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Immo-Wertermittlung wg. Pflichtteil


| 30.05.2007 13:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Situation:
Es gibt 2 Erben und 2 Pflichtteilberechtigte
Es geht um den Wert zweier Immobilien (Jeweils Sondereigentum innerhalb einer Gemeinschaft), die schwer bis garnicht verkäuflich sind (strukturschwache Stadt)

1.Wie wird der Wert dieser Immobilien ermittelt, der für das anfallende Pflichtteil zugrunde gelegt wird

2.Müssen die Erben zahlen auch wenn kein Verkauf möglich ist

3.Was ist wenn die Werte strittig sind??

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Sehr geehrter Rechtsuchender,

gemäß Ihrer Sachverhaltsangaben und des gewählten Einsatzes möchte ich Ihre Fragen wie folgt beantworten:

1. Der Wert der Immobilie für die Berechnung des Pflichtteiles orientiert sich grundsätzlich am "wahren" Wert, dies ist in erster Linie der Verkehrswert. Es ist demgemäß derjenige Erlös als Berechnungsgrundlage anzusetzen, welcher bei einem Verkauf zum Zeitpunkt des Erbfalles erzielt worden wäre. Lasten Verbindlichkeiten auf den Grundstücken, sind diese in Abzug zu bringen.
Sie geben an, die Immobilien seien schwer bis gar nicht verkäuflich. Selbst wenn die Chance, sie unter marktwirtschaftlichen Bedingungen zu veräußern gegen Null tendiert, so haben die Gebäudegrundstücke jedoch einen deutlich über null liegenden allgemeinen Wert, da sie zumindest als Kreditunterlage verwendet werden können. Es ist hier aber in jedem Fall ein ganz deutlicher Wertabschlag vorzunehmen.

2. Nach der gesetzlichen Stundungsvorschrift § 2331a BGB besteht die Möglichkeit, den Pflichtteil zu stunden, wenn die Erfüllung des Pflichtteilsanspruches den Erben "ungewöhnlich hart treffen" würde. Die Voraussetzungen liegen insbesondere dann vor, wenn die Pflichtteilslast den Verpflichteten zur Aufgabe seiner Familienwohnung oder zur Veräußerung eines Wirtschaftsguts zwingen würde, das für den Erben die wirtschaftliche Lebensgrundlage bildet. Es erfolgt eine Interessenabwägung und Entscheidung durch das Nachlassgericht bei entsprechendem Antrag.

Oftmals kann jedoch mit dem Pflichtteilsberechtigten bereits außergerichtlich eine Regelung getroffen werden, z.B. Ratenzahlung.

3. Wenn sich Erbe und Pflichtteilsberechtigter nicht über den Wert des Grundstückes einig sind, kann der Wert nur durch das Gutachten eines Sachverständigen ermittelt werden.

Dies sollten die Erben allerdings nicht auf eigene Faust ermitteln lassen (es sei denn, alle Parteien sind sich einig und erklären den ermittelten Wert dann uneingeschränkt anzuerkennen). Sollte es zu einem Streit kommen, wird nämlich sonst u.U. vom Gericht ein erneutes (unabhängiges) Gutachten in Auftrag gegeben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben, verweise gern auf das Recht zur kostenlosen Nachfrage und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


A. Woest
Rechtsanwältin

***************************
www.Ihr-Erbrecht-online.de
Tel. 038203/77877

Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2007 | 15:08

Kann man auch den Marktwert als Basis für den Pflichtteil annehmen, wenn der geschätzte Verkehrswert weit über dem erzielbaren Marktwert liegt (in diesem Falle ca. -20%) ?
Legt im Streitfall das Nachlassgericht letztlich die Werte fest?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.06.2007 | 14:31

Im Rahmen Ihrer Nachfrage möchte ich mitteilen, dass der Marktwert lediglich eine andere Ausdrucksform des Verkehrswertes ist. Der Verkehrswert drückt den am Markt zu erreichenden Preis aus. Es gibt allerdings verschiedene Bewertungsmethoden, so dass es durchaus zu Schwankungen bei der Wertbestimmung kommen kann.

Im außergerichtlichen Bereich sollten Sie den für sich günstigsten Wert zugrunde legen. Ist man sich nicht einig, legt das Gericht (nicht das Nachlassgericht, sondern das Gericht, welches über die Höhe des Pflichtteiles zu entscheiden hat) einen Wert fest. Diesen entnimmt es einem unabhängigen Gutachten. Hierzu müßte allerdings der Pflichtteilsberechtigte den/die Erben verklagen.

Mit freundlichem Gruß, A. Woest, Rechtsanwältin

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