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Ideelle Grundstücksteilung - Eltern

| 08.10.2019 02:12 |
Preis: 57,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

leider bekomme ich nirgends so richtige Informationen zu meinem Vorhaben, daher stelle ich hier meine Fragen den Profis! :)

Folgender Sachverhalt:

Meine Eltern haben ein 2500qm großes Grundstück, welches wir nun ideell teilen wollen damit ich davon 1250qm zur Bebauung kaufen kann. Der Bau soll nicht sofort stattfinden sondern erst innerhalb der nächsten 3-5 Jahre.

Das Bauamt hat in einem ersten Gespräch ihr ok zu einem Bau gegeben.
Und auch die Bank hat das ok gegeben.
Der Bank fehlt nur noch die Teilung des Grundstücks.

Ich habe nun schon oft von einer teilungserklärung gelesen, wer hilft mir bei der Erstellung einer solchen und welche Dokumente brauche ich dafür?

Was sollte jetzt unser nächster Schritt sein und wie ist der weitere Ablauf ab jetzt?

Ich weiß das sind sehr grundsätzliche Fragen aber ich habe mit diesem Thema einfach noch keine Berührungspunkte gehabt!

Über eine hilfreiche Antwort wäre ich sehr froh.


Beste Grüße!


08.10.2019 | 05:11

Antwort

von


(6)
Hügelstr. 25
64584 Biebesheim
Tel: 0625898190
Web: http://www.ra-knoebel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Herr Scherf,

eine Teilung eines Grundstücks kann auf zweierlei Art erfolgen:
Entweder in Form einer Realteilung. Dh. Sie bestellen einen Vermesser, der den abzutrennendenden Grundstücksteil vermisst; sodann kann beim Katasteramt die Teilung beantragt werden, dh es entstehen zwei neue Grundstücke jeweils mit einem eigenen Grundbuchblatt. Dies ist aber nur zulässig, wenn die Realteilung auch von der Gemeinde erlaubt ist (manche Kommunen schließen dies aus) und für das neugebildete Grundstück auch ein Zugang zur Straße hin gesichert ist.

Die zweite Möglichkeit ist die Teilung nach dem WEG, dh Sie bilden Wohnungseigentum. Das Grundstück bleibt als Ganzes erhalten, jeder Einheit werden aber Miteigentumsanteile zugewiesen, die mit dem Sondereigentum an bestimmten Röumlichkeiten verbunden sind. Dies kann in Form von Wohnungen innerhalb eines Mehrfamilienhauses geschehen, aber natürlich auch in Form von 2 Einheiten mit zwei Höusern, die auf einem Grundstück stehen.
Hierfür benötigen Sie zunächst Planunterlagen über die zukünftige Art der Bebauung, dh auch für das noch zu errichtende Haus und in den Planunterlagen muss vermerkt sein, welche Röume zu welcher Einheit gehören. Mit diesem Plan können Sie sodann beim Bauamt eine Abgeschlossenheitsvescheinigung beantragen. Wenn diese vorliegt, kann der Notar die Teilungserklörung erstellen. Diese legt fest, welche Miteigenrumsanteile gebildet und Röume und Freiflächen welcher Einheit zugewiesen werden. Nach Beurkundung der TE reicht der Notar diese beim Grundbuchamt ein und es werden die Einheiten jeweils im Wohnungsgrundbuch eingetragen.
Der Unterschied zur Realteilung ist, dass Sie kein eigenes Grundstück haben, sondern eine Wohnungseigentümergemeinschaft mit ihren Eltern bilden, der das Gesamtgrundstück weiterhin gemeinsam gehört. Zugewiesen wird Ihnen nur Sondereigentum an dem. noch zu errichtenden Haus und die Sondernutzung einzelner Flöchen.

Das weitere Vorgehen hängt also davon ab, ob sie eine Realteilung oder Bildung von Wohnungseigentum anstreben. Im ersten Fall ist Ihr erster Schritt die Beauftragung eines Vernessers, im anderen Fall müssen Sie einen Architekten mit der Erstellung der Bauplöne beauftragen, der danach die Abgeschlossenheitsbescheinigung für die gesamte Anlage beim Bauamt beantragt.
Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben. Für Rückfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.
Freundliche Grüße
Anja Barth
Rechtsanwältin & Notarin


Nachfrage vom Fragesteller 08.10.2019 | 09:36

Hallo Frau Barth,

Erstmal danke für die ausführliche Antwort!!

Wir streben nur eine Teilung nach WEG an, die realteilung ist leider aus baulichen Gründen recht schwierig.

Da der Bau noch einige Jahre in der Zukunft liegt habe ich noch von der Möglichkeit des Miteigentums gelesen.

Genauer gesagt: ich und meine Eltern verfassen einen MiteigentumsKaufvertrag indem die grundsätzlichen Inhalte einer Teilung vorgemerkt sind, um dann das ganze durch eine abgeschlossenheitsbescheinigung zu ergänzen und damit die richtige teilungserklärung zu komplettieren.

So könnte man den Kauf früher abwickeln, wäre das so machbar?
Und erstellen wir solch eine Vertrag zusammen mit dem Notar??

Danke schonmal für die Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.10.2019 | 13:04

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:
Sofern das Bauvorhaben noch nicht konkretisiert werden kann und erst in ein paar Jahren ansteht, können Sie derzeit von Ihren Eltern nur einen ideellen Miteigentumsanteil von 1/2 erwerben. Hierfür ist ein notarieller Vertrag erforderlich. Ihnen gehört dann eine ideelle Hälfte vom gesamten Grundstück, ohne dass eine nähere Zuordnung erfolgt.
Dies ist insbesondere nachteilig, wenn es um die Finanzierung geht, weil die Bank die ideelle Hälfte nicht verwerten kann und daher immer eine Besicherung in Form einer Grundschuld auf dem gesamten Objekt verlangen wird.
Grundsätzlich können Sie natürlich auch im Nachhinein dann noch gemeinsam mit Ihren Eltern Wohnungseigentum bilden und die ideellen Anteile in Sondereigentum umwandeln. Voraussetzung ist dann wiederum die Eingolung einer Abgeschlossenheitsbescheinigung und die Beurkundung einer Teilungserklörung.
Freundliche Grüße
Anja Barth

Bewertung des Fragestellers 08.10.2019 | 13:41

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 08.10.2019
5/5,0

Sehr ausführlich, schnell und vorallem hat mir die Antwort geholfen!! Danke!


ANTWORT VON

(6)

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