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Immer noch keine Entscheidung über das Aufenthaltsbestimmungsrecht?

14.01.2008 21:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


01:06
Sehr geehrte Damen und Herren,
vor ca. 1 Woche bin ich nach heftigen phys. und psychi.Drohungen meines Ehemannes
aus unser gemeinsamen ehelichen Wohnung mit unserem gemeinesamen ehelichen Sohn ausgezogen in das Haus meiner Eltern in eine abgeschlossene DG-wohnung.Er stimmte auch zu, dass ich das Kind mitnehme. Nun habe ich das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt für unseren Sohn, die Richterin war auch schon zur Begutachtung bei uns und der Sohn ist 2 Wochen wegen einer Angina krankgeschrieben bzw. nicht kindergartenfähig. Mein Mann hat mich jetzt schriftlich aufgefordert ihm das Kind für 2 Tage zu überlassen und hat mich auch wieder massiv bedroht, ich solle das Kind rausgeben - ansonsten würde etwas Schlimmes passieren.
Das möchte ich allerdings nicht vor der richterlichen Entscheidung.
Denn ich habe gehört, dass im Falle eines bis dato gleichberechtigten Aufenhaltsbestimmungsrechtes, derjenige das Kind beisich behalten kann bis zur richterlichen Entscheidung, der es nunmal gerade bei sich wohnen hat.Ich habe meinem Mann nach seiner Aufforderung allerdings schriftlich geantwortet, dass er das Kind nach der 2-wöchigen Krankschreibung für 2 Tage zu sich nehmen kann.
Ich spekuliere darauf, dass nun diese Woche eine richterliche Entscheidung getroffen wird.
Nächste Woche ist die Richterin für eine Woche im Urlaub.
Dann wäre es schon die 3. Woche nach meinem Auszug und immer noch keine Entscheidung über das Aufenthaltsbestimmungsrecht.
Es ist zum verzweifeln. Welches Möglichkeiten einer Beschleunigung des Verfahrens habe ich bzw. was gibt es für Tricks oder Möglichkeiten, dass ich meinen Sohn nicht vor einer richterlichen Entscheidung abgeben muss.
Vielen Dank für die Beantwortung!



14.01.2008 | 22:07

Antwort

von


(1162)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Um die Angelegenheit zu beschleunigen, hätten Sie bei Gericht den Erlass einer einstweiligen Anordnung beantragen müssen.

Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/1687.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 1687 BGB: Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben">§ 1687 BGB</a> hat der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils gewöhnlich aufhält, die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens und der tatsächlichen Betreuung.

Da Ihr Ehemann seine Zustimmung erteilt hat, dass Sie das Kind mit sich nehmen, müssen Sie auch nicht vor der gerichtlichen Entscheidung zum Sorgerecht Ihren Sohn aus Ihrer Obhut geben.
Darüber hinaus sollten Sie das Gericht über die massiven Bedrohungen, denen Sie seitens Ihres Mannes ausgesetzt gewesen sind, berichten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2008
info@kanzlei-roth.de
<!--dejureok-->


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 15.01.2008 | 09:35

Vielen Dank für Ihre e-mail.
Die einstwillige Anordnung wurde schon gestellt von meinem RA.
Darf mein Ehemann im Falle eines weiteren Krankenscheines unseren Sohn herausfordern?
Er hatte zwar zugestimmt, dass ich unseren Sohn mitnehme, aber er hat jetzt Einspruch eingelegt und will auch das Aufenthaltsbestimmungerecht haben.
Ich möchte aber den Sohn vor der richterlichen Entscheidung nicht rausgeben.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.01.2008 | 01:06

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nein, das müssen Sie nicht. Wenn Ihr Sohn weiterhin krankgeschrieben wird, ist es vor dem Hintergrund des Wohls des Kindes kontraproduktiv, wenn Sie Ihren Sohn aus Ihrer Obhut entlassen.

<a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/1684.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 1684 BGB: Umgang des Kindes mit den Eltern">§ 1684 Abs. 1 BGB</a> bestimmt insoweit, dass das Kind das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil hat sowie jeder Elternteil zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt ist.

Sie können daher für den Zeitraum, in welchem Ihr Sohn krankgeschrieben ist, Ihrem Mann anbieten, ihn bei sich zu besuchen. Wenn er hierauf nicht eingeht und Sie erneut bedroht bzw. belästigt, müssen Sie keine weiteren Schritte einleiten und können die Entscheidung des Gerichts hinsichtlich des Aufenthaltsbestimmungsrechts abwarten.

Der Einspruch, der hier wohl im einstweiligen Verfügungsverfahren von Ihrem Mann eingelegt worden ist, bewirkt in rechtlicher Hinsicht nicht, dass Sie verpflichtet wären, Ihren Sohn an Ihren Mann herauszugeben.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -


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