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Im Fahrzeug mit THC im Blut von der Polizei erwischt

| 21.02.2018 18:10 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Ich bin 18 Jahre alt und habe seit ungefähr einem halben Jahr meinen Führerschein, weshalb ich noch in der Probezeit bin.An einem Sonntagabend um ungefähr 20 Uhr habe ich mit ein paar Kumpels einen Joint geraucht. Dabei standen wir an einem Supermarkt Parkplatz in der Dunkelheit. Nach dem wir damit fertig sind wir in mein eigenes Auto gestiegen das ich dort geparkt habe und haben Karten gespielt ( der Schlüssel vom Auto hat gesteckt um die Klimaanlage zu betreiben, aber der Motor war nicht an). Ungeähr 20 Minuten später kam die Polizei in ihrem Dienstfahrzeug und hat sich direkt neben mich hingestellt. Diese sind dann fast schon raus gesprintet. Der eine Polizist hat nach meinem Führerschein und dem Fahrzeugschein gefragt und was wir auf dem Parkplatz machen. Nach dem der Kollege des Polizisten mit seiner Taschenlampe in mein Auto reingeleuchtet hat, haben die Polizisten mich und meine beiden Kumpels aufgefordert auszusteigen. Sie haben uns direkt gefragt wo wir unser Mariuhana versteckt haben. Dauraufhin haben wir alle geantwortet keines zu besitzen. Nachdem wir gesagt hatten, drohte uns der Polizist sogenannte "Drogenhunde" zu holen und das die Konsequenzen bei einem Fund noch schlimmer wären, wenn wir es nicht sofort beichten. Einer der Kumpel hat dann seinen Beutel mit Gras sofort ausgepackt und gesatanden.Übrigens ich hatte nichts dabei. Da war dem Polizisten klar das wir alle etwas geraucht haben und er hat mich direkt gefragt wie lang es her ist das ich etwas geraucht habe. Da ich noch nie etwas verbrochen hatte und nicht wusste wie ich mit der Situation umgehen sollte habe ich dem Polizisten die Wahrheit gesagt, dass es erst 15 Minuten her ist. Dannach musste ich meine Taschen leeren und wurde abgetastet, falls ich etwas dabei hätte. Währeddessen aht der Kollege OHNE mich zu fragen mein Auto komplett durchsucht( Kofferraum, Handschuhfach,...), daraufhin hat er eine sogenannten Grinder in meinemKofferraum und Longpapes in meinem Handschuhfach gefunden. Der dritte Kumppel von mir durfte gehen, da er weder etwas dabei hatte oder ein Fahrzeug geführt hat. Nach dem die Kontrolle abgeschlossen wurde, mussten mein Kumpel und ich in getrennten Fahrzeugen zur Dienstelle fahren( dabei wurde mein Autoschlüssel abgenommen und mein Führereschein sowie mein FAhrzeugschein behhielt der Polizist die ganze Zeit). Auch hierbei wurden wir nicht gefragt sondern regelrecht aufgefordert mit zur Polizeistelle zu fahren. Im Auto wurden mir dann fragen gestellt, wie z.B. "Wie oft kiffen sie in der Woche?" oder " Macht das ihr Kollege öfters?". Ich habe den Beamten gesagt das ich seit einem Monat ungefähr einmal wöchentlich gekifft habe und das ich nicht weis wie oft mein Freund kifft. Und er immer rote Augen hat, da die Kollegen mich aufgrund seines Aussehens darauf angesprochen haben. Während der Fahrt hat mir einer Polizisten erklärt, dass meine Fahrerlaubnis entzogen werden kann und ich erst nach einem sogenannten Drogenscreening und einer MPU meinen Führerschein wiederbekomme. Natürlich hat das mir sehr viele Sorgen bereitet, da ich eine Ausbildung zum Automobilkaufmann mache und auf meinen Führerschein angewiesen bin. In der Polizeistelle angekommen wurde ich schon wieder ohne gefragt zu werden aufgefordert in einen Behälter zu pinkeln für eine Drogenschnelltest. Dieser war positiv und man hat mich um mein Einverständniss für einen Bluttest gefragt. Da der Polizist meinte das es nichts bringt zu verweigern, weil sie sowieso eine Erlaubnis holen und es aufs gleiche raus kommt, habe ich dem zugestimmt. Der Arzt hat mir ein paar fragen gestellt an die ich mich leider nicht mehr erinnere und mich gefragt , ob ich einen freiwilligen Test machen will. Dem habe ich auch zugestimmt und ihn "bestanden", nur meine roten Augen haben mcih verraten meinte der Arzt. Nach einiger warterei, musste ich sogenannte Sicherstellungprotokolle unterschreiben, da mein Handy durchsucht werden sollte und mein Grinder ein paar kleine Krümmelchen von Mariuhana enthalten waren.Mein Autoschlüssel wurde auch konfesziert. Bezüglich der Krümmelchen wurde ich des Besitzes von Mariohana angeklagt und es als Beweismittel behalten. Kopien davon habe ich mit nachhause bekommen.Dann wurde ich um ungefähr 21:15 Uhr entlassen.

2 Wochen später habe ich angerufen bezüglich dem Stand der Dinge. Der Bluttest war positiv und der Polizist meinte den Fall an die Führerscheinstelle weiterzuleiten, da ich in der Probezeit bin.

Nun nach dem ich die Situation hoffentlich ausführlich genug geschildert habe, entstehen natrlich Fragen dazu die ich habe.

1.Mit welchen Folgen habe ich zu rechnen?
2.Kann ich etwas gegen den Entzug meines Füherscheins tun, da ich nicht gefahren bin sondern nur auf dem Fahrersitz saß( Schlüssel hat gesteckt aber der Motor war nicht an) , da ich mir große Sorgen bezüglich meiner Ausbildung mache wenn mir der Führerschein bzw. die Fahrerlaubnis entzogen wird.
3. Lohnt es sich daher einen Anwalt einzuschalten.
4.Und die letzte Frage, ob ich von meinem Betrieb gekündigt werden kann.

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst muss ich Ihnen leider mitteilen, dass Sie alles falsch gemacht haben, was man in Ihrer Situation falsch machen konnte. Das hilft Ihnen zwar nicht mehr weiter, kann Ihnen oder anderen vielleicht in Zukunft das Leben leichter machen.

Sobald Ihnen von der Polizei eine Straftat oder eine Ordnungswidrigkeit vorgeworfen wird oder die Gefahr besteht eine begangen zu haben, sollten gegenüber der Polizei keine Angaben (bis auf Name und Adresse) mehr gemacht werden. Es sollten auch keine Zustimmungen zu irgendetwas erteilt werden.

Doch nun zu Ihren Fragen im Einzelnen:

1)
Wahrscheinlich wird Ihnen der Führerschein entzogen werden, da regelmäßiger Drogenkonsum die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen entfallen lässt; Nr. 9.2.1. Anlage 4 Fahrerlaubnisverordnung). Erst nach einer MPU werden Sie wahrscheinlich den Führerschein zurück erhalten.

2)
Sie können versuchen den Entzug des Führerscheins gerichtlich prüfen zu lassen. Da die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen aber unabhängig vom konkreten Fahren unter Drogeneinfluss bei regelmäßigem Konsum entfällt, sind die Chancen dazu nicht sehr groß.

3)
Sie sollten auf jeden Fall einen Rechtsanwalt beauftragen. Dieser kann retten was noch zu retten ist und möglicherweise die Folgen für Sie reduzieren.

4)
Sollte der Führerschein Voraussetzung für die Ausbildung sein, kann dies ein Grund für die Kündigung des Ausbildungsverhältnisses sein. Wichtig ist in diesem Falle, ob im Ausbildungsvertrag der Führerschein als Voraussetzung aufgeführt ist. Sollte dies so sein, ist das Risiko einer Kündigung sehr hoch. In jedem Falle sollten Sie auch hierfür einen Rechtsanwalt beauftragen um Ihre Interessen zu vertreten.

Es tut mir leid Ihnen keine positiveren Antworten auf Ihre Fragen geben zu können.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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Nachfrage vom Fragesteller 21.02.2018 | 20:27

Wie lange wird das dann so ungefähr dauern, bis ich meinen Führerschein wieder habe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.02.2018 | 11:39

Sehr geehrter Fragesteller,

das hängt vom weiteren Ablauf des Verfahrens ab. Sollte gegen Sie im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens ein Fahrverbot verhängt werden, können Sie nach Ablauf der Dauer des Fahrverbots den Führerschein zurück erhalten.

Die Führerscheinbehörde kann dies jedoch von der Vorlage einer positiven MPU abhängig machen.
In diesem Falle haben Sie die Wahl die Rechtmäßigkeit der Anordnung gerichtlich prüfen zu lassen oder eine positive MPU vorzulegen.

Die MPU ist positiv, wenn keine Zweifel an Ihrer Fahreignung bestehen. Ob und in welchen Zeitrahmen Sie ein positives Ergebnis der MPU erhalten, kann von hier nicht beurteilt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 21.02.2018 | 20:22

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 21.02.2018 4/5,0
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