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Im Trennungsjahr doppelte Haushaltsführung weiterhin steuerliche geltend machen?

31.10.2012 08:46 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Hallo,

meine Mann und ich trennen uns. Er zieht am 1. November 2012 aus, müsste sich jedoch noch nicht zwingend zu diesem Zeitpunkt beim Einwohnermeldeamt ummelden. Das könnte er auch erst Anfang 2013 machen.

Ich bleibe in der alten Wohnung, pendle jedoch, wie bereits zuvor, jedes Wochenende zwischen dem Ort, an dem ich arbeite, wo ich ein Zimmer habe, und meiner Wohnung, wo ich lebe. Trotz Trennung möchte ich daran nichts ändern, da ich hier meine Freunde und Eltern wohnen und ich mich zuhause fühle.

Ich würde jetzt gerne wissen, was ich machen muss, damit ich im Trennungsjahr (der Beginn wäre flexibel) nach wie vor die doppelte Haushaltsführung und die wöchentlichen Heimfahrten steuerlich geltend machen kann?

Gibt es da einiges zu beachten? Und gibt es für mich auch nach Abschluss der Scheidung die Möglichkeit Geld dafür vom Finanzamt zurück zubekommen?

Vielen Dank für die Hilfe!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Die Trennung wird die doppelte Haushaltsführung nicht berühren.
Die Kosten für die doppelte Haushaltsführung können weiterhin als Werbungskosten gem. § 9 EStG geltend gemacht werden. Nach § 9 Abs. 1 Nr. 5 EStG liegt eine doppelte Haushaltsführung vor, wenn der Steuerpflichtige außerhalb des Ortes, in dem er einen eigenen Hausstand unterhält, beschäftigt ist und auch am Beschäftigungsort eine Zweitwohnung hat. Das Beziehen der Zweitwohnung muss beruflich veranlasst sein. "Hausstand" bedeutet das Innehaben einer Wohnung, an dem Ort, an dem regelmäßig auch der Mittelpunkt der Lebensinteressen liegt.

Dies wird nach Ihrer Schilderung nicht geändert. Sie können die doppelte Haushaltsführung in und auch nach dem Trennungsjahr weiterhin geltend machen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen im Sinne einer ersten Orientierung weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 31.10.2012 | 16:20

Guten Tag,

meine Nachfrage wäre, wie verhält es sich mit den Aufwendungen für die sogenannten Familienheimfahrten, kann ich die Heimfahrten am Wochenende auch steuerlich geltend machen, auch wenn ich keinen Partner, Kind oder Familie am Ort des eigenen Hausstandes besitze? (meine Frage zu der Doppelten Haushaltsführung schloss die steuerliche Behandlung von Heimfahrten mit ein)

Meine Nachfrage bezieht sich auf den folgenden Paragrafen, den sie mir geschickt haben.

"Eine doppelte Haushaltsführung liegt nur vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes, in dem er einen eigenen Hausstand unterhält, beschäftigt ist und auch am Beschäftigungsort wohnt. Aufwendungen für die Wege vom Beschäftigungsort zum Ort des eigenen Hausstands und zurück (Familienheimfahrten) können jeweils nur für eine Familienheimfahrt wöchentlich abgezogen werden."

Falls ich die Heimfahrten nach der Scheidung nicht mehr geltend machen kann, wie verhält es sich im Trennungsjahr?

Danke!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2012 | 17:15

Vielen Dank für die Nachfrage, die ich gerne beantworte.

Die doppelte Haushaltsführung und damit die Möglichkeit Familienheimfahrten geltend zu machen bleibt bestehen. Die doppelte Haushaltsführung ist ja weiterhin beruflich veranlasst.

Dazu eine Passage aus einem Urteil des BFH, indem der Steuerpflichtige sogar selbst die Wohnung wechselte:
"Entgegen der Auffassung des FG (und des FA) kann der im Streitfall gegebene einheitliche Sachverhalt auch nicht dergestalt künstlich aufgespaltet werden, dass mit dem Auszug aus der Familienwohnung der berufliche Veranlassungszusammenhang der bisherigen doppelten Haushaltsführung als beendet sowie die anschließende Wohnungsnahme (bei der Lebensgefährtin) als privat veranlasst angesehen wird. Vielmehr liegt nach wie vor die nämliche, lediglich in unwesentlicher Weise modifizierte, beruflich veranlasste doppelte Haushaltsführung vor (ebenso Küttner/ Thomas, Personalbuch 2006, Stichwort: Doppelte Haushaltsführung Rz. 22; Stark/Zimmer in Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, § 9 Rn. 1063; Blümich/Thürmer, § 9 EStG Rz. 385)."
BFH, VI R 11/02.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Rübben

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