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Illegales Adobe-Abo wurde mit meinem Paypal verknüpft - keiner fühlt sich zuständig

| 01.03.2021 22:50 |
Preis: 26,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

ich habe heute festgestellt, dass seit mehreren Monaten monatlich knapp 24,00 € von Adobe Ireland über mein Paypal-Konto abgebucht werden, zu denen ich in meinem Adobe-Konto keine passenden Rechnungen finde .
Im Chat mit dem Adobe-Kundendienst wurde mir heute gesagt, dass jemand mit einem anderen Namen als meinem ein Abonnement abgeschlossen hat und dieses mit meinem Paypal-Konto verknüpft hat.
Aus Datenschutzgründen durften sie mir nur Teile der bei diesem Abo hinterlegten E-Mail-Adresse nennen, diese sah jedoch stark nach einer Wegwerf-E-Mail-Adresse aus ("...@oncloud.ws"). Auch die Kürzel des hinterlegten Namens waren mir gänzlich unbekannt, zumal ich meine Daten und Passwörter niemals weitergebe.

Der Adobe-Support räumte ein, dass die dem o.g. betrügerischen Abonnement zugeordnete E-Mail-Adresse seitens Adobe niemals verifiziert worden ist. Dennoch konnte jemand ungehindert mit der nicht-verifizierten E-Mail-Adresse ein funktionierendes Abonnement abschließen und mich zahlen lassen. Auf die Frage, wieso so etwas seitens Adobe überhaupt möglich ist, reagierte die Support-Mitarbeiterin nur ausweichend, gestand jedoch ein, dass das nicht optimal durchdacht sei. Ich habe Screenshots von der gesamten Unterhaltung.

Nun behauptet Adobe trotzdem, dieser Betrugsfall seine eine Angelegenheit von Paypal und diese sollen für Entschädigung aufkommen. Paypal jedoch behauptet genau das Gegenteil und Adobe sei in der Schuld, da diese die regelmäßigen Zahlungen ohne meine Zustimmung autorisiert hätten und zudem die E-Mail-Adresse nicht verifiziert worden ist.

Beide lehnen also eine weitere Bearbeitung des Falls ab und ich drehe mich im Kreis.
Es handelt sich um einen Betrag von rund 340 €, den ich sehr gerne zurückerstattet bekommen möchte. Strafanzeige bei der Polizei habe ich bereits erstattet.

Meine Fragen wären nun:
- wer steht hier tatsächlich in der Schuld?
- gibt es eine reelle Chance, das Geld wiederzubekommen und wenn ja, an wen könnte ich mich dafür wenden?

Besten Dank für Ihre Hilfe und bleiben Sie gesund
02.03.2021 | 08:51

Antwort

von


(408)
Hauptstraße 3
64665 Alsbach-Hähnlein
Tel: 06257-506060
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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Die vermeintliche „Vertragsbeziehung" besteht zwischen Ihnen und Adobe, so dass dieses gestörte Vertragsverhältnis zu beenden ist. Adobe ist dafür zuständig und muss Ihnen auch die angeblichen Unterlagen herausgeben. Das sollten Sie schriftlich (wenn es Ihnen das Geld Wertvorstellung, am besten anwaltlich) verlangen sowie die Beendigung wegen eines vorliegenden Betruges verlangen. Legen Sie eine Kopie der Strafanzeige dazu. Berufen Sie sich auf eine ungerechtfertigte Bereicherung seitens Adobe.
Die Verknüpfung mit dem Paypal Konto sollten Sie zusätzlich schriftlich dort zu beenden verlangen und für Sie selbst prüfen, ob Sie dort die sichersten Einstellungen vorgenommen haben.

Es ist besser, das alles schriftlich zu machen mit entsprechenden Zugangsnachweisen als in einem Chat.

Ob die Sache ohne weiteres für Sie günstig ausgeht, vermag ich nicht zu sagen, weil man nur spekulieren kann, wie sich Adobe verhält. Einen Anspruch haben Sie wie oben erläutert jedenfalls.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 02.03.2021 | 13:03

Guten Tag Frau Draudt,

vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort.

Das betrügerische Vertragsverhältnis wurde seitens Adobe beendet und ich habe alle Passwörter geändert.

Ich habe nun noch einmal mit dem Kundensupport von Adobe gesprochen und würde gerne noch Infos ergänzen. Auf weiteres Nachfragen erklärte der Support den Verlauf nun genauer wie folgt:

Jemand hat mit einem anderen Namen als meinem und einer anderen (nicht verifizierten) Mailadresse ein zahlungspflichtiges Konto erstellt, welches nebenbei auch noch auf meine Postanschrift lief (welche auch bei Paypal hinterlegt ist). Dieses Abonnement wurde mit meinem Paypal-Konto verknüpft. Adobe sagte mir, dass, wenn die Zahlungen nicht hätten ausgeführt werden können, das Abonnement umgehend gestoppt worden wäre, die Zahlungen konnten aber ungehindert durchgehen und hier liegt laut Adobe eindeutig der Fehler bei Paypal, denn somit wurden meine Paypal-Zugangsdaten gehackt, was ja ohnehin eindeutig der Fall ist. Das betrügerische Adobe-Konto lief also prinzipiell wie jedes andere Konto auch, nur dass eben illegal meine Zahlungsdaten hinterlegt wurden.

Nun behauptet Paypal auf der anderen Seite wiederum, dass Adobe dem wiederkehrenden Abo zugestimmt habe und diese daher in der Schuld stehen, der Paypal-Käuferschutz hier also nicht greift. Irgendwie stimmt ja auch das, es gibt keinen Kaufvertrag und ich habe diesem Abo niemals zugestimmt, nur Adobe selbst.

Ich werde nun noch die genauen Daten zu dem Abonnement bei der Adobe-Rechtsabteilung anfordern, sorge mich aber irgendwie, dass hier tatsächlich auf beiden Seiten Fehler liegen und damit meine Chancen schwinden, das Geld irgendwann wieder zu sehen.

Vielleicht könnten Sie dazu noch eine kurze Einschätzung geben.
Besten Dank und freundliche Grüße.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.03.2021 | 13:29

Sehr geehrte Fragestellerin,

nach der nun geschilderten Sachlage empfehle ich auch noch zusätzlich bei paypal entsprechend dem Vorgehen wie bei Adobe vorzugehen. Sie sollten auch bei der Polizei / Staatsanwaltschaft ( dorthin wird die Akte dann weitergeleitet) Akteneinsicht beantragen, um hier genau herausfinden zu können, was diese ermittelt hat.

Wenn hier jemand Unbekanntes im Ausland oder ähnliches als Kontobezogener auftauchen sollte, so sehe ich leider auch wenig Chancen.



Mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 02.03.2021 | 13:35

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