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Im 3 monat verlassen nun massiver Kontakt zum Neugeborenen / Unterhalt


30.12.2007 13:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger




Sehr geehrte Damen und Herren,

ich benötige einige Antworten auf meine Fragen.

Folgender Sachverhalt:

Ein Paar ( nicht verheiratet ) trennt sich in der ca 14 Schwangerschaftswoche. Der angehende "Vater" hält keinen Kontakt zu der werdenden Mutter. Eine Vaterschaftsanerkennung unterschreibt er erst ca 3 Wochen vor Geburtstermin. Sonst wird kein bzw geringer Kontakt zur Mutter gepflegt.
Bei der Geburt will die Mutter den Ex-Partner verständlicherweise nicht mit dabei haben, somit verständigt sie den "Erzeuger" einen Tag nach der Geburt des Kindes.

Der "Vater" ist gleich zu stelle. Nachmittags wirft aber er der Mutter vor, dass er nicht bei der Geburt dabei war und wieso er es nicht früher erfahren hat. Folge -> Gespräch endet mit einem Streit ( wohlgemerkt einen Tag nach der Geburt im Krankenhaus )
Am Folgetag ( im Krankenhaus ) eskaliert das Gespräch wieder im Streit obwohl die Mutter dem Erzeuger das Kind nicht verweigert im vorschlägt dieses zu sehen und ihm dieses auch für eine halbe stunde überlässt.

Von nun an enden alle Besuchstermine im Krankenhaus im Streit. Hinzu mischen sich die Eltern des Erzeugers an / Vorwürfe werden erhoben. Selbst telefonische Gespräche enden oft im Streit.

Folglich ist die frische Mutter mittlerweile so Überfordert, dass Sie den Erzeuger , samt seiner ganzen Familie nicht sehen will. Jeglichen Kontakt aus dem Wege gehen möchte, da dieses das Kind und Sie vor weiterem Stress schützt.
Der Erzeuger droht mit Jugendamt wenn dieses so gehandhabt wird. Spricht Drohgebärden aus. Versucht die Muter Verbal zu erniedrigen. Erzeuger provoziert die Mutter bei jeder Handlung die gemeinsam erfolgen soll / muss.

Meine Frage ist, was muss sich die Mutter gefallen lassen. Wie kann sie sich "schützen" um sich Einigermassen von der Geburt zu erholen. Darf der Erzeuger nach fast 5 Monatiger Kontaktpause wieder Kontakt verlangen? Und wie massiv muss dieser zum Kind sein?
Muss die Mutter dem Erzeuger den Zugang zum Kind jedenTag zulassen ( Wohl bemerkt ist das Kind gerade wenige Tage alt ) Bei jedem Gespräch / Termin bekommt das Kleinstkind die Streitereien mit ab -> folge sind Heulataken.
Welche rechte hat die Mutter und das Kind gegenüber dem Erzeuger.

Eine weitere Frage ist, ab wann der Erzeuger / Vater den Unterhalt an die Mutter zahlen muss ? Erzeuger hat eine Arbeitsstelle ( ca 1500 € ) weiterhin wohnt dieser mit seiner Mutter, die ihm "Miete unter der Hand zahlt" per Überweisung, zusammen in SEINEM Einfamilienhaus mit ca (800 m² Gründstück ) .
Der Erzeuger muss also keine Miete oder sonstiges zahlen . Die frisch gewordene Mutter hat bis vor kurzem gearbeitet ( 1150 € ) Mietkosten allene betragen 630 € warm. Bekommt Sie in dieser Situation einen Zuschusch um sich einen Anwalt leisten zu können ? Ist es ratsam sich hierbei einen Anwalt zu nehmen ?

Ich hoffe es findet sich jemand der uns weiterhelfen kann.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Dem Kindesvater steht gem. § 1684 BGB ein Umgangsrecht mit dem Kind zu und zwar unabhängig davon, dass er den Kontakt zu der Mutter 5 Monate vor der Geburt abgebrochen hat. Was die Häufigkeit des Umgangs mit einem Säugling angeht, so wird von einigen Stunden vor oder nach dem Mittagsschlaf ca. zweimal im Monat auszugehen sein. Die Kindesmutter wird nicht berechtigt sein, dem Vater den Umgang mit dem Neugeborenen auf unbestimmte Zeit zu verweigern, wobei zu berücksichtigen ist, dass die dauerhafte Verhinderung des berechtigten Umgangs zur Entziehung des Sorgerechts führen kann. Es ist zwar verständlich, dass die Kindesmutter aufgrund der von Ihnen geschilderten Vorkommnisse derzeit den Kontakt mit dem Vater und dessen Familie ablehnt. Dennoch sollte die Kindesmutter das Gespräch mit dem Vater suchen und ihm die Möglichkeit des betreuten Umgangs vorschlagen. Der betreute Umgang wird z.B. bei den Bezirkssozialdiensten des Jugendamtes oder beim Kinderschutzbund durchgeführt. Bei dem Zusammensein des Kindes mit dem Vater ist dann immer ein Mitarbeiter der jeweiligen Stelle anwesend. Nach rund 10 Treffen wird voraussichtlich ein Umgang ohne Anwesenheit eines Betreuers stattfinden können. Erklärt sich der Kindesvater hiermit nicht einverstanden, sollte die Kindesmutter mit dem Jugendamt Kontakt aufnehmen und um Vermittlung in der Umgangstreitigkeit bitten.

Weiterhin steht der nicht verheirateten Kindesmutter gegen den Vater ein Unterhaltsanspruch nach § 1615 l BGB für die Dauer von sechs Wochen vor und und acht Wochen nach der Geburt des Kindes zu. Soweit die Mutter einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, weil sie infolge der Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder die Entbindung verursachten Krankheit dazu außerstande ist, ist der Vater verpflichtet, ihr über die genannte Zeit hinaus Unterhalt zu gewähren. Das gleiche gilt soweit von der Mutter wegen der Pflege und Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. Die Unterhaltspflicht nach § 1615 l Abs. 2 BGB beginnt frühestens vier Monate vor der Geburt und endet grundsätzlich drei Jahre nach der Geburt. Der Bedarf der Mutter ist nach deren Lebensstellung zu bemessen und richtet sich grundsätzlich nach dem Einkommen, das die Mutter vor der Geburt des Kindes zur Verfügung hatte. Nachdem die Kindesmutter vor der Geburt EUR 1.150,- verdiente, entspricht diese Summe ihrem Bedarf. Ist die Kindesmutter bedürftig, wird sie gegen den Kindesvater einen Unterhaltsanspruch in Höhe von EUR 571,- gemäß folgender Berechnung haben: Nettoeinkommen des Vaters abzüglich des Kindesunterhalt von EUR 279,- = EUR 1.221,- , abzüglich des um die Warmmiete verminderten Selbstbehalts von EUR 650,- = EUR 571,-

Aufgrund der aktuellen Einkommenssituation der Kindesmutter wird diese einen Anspruch auf Beratungshilfe haben, d.h. für eine anwaltliche Beratung bzw. eine außergerichtliche anwaltliche Vertretung gegenüber dem Kindesvater fällt allenfalls eine Beratungshilfegebühr von EUR 10,- an.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
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