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Immobilien Eigentum zu 50 %

| 22.05.2019 20:13 |
Preis: 100,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Ansprüche bei Miteigentumsverhältnis

Ich stehe zu 50 % im Grundbuch einer Reihenhaus-Immobilie. Die anderen 50 % Rechte stehen meiner leiblichen Mutter zu. Ein Wohnrecht besteht nicht. Meine Mutter bewohnt momentan dieses Haus und nutzt etwa 80 % des gesamten Wohnraumes. Ich bewohne das Haus direkt nebenan mit meiner Frau und meiner Tochter.
Da ich beruflich seit 8 Jahren ein Montagemodell fahren muss (von Sonntagabend bis Freitagnachmittag nicht vor Ort) nutzt meine 75 jährige Mutter die Zeit und macht meine Familie und mich in der Nachbarschaft schlecht. Sie mobbt, begeht Rufmord und verbreitet Lügen. Sie benutzt die Nachbarn als Werkzeug für ihre Interessen. Sie macht den Laden meiner Frau schlecht, es bleiben schon einige Kunden fern. Ein Nachbar ist sehr oft bei ihr. Er betritt z. B. dieses Haus ohne mein Wissen und ohne Anwesenheit meiner Mutter. Den Schlüssel und den Auftrag hat er von meiner Mutter erhalten.
Mich würde interessieren ob ich diesen Nachbarn den Zugang zum Haus verweigern kann. Wie ist das wenn meine Mutter anwesend wäre?
Ich muss dazu sagen das meine Mutter höchstwahrscheinlich an einer Posttraumatischen Verbitterkeitsstörung leidet. Aus diesem Grund haben alle vier Kinder meiner Mutter (inkl. meiner Person) kein Kontakt mehr zu ihr. Das ist bisher nicht ärztlich diagnostiziert. Aber ich habe ein Antrag beim sozialpsychatrischen Dienst gestellt. Meine Frau und ich sind mit dieser Situation überfordert.
Ich könnte mich, als Hauptwohnsitz, eintragen lassen so das ich, so zu sagen, mit in dem Haus meiner Mutter wohne. Bringt das irgendwelche Vorteile wegen des Platzverweises des Nachbarn?
Kann ich das Haus komplett Umbauen lassen damit ich meine 60 qm (50 % des Hauses) ungestört nutzen kann? Ich hoffe sie können mir etwas rechtliches Licht ins Dunkel bringen. Für mich ist diese 50/50 Situation Grauzone und momentan unerträglich!
Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Rechtlich gibt es durchaus Möglichkeiten gegen das Handeln Ihrer Mutter vorzugehen.

1. Hinsichtlich der üblen Nachrede und Unwahrheiten besteht die Möglichkeit auf Unterlassung zu klagen. Möglich ist auch mit einer einstweiligen Verfügung Einhalt zu gebieten, wenn gegen die üble Nachrede umgehend vorgegangen wird. Ggfs. reicht aber als Warnschuss ein anwaltliches Schreiben aus.

Eine Strafanzeige würde ich zunächst ausschließen, da dies die Fronten eher verhärtet.

2. In Bezug auf den von Ihrer Mutter alleine genutzten Grundbesitz gibt es verschiedene Möglichkeiten.

a) Sie können für Ihren Miteigentumsanteil eine Nutzungsentschädigung auch für die unverjährte Vergangenheit einfordern.

b) Sie können eine Teilungsversteigerung beantragen. Für den Fall, dass ein Dritter den Grundbesitz erwirbt, müßte Ihre Mutter das Haus räumen und sich um eine andere Wohnsituation bemühen.

c) Ein Anspruch auf eine räumliche Trennung des Grundbesitzes besteht nicht, da die jeweiligen Miteigentumsanteile ideeller Art sind und damit real geteilt wird.

d) Ein Hausverbot können Sie gegen den Willen der Miteigentümerin allein nicht aussprechen. Dies gilt auch für den Fall, wenn Sie Ihren Wohnsitz in das von Ihrer Mutter genutzte Haus verlegen.

e) Die Verlagerung des Wohnsitzes bringt aus meiner Sicht keine Vorteile, sondern nimmt Ihnen die Möglichkeit eine Nutzungsentschädigung einzufordern.

3. Die juristischen Möglichkeiten haben unterschiedliche Konsequenzen, wobei eine Teilungsversteigerung sicherlich die gravierendsten Auswirkungen hat. Eine Teilungsversteigerung kann sicherlich eine räumliche Trennung bewirken, wenn Ihre Mutter finanziell nicht in der Lage wäre, das gesamte Haus zu ersteigern.

4. Im Ergebnis sehe ich bei all den geschilderten Möglichkeiten eine räumliche Trennung als unausweislich an.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 23.05.2019 | 19:16

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