Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Im Falle einer Trennung von meiner zweiten Frau wieviel Geld muss mir bleiben zusammen mit meiner To

23.09.2006 18:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Wolfram Geyer


Ich bin in zweiter ehe Verheiratet und habe aus erster ehe zwei kinder 14 und 16 Jahre.Wobei mein Sohn (16 Jahre)bei meiner Exfrau lebt und die Tochter bei mir und meiner zeiten Frau.Mit meiner jetztigen Frau habe ich eine gemeinsame
zweieihalbjährige Tochter.Mein verdienst beträgt ca 1800 Euro plus 150 Euro Kindergeld für die Tochter aus erster Ehe.
Meine Frage ist im Falle einer Trennung von meiner zweiten Frau wieviel Geld muß mir bleiben zusammen mit meiner Tochter aus erster Ehe bzw wieviel Unterhalt muß ich für meine zweite Frau zusammen mit meiner kleinen Tochter bezahlen.
An meine erste Frau und Sohn zahle ich keinen Unterhalt da sie einen Partner hat und ich die Tochter und sie den Sohn bei sich hat

Sehr geehrter Ratsuchender,


eine verbindliche und exakte Berechnung kann an dieser Stelle leider nicht erfolgen, da hierfür genauere Angaben erforderlich und alle Umstände des Einzelfalls einzubeziehen wären.

Anhand der von Ihnen übermittelten Informationen ergibt sich aber vereinfacht dargestellt folgendes Bild:

Sofern Ihr Arbeitseinkommen € 1.800 netto beträgt, errechnet sich abzüglich einer Pauschale für berufsbedingte Aufwendungen in Höhe von 5% (= € 90) ein bereinigtes Einkommen von € 1.710. Sie unterfallen dann noch der vierten Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle (€ 1.700 bis € 1.900).
Bei weiteren berücksichtigungsfähigen Abzügen, z.B. höhere berufsbedingte Aufwendungen gilt die dritte Einkommensgruppe.

Das Maß des Trennungsunterhalts Ihrer zweiten Ehefrau (F) bestimmt sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen. In der Regel wird ein Mindestbedarf von € 770 beim nicht erwerbstätigen Ehegatten angesetzt.

Der Mindestbedarf Ihrer gemeinsamen Tochter (K 2) liegt unter den oben genannten Voraussetzungen bei € 247.

Da Ihre zweite Ehefrau auch für das nicht gemeinsame Kind (K 1) innerhalb der Ehe aufkommt, dürften hier auch diese Unterhaltskosten als eheprägend anzusehen sein.
Im Ergebnis wird auch der Mindestbedarf Ihrer älteren Tochter von € 353 gleichermaßen zu berücksichtigen sein (da insofern gemäß § 1609 BGB zwischen den Unterhaltsberechtigten Gleichrang besteht).

Ihr Selbstbehalt beträgt hier € 890. Dies ist der Betrag, der Ihnen gegenüber den Unterhaltsansprüchen der Beteiligten mindestens verbleiben muss.

Nachdem Ihr Einkommen abzüglich des notwendigen Selbstbehalts
(€ 1.710 – € 890 = € 820)
nicht ausreicht, um den so ermittelten Bedarf aller Berechtigten
(€ 1.370)
zu decken, ist eine Mangelfallberechnung vorzunehmen, nach der die vorhandene Verteilungsmasse entsprechend des jeweiligen notwendigen Gesamtbedarfs den Berechtigten zugewiesen wird.
Hierbei gilt nach den gemeinsamen unterhaltsrechtlichen Leitlinien der Oberlandesgerichte für den Kindesunterhalt zur Vermeidung von Härten ein Einsatzbetrag, der dem Tabellenbetrag der sechsten Einkommensgruppe entspricht.

K1: 393 x 820 : 1.439 = € 223,95

K2: 276 x 820 : 1.439 = € 157,28

F: 770 x 820 : 1.439 = € 438,77

Eine hälftige Berücksichtigung Ihres Kindergeldes wurde hier zur Vereinfachung weggelassen und dürfte sich in diesem Fall ohnehin gegenseitig aufheben, soweit Ihre Ehefrau nach der Trennung ebenfalls das volle Kindergeld (für das gemeinsame Kind) beansprucht.

Insgesamt werden Sie also im Falle einer Trennung für K2 und F insgesamt etwa € 600 monatlich aufbringen müssen, soweit nicht noch weitere Abzugsmöglichkeiten von Ihrem einzusetzenden Einkommen gegeben sind.


Ich hoffe, Ihre Fragen umfassend und verständlich beantwortet zu haben.
Andernfalls nützen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71410 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Rasche und klar verständliche Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr schnelle Antwort mit entsprechender Hilfestellung zu Urteilen für einen Einspruch. ...
FRAGESTELLER