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Immobilien + Kapital Erbrecht

25.11.2013 17:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Schönen guten Tag,
mit folgender Situation dürfen meine Lebenspartnerin und ich uns in Zukunft befassen:
Wir leben zusammen mit unserer Tochter im Elternhaus meiner Partnerin.
Der Vater meiner Partnerin wohnt ebenfalls in diesem Haus, sowie Seine Schwester.
Mutter meiner Partnerin ist verstorben.
Wir zahlen durch einen Mietvertrag unsere reguläre Miete an den Vater.
Erbparteien wären meine Partnerin und Ihr älterer Bruder.
Es gibt ein Testament dessen Inhalt unbekannt ist.
Es ist nur bekannt das ein Schriftstück von beiden Kindern unterschrieben wurde
was den "ersten und den zweiten Erben" regelt.
Zu Erben wären die Immobilie sowie Kapital (ca. die Hälfte des Immobilienwertes).
Sollte ihr Bruder das Haus Erben, ziehen wir aus.
Welchen Anspruch hat meine Partnerin, wenn der Bruder Alleinerbe der Immobilie wäre?
Bei der Immobilie handelt es sich um einen Bauernhof (Wohnhaus+Stallungen/Scheune+
Grundstück)
Was passiert mit dem Kapital, sofern nicht eindeutig im Testament geregelt?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ohne den genauen Inhalt des Testaments zu kennen, lässt sich die konkrete erbrechtliche Situation im Rahmen einer Erstberatung aus der Ferne. Leider nicht abschließend beurteilen.

Ihre Fragen lassen sich aber dennoch beantworten.

Zu 1.) Welchen Anspruch hat meine Partnerin, wenn der Bruder Alleinerbe der Immobilie wäre?
Bei der Immobilie handelt es sich um einen Bauernhof (Wohnhaus+Stallungen/Scheune+
Grundstück)

Zur abschließenden Beantwortung dieser Frage müsste überhaupt bekannt sein, in welcher Form hier die Immobilie übertragen werden soll. Dieses wäre voraussichtlich im Testament geregelt. In Bezug auf die Immobilie wäre zum Beispiel tatsächlich eine Erbschaft möglich oder auch ein Vermächtnis. Um eine Erbschaft würde es sich zum Beispiel dann zwangsläufig handeln, wenn die Immobilie im Wesentlichen den einzigen oder Hauptvermögensgegenstand des Erblassers darstellt.

Es lässt sich jedenfalls soviel sagen, dass falls die Immobilie den einzigen oder wesentlichen Vermögensgegenstand darstellt, Ihre Partnerin Pflichtteilsansprüche gegenüber ihrem Bruder gem. § 2303 BGB haben kann.

Sollten sich Ihre Befürchtungen/Vermutungen in Bezug auf die Immobilie bewahrheiten, sollte Ihre Partnerin einen im Erbrecht erfahrenen Kollegen vor Ort beauftragen, um gegebenenfalls berechnen zu lassen, wie hoch diese Pflichtteilsansprüche gegenüber dem Bruder genau sind.

Zu 2.)Was passiert mit dem Kapital, sofern nicht eindeutig im Testament geregelt?

Das Kapital erhält derjenige/diejenigen, der/die im Testament als Erbe(n) genannt ist/sind.

Sofern es kein Testament gibt, gilt die gesetzliche Erbfolge. Sofern Ihre Partnerin und ihr Bruder die einzigen Kinder/Abkömmlinge des Erblassers wären (und es auch keine vorverstorbenen weiteren Geschwister Ihrer Partnerin gibt), würde jeder zur Hälfte erben.


Sie haben auch noch etwas von einem "Schriftstück", das die Erbschaft regeln soll, besprochen. Für mich hört es sich nach einem Erbvertrag oder Ähnliches an. Ohne dieses Schriftstück gesehen zu haben, kann ich dieses natürlich nicht abschließend beurteilen.

Eine Erbvertrag würde zwangsläufig der notariellen Form unterliegen. Wenn also Ihre Partnerin mit ihrem Bruder einen Vertrag über das Erbe ohne Notar gemacht haben sollte und vor allem ohne Beteiligung des Erblassers, wäre dieses formunwirksam und daher unbeachtlich.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!


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