnen zufließt und auch längere Zeit bei Ihnen verweilt, ist die geschilderte Konstellation aus meiner Sicht unproblematisch.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe mit

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen




Nachfrage vom Fragesteller 17.04.2018 | 17:19

Sehr geehrter Herr Anwalt,
herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Würde dies auch gelten, wenn Schenkung nur kurz vor dem Verkauf statt findet?
Nochmals vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.04.2018 | 17:29

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Hierzu ein klares "ja", soweit der Erlös bei Ihnen verbleibt, ändert auch eine Schenkung kurz vor dem Verkauf durch Sie, als Beschenkte nichts an meiner Bewertung des Sachverhaltes.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


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Bewertung des Fragestellers 29.04.2018 | 18:58


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FRAGESTELLER 29.04.2018 5/5.0
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