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Im Krankengeldbezug, nun neue Krankheit wie verhält man sich richtig ?

| 23.10.2018 14:01 |
Preis: 75,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Für das Krankentagegeld darf keine Lücke in den AU-Bescheinigungen auftreten ( Ausnahmen Wochenenden).

Hallo,

ich versuche es so kurz wie möglich zu machen auch wenn es schwer werden wird da ich versuche alles so genau wie möglich zu schreiben.

Ich habe 2 Jahre in einer GmbH gearbeitet alle Neuen (es gab nur Verträge 2x1 Jahr) wurden wie ich verheizt, sorry anders kann man das nicht nennen, 18 Stunden täglich auf den Beinen ich habe 19 Kilo abgenommen, Körpergröße 176 cm und 74 kg hatte ich vor Arbeitsbeginn dort. Dann haben wir alle keinen Festvertrag bekommen, neue Besen kehren gut. Wachgewerbe eben.

Pünktlich vor den letzten 3 Monaten vor Vertragsende des zweiten Vertrages habe ich beim Arbeitsamt angerufen und mich arbeitssuchend gemeldet. Einen Termin beim Arbeitsamt hatte ich auch da sind wir nur davon ausgegangen das ich einen festen Vertrag bekommen würde. Fester Vertrag - 100 x bessere Arbeitsbedingungen. Also bin ich jetzt beim Arbeitsamt nur arbeitssuchend gemeldet.

Nachdem ich mit bekommen habe das ich keinen festen Vertrag bekomme, war ich beim Psychiater der mich dann "aus dem Verkehr gezogen hat" das war noch während meiner Arbeitszeit. Ich bin dann sozusagen arbeitslos geworden, ohne persönliche Meldung auf dem Arbeitsamt (laut Hotline vom Arbeitsamt bin ich arbeitssuchend aber noch nicht arbeitslos da ich noch nicht persönlich da war und noch krankgeschrieben bin) und habe sofort Krankengeld bekommen. Ich habe dann anstatt Arbeitslosengeld, Krankengeld bekommen. Sobald ich nicht mehr krankgeschrieben bin muss ich auf das Arbeitsamt und bin dann richtig arbeitslos.

Leider muss ich nun auch noch am Knie operiert werden (wie es oben schon steht, man wird verheizt dann kommen die nächsten usw.).

Nun meine Frage (damit es einfacher wird trage ich mal ein paar Daten ein, als Beispiel):
Mir geht es darum das ich nicht auf einmal ohne Krankengeld da stehe das würde mich ruinieren.

Krankengeldbezug ab 01.09.18 bis 30.10.18 (Buchstabe F auf AU)
Knie OP: 31.10.18 auf dem Blatt (OP Informationen) steht AU gibt es einen Tag später der Arzt meinte 6 Wochen

Wie muss das jetzt mit den AUs aussehen ??????????,
der Orthopäde meinte er schreibt mich dann einen Tag später rückwirkend krank.
Der Psychiater hat mal gesagt es muss sich immer überlappen, es darf keine Lücke sein.
Mein Hausarzt brauche ich gar nicht zu fragen der hat keine Ahnung.
Bei der Krankenkasse kann ich nicht anrufen da bekomme ich bei 3 Anrufen 3 verschiedene Meinungen und jeder hat recht.

Kurz und knapp, es gibt nur diese Möglichkeiten aber welche ist richtig ?.
1. Ich gehe am 31.10.18 hin, OP, bekomme einen Tag später eine AU festgestellt am 01.11.18 rückwirkend ab 31.10.18.
2. Der Psychiater soll mich nochmal krankschreiben bis 02.11.18 dann würde mich der Orthopäde zwar operieren während ich vom Psychiater krankgeschrieben bin nur wäre das dann lückenlos, neue Krankheit sozusagen in alter Krankheit bekommen.

Oder gibt es noch eine Variante ?

Vielen, vielen Dank ich habe so schon kein Geld aber 2 Kinder, Frau und Hund. Das wäre eine Katastrophe wenn ich da kein Geld bekommen würde.











Einsatz editiert am 23.10.2018 17:29:25
23.10.2018 | 18:55

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Aneinanderreihung der Arbeitsunfähigkeitebescheinigungen muss lückenlos sein, das heißt es darf nicht ein Tag ohne Krankschreibung dazwischen liegen. Die Zeiten müssen sich keineswegs überlappen, es darf nur keine Lücke auftreten. Eine Ausnahme gilt insofern nur für Sonnabend und Sonntage, also wenn die ausgestellte AU- Bescheinigung am Freitag endet und die nächste erst am Montag ausgestellt wird (§ 46 S. 2 am Ende SGB V )

Das heißt für sie, der Psychiater kann sie weiter krankschreiben, wenn eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Ob in dieser Zeit auch operiert wird ist irrelevant.

ODER / Und

Sie gehen zur OP und lassen sich ab dem nächsten Tag krank schreiben. Bitte lassen sie sich eine Bestätigung über die Behandlung im Krankenhaus geben.

Welchen Weg sie beschreiten ist egal, wichtig ist nur dass keine Lücke in den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen auftritt.

Auskunft hierzu gibt § 46 SGB V . Dort heißt es:

Der Anspruch auf Krankengeld entsteht
1.bei Krankenhausbehandlung oder Behandlung in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung (§ 23 Abs. 4, §§ 24, 40 Abs. 2 und § 41) von ihrem Beginn an,
2.im Übrigen von dem Tag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit an.
Der Anspruch auf Krankengeld bleibt jeweils bis zu dem Tag bestehen, an dem die weitere Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit ärztlich festgestellt wird, wenn diese ärztliche Feststellung spätestens am nächsten Werktag nach dem zuletzt bescheinigten Ende der Arbeitsunfähigkeit erfolgt; Samstage gelten insoweit nicht als Werktage. ....

Sie sehen also auch ohne explizite Krankschreibung am 31.10. 2018 besteht der Anspruch auf Krankengeld auch für diesen Tag, da eine Operation ( und die eventuell anschließende Stationäre Aufnahme) eine Krankenhausbehandlung ist ( Siehe Punkt 1 des § 46 SGB V ). Wichtig ist nur, dass sie diese bestätigt bekommen. Ab dem Folgetag ist dann wieder die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt notwendig (Sie Punkt 2 des § 46 SGB V ).

Es sind also beide Wege gehbar, wobei ich etwas für einfach beruhigender halte, wenn ihr Psychiater sie weiter krank schreibt ( so ein Grund vorliegt), weil sie dann nicht zwei Belege einreichen müssen.

Dass es sich um eine weitere Erkrankung handelt ist irrelevant für die Fortschreibung der AU. Aber: Das hinzutreten einer neuen Erkrankung während einer Arbeitsunfähigkeit verlängert den Bezugszeitraum von 78 Wochen Krankentagegeld nicht ( § 48 SGB V ).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Doreen Prochnow

Bewertung des Fragestellers 25.10.2018 | 13:20

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