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Immobilie - Erbanteil auszahlen

07.03.2016 13:47 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Der Bewertungsstichtag der Erbmasse ist der Anfall der Erbschaft, d.h. Todestag. Zum Todestag sind die Erben in die Rechte und Pflichten des Erblassers eingetreten und haben Eigentum an der Erbmasse erlangt.

Mein Bruder und ich haben das Elternhaus je zur Hälfte geerbt. Da ich das Haus übernehmen möchte, womit mein Bruder einverstanden ist, muß ich ihm seinen Erbanteil auszahlen. Die Frage ist aber, wieviel ich ihm ausbezahlen muß, also was die Grundlage zur Berechnung des 50%-igen Anteils ist. Im Moment sind Immobilienpreise recht hoch, um nicht zu sagen "überhitzt". Legt man den momentanen Marktwert zugrunde, stellt das m.E. für mich eine Benachteiligung dar. Wir haben ja keinen Einfluß auf den Zeitpunkt des Erbfalles. Gibt es hierfür eine spezielle Art der Bewertung, die dies berücksichtigt, also eine Art längerfristige Betrachtung? Worauf muß ich achten. Ich möchte mir keinen Vorteil verschaffen, aber auch keine Benachteiligung erfahren.

07.03.2016 | 14:37

Antwort

von


(88)
Könneritzstraße 7
01067 Dresden
Tel: 0351 2749353
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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich beantworte Ihre Frage aufgrund Ihrer Angaben und des ausgelobten Preises folgendermaßen:

Der Bewertungsstichtag der Erbmasse ist der Anfall der Erbschaft, d.h. Todestag. Zum Todestag sind die Erben in die Rechte und Pflichten des Erblassers eingetreten und haben Eigentum an der Erbmasse erlangt. Einen anderen Bewertungsstichtag bei zeitnaher Auseinandersetzung, d.h. Auszahlung des Bruders, anzusetzen, ist rechtlich gegenüber Ihrem Bruder nicht durchsetzbar. Es bleibt Ihnen und Ihrem Bruder allerdings unbenommen, einen geringeren Immobilienwert anzusetzen. Dann müsste Ihre Bruder allerdings damit einverstanden sein.

Es tut mir leid, Ihnen keine andere Auskunft geben zu können.

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Beste Grüße

Anja Merkel, LL.M.
Rechtsanwältin





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