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Immobilie zu teuer gekauft, trägt die Bank Mitschuld?

08.10.2008 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Ich habe 1995 eine gewerbl. genutzte Immobilie gekauft. Der Verkäufer war seinerzeit pleite und brauchte dringend Geld. Er vermittelte über seine Hausbank einen Kredit zur Finanzierung. Die Immobilie wurde zu 100% finanziert, ohne je von der Bank besichtigt worden zu sein. 2008 wollte ich zu einer anderen Bank umschulden. Hierbei wurde festgestellt, dass die Immobilie beim Kauf um min. 50% zu teuer war. Die Umschuldung kam nicht zustande.
Frage: Kann ich die Bank auf Schadenersatz verklagen oder ist die Sache ohnehin schon verjährt.

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen kann ich Ihnen Ihre Fragen wie folgt beantworten:

Ein Schadensersatzanspruch gegen die Bank ist nach Ihren Schilderungen nicht ersichtlich. Sofern sich die Bank lediglich als Kreditgeberin betätigt hat, was hier der Fall zu sein scheint, haftet sie auch nur hinsichtlich des Darlehensvertrages und dessen Bedingungen, nicht jedoch hinsichtlich der Immobilie selbst bzw. hinsichtlich Fehlangaben des Verkäufers diesbezüglich.

Eventuelle Schadensersatzansprüche gegen die finanzierende Bank wären zudem spätestens 10 Jahre nach Entstehung des Schadens und unabhängig der Kenntnis hiervon verjährt.

Ich bedauere, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können, hoffe aber Ihnen trotzdem weitergeholfen zu haben.

Abschließend mache ich Sie noch darauf aufmerksam, dass schon geringe Sachverhaltsabweichungen zu einem gänzlich anderen rechtlichen Ergebnis führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Grema
Rechtsanwalt
_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de

Nachfrage vom Fragesteller 08.10.2008 | 15:06

Gilt das auch dann, wenn die Bank genau wusste, dass das Objekt viel zu teuer ist, den Deal aber machte um dem vom Konkurs bedrohten Verkäufer - der ja Schuldner bei der besagten Bank war - den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und stattdessen in mir einen vermeintlich zahlungskräftigeren Schuldner zu haben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.10.2008 | 10:17

Voraussetzung für eine Haftung der Bank wäre hier in jedem Fall, dass diese Ihre Rolle als Kreditgeberin überschritten hätte, dass z.B. eine Beratungsleistung (Beratungsvertrag) vorliegen würde und man der Bank einen Beratungsfehler bzw. die Verletzung von Aufklärungspflichten nachweisen könnte. Nach Ihren Schilderungen ist hiervon nicht zwangsläufig auszugehen. (Dies kann im Rahmen dieser Plattform aber nicht einmal ansatzweise beurteilt werden. Sie sollten daher bei diesbzüglichen Zweifeln die Angelegenheit und insbesondere auch die Vertragsgrundlagen nochmals umfassend anwaltlich überprüfen lassen. Hierbei könnten dann auch exakt Beginn und Ablauf der Verjährungsfrist festgelegt werden)

Selbst wenn man der Bank ein Eigeninteresse bzw. ein Zusammenwirken mit dem Verkäufer und das Wissen um den geringeren Wert der Immobilie unterstellen könnte (Müsste nachgewiesen werden, was in der Regel äußerst schwierig ist), wird man hieraus nicht zwangsläufig eine Haftung ableiten können. So muss im Regelfall der Käufer einer Immobilie nicht auf ein ungünstiges Geschäft hingewiesen werden, sondern es darf davon ausgegangen werden, dass sich ein Vertragspartner über Art und Umfang seiner Vertragspflichten und den Vertragsgegenstand im eigenen Interesse Klarheit verschafft. Bis zur Grenze der Sittenwidrigkeit und des Wuchers muss der tatsächliche Wert einer Immobilie daher selbst bei Kenntnis des Verkäufers dem Käufer nicht offenbart werden.

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