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Immobilien-Maklervertrag - Muss ich die Maklercourtage zahlen?

26.01.2008 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger


Einen von mir erteilten Immobilien-Maklervertrag bei der LBS zum Verkauf meines Hauses habe ich wegen mangelnden und erfolglosen Einsatzes des Maklers gekündigt.
1 Woche nach dieser akzeptierten Kündigung präsentierte der Makler einen Käufer,
der mein Haus auch später kaufte.
Richtig ist, daß der Makler mit dem künftigen Käufer vor der Kündigung Kontakt hatte,
mir ihn jedoch erst eine Woche nach der Kündigung präsentierte.
Muß ich die Maklercourtage zahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Eine Maklertätigkeit löst nur dann einen Provisionsanspruch aus, wenn sie während der Laufzeit des Maklervertrages erfolgt. Weiterhin muss der Vertragsschluss zwischen dem Auftraggeber und dem Dritten infolge der Maklertätigkeit zustande gekommen sein, wobei eine Mitverursachung genügt. Die Beendigung des Maklervertrages hat nur Wirkung für die Zukunft. Hat der Makler daher während der Vertragsdauer Leistungen erbracht, kann sich der Auftraggeber nicht durch Kündigung der Vergütungspflicht entziehen, wenn der beabsichtigte Hauptvertrag später abgeschlossen wurde (BGH NJW 1966, 2008). Denn das Zustandekommen des Hauptvertrages ist „nur“ Bedingung für die Entstehung des Provisionsanspruchs und kann auch nach Beendigung des Maklervertrages eintreten. Entscheidend für das Entstehen des Provisionsanspruchs ist vielmehr nur, ob die Maklerleistung vor der Beendigung des Maklervertrages erbracht wurde (vgl. Zweibrücken NJW- RR 1999, 1502).

Bestand die Hauptpflicht des Maklers in der Vermittlung eines Vertrages, so wird ihm trotz Ihrer Kündigung ein Provisionsanspruch zustehen, wenn er noch während der Vertragsdauer bewusst und aktiv auf die Willensentschließung des späteren Käufers eingewirkt hat, um dessen spätere Bereitschaft zum Abschluss des späteren Kaufvertrages zu fördern. Hierfür wird erforderlich sein, dass der Makler zumindest Verhandlungen mit dem späteren Käufer geführt hat. War er hingegen Nachweismakler, wird es nicht ausreichen, dass er Ihnen den Vertragspartner für das beabsichtigte Geschäft erst eine Woche nach der Kündigung benannte.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

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