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Immobilie übertragen


12.09.2007 11:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Sehr geehrte RAe,

da ich selbständig Gewerbetreibender bin, möchte ich mein erarbeitets Vermögen gegenüber zukünfigen oder vergangenen Fehltritten absichern.
Deshalb möchte mein Haus (abbezahlt/ 2 vermietete WE) auf meinen vierjährigen Sohn übertragen, so dass kein Zugriff (auch nicht rückwirkend) Dritter erfolgen kann.

Bitte legen Sie mir doch die Möglichkeiten dar, die ich habe, meinen Sohn einzusetzten (geht das auch ohne Treuhänder) sowie eventuelle weitere Möglichkeiten die noch bestehen das Haus aus meinem "Haftungskreis" zu entfernen.

Über eine ausführliche Antwort würde ich mich sehr freuen.

Für Ihre Bemühungen im Voraus vielen Dank.

Mit besten Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

soweit Sie Ihr Vermögen wegen "vergangener Fehltritte" aus Ihrem "Haftungskreis" entfernen möchten, werden Sie dies kaum auf legale Weise erreichen können. Deshalb muss ich Sie dringend vor einem solchen Unterfangen warnen, da ansonsten auch strafrechtliche Probleme drohen könnten. Sie sollten nochmals genau prüfen, ob, wann und in welchem Umfang Forderungen gegen Sie absehbar sind.

Im Übrigen hat jegliche Form der Vermögensübertragung immer auch einen erheblichen Nachteil, da Sie dann nicht mehr Eigentümer und Verfügungsberechtigter sind. Bei einer Schenkung begeben Sie sich immer in die Abhängigkeit des Beschenkten und verlieren die Verfügungsmacht über Ihr Eigentum. Sie müssen dann immer damit rechnen, dass der Beschenkte sich (wann und aus welchen Gründen auch immer) gegen Sie wendet und sich nicht mehr so verhält wie es Ihrer Erwartung entspricht. Auch Ihr Sohn wird irgendwann erwachsen. Aus anwaltlicher Erfahrung ist dieses Risiko nicht zu unterschätzen.

Für die Übertragung eines Grundstücks ist die Genehmigung des Familiengerichts zwingend erforderlich nach §§ 1643 ABs.1 i.V.m. § 1821 Abs.1 Ziff. 1 BGB. Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass das Familiengericht dieses Rechtsgeschäft genehmigen wird, weil durch die Schenkung auch rechtliche Verpflichtungen des Kindes geschaffen werden (z.B. als Vermieter). Bei gemeinsamer Personensorge ist zudem die Zustimmung des anderen Elternteils erforderlich.

Eine legale Möglichkeit, Vermögen vor dem Zugriff von Gläubigern zu schützen, könnte darin bestehen, Zahlungen in einen Altersvorsorgevertrag zu erbringen. Diese sind unter bestimmten Voraussetzungen vor Zwangsvollstreckungsmaßnahmen geschützt, soweit die späteren Rentenzahlungen den monatlichen Pfändungsfreibetrag nicht übersteigen.

Bitte beachten Sie, dass dieses Forum lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung dienen soll und keinesfalls eine ausführliche Beratung beim Anwalt unter Berücksichtigung aller Umstände Ihres Einzelfalles ersetzen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de


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