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Ich werde die Scheidung einreichen und hätte gerne gewusst, wie das in finanzieller Hinsicht aussieh


| 25.09.2006 08:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Hallo,

ich werde die Scheidung einreichen und hätte gerne gewusst wie das in finanzieller Hinsicht aussieht. Ich arbeite und verdiene netto 1.150,00 Euro, bezahle davon mein Auto, meine Versicherungen, Lebensmittel und den Anteil vom Baföganspruch meines Sohnes, so dass für mich im Moment nicht viel übrig bleibt. Wenn ich jetzt einen Termin bei einem Rechtsanwalt mache, wie sieht meine finanzielle Lage aus.
Mein Mann verdient 2.600,00 Euro, wir haben ein Haus auf dem auch noch Belastungen sind, ein Ferienhaus das auch noch nicht abbezahlt ist, beide Häuser gehören uns zu gleichen Teilen.
Für eine schnelle Antwort wäre ich dankbar.
viele Grüße

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Sehr geehrte Fragestellerin,

herzlichen Dank für Ihre Frage.

Eine Scheidung ist relativ komplex und es kommt dabei vor allem auch in finanzieller Hisnicht darauf an, ob es sich um eine streitige Scheidung oder eine einverständliche Scheidung handelt.

Grds. besteht ein Anspruch beider Ehegatten auf Trennungsunterhalt dem anderen Ehegatten gegenüber. Dabei muß der Unterhaltsschuldner lesitungsfähig sein und der Unterhaltsgläubiger bedüftig sein. Im Zweifel würden hier eher Ansprüche von Ihrer Seite auf Trennungsunterhalt bestehen. Gleiche gilt für den nachehelichen Unterhalt. Gelichzeitig sind beide Ehegatten dem Sohn grds. solange zum Unterhalt verpflichtet, bis dieser eine Ausbildung absolviert hat.

Bzgl. der Häuser kommt es auf den Erwerbszeitpunkt (Vor oder in der Ehe) an. Ich nehme an, dass beide Häuser in der Ehezeit erworben wurden, so dass bzgl. der Schulden jeweils eine 100%ige Verpflichtung zur Tilgung bei beiden Ehegatten besteht und bzgl. des Wertes 50% (also in Höhe der Miteigentumsanteile) an Vermögen für jeden Ehegatten zu Gute stehen. Hier wäre es reine Verhandlungssache zwischen den Ehegatten, ob die Häuser verkauft werden sollen und der Gewinn geteilt, weiter behalten werden sollen oder im Wege einer Teilungsversteigerung die Miteigentümergesellschaft auseinandergesetzt werden soll. Diese Werte würden evtl. in den Zugewinnausgleich einfließen, dessen Berechnung im Rahmen dieser Antwort nicht geleistet werden kann.

Für die Scheidung und auch die Beratung können Sie u.U. Prozeßkostenhilfe bzw. Beratungshilfe erhalten.

Gerne stehe ich Ihnen auch weiter zur Verfügung, hoffe jeidch, Ihnen vorerst eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2006 | 11:44

Vielen Dank,
ich glaube ich habe mich ein wenig falsch ausgedrückt. Wenn ich jetzt zum Anwalt gehe, die Scheidung einreiche, will er ja auch schon Geld von mir, was ich nicht habe. Was soll ich da machen?

Mein Sohn ist das Kind aus erster Ehe, da bin ich und mein Exmann wohl unterhaltspflichtig. Mein Sohn hat schon eine Ausbildung gemacht und da er keine Stelle als Kaufmann bekommt will er nun das Abi machen und dann weitergehen. Deshalb nun das Schülerbafög ( dass ich nun auch mit finanzieren muss).

Die Häuser sind in der Ehe angeschafft worden, das ist richtig und gehören uns zu gleichen Teilen.

Wenn ich mich in diesem Jahr trenne, ab wann komme ich dann in eine andere STeuerklasse? Jetzt bin ich ja in fünf. Wenn ich in Eins komme, dann habe ich doch auch etwas mehr Geld zur Verfügung, oder?

Bitte beantworten Sie mir noch die Fragen, denn ich bin im Moment völlig fertig.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.09.2006 | 12:08

Sehr geehrte Fragestellerin,

es besteht, wie bereits mitgeteilt, die Möglichkeit Beratungshilfe oder Prozeßkostenhilfe zu erhalten, sofern die wirtschaftlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen.

Die Leistungen werden nur bedürftigen Antragstellern gewährt, deren Einkommen bestimmte individuelle Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Ist jedoch noch eigenes Vermögen vorhanden, sind die Anwaltskosten trotz geringem Einkommen selbst zu bezahlen. Die Einkommensgrenzen und die absetzbaren Ausgaben liegen jedoch oftmals höher als gedacht. Hierüber können Sie sich kostenfrei in der Rechtsantragsstelle Ihres Amtsgerichts vorab informieren.

Die Steuerklasse ändert sich spätestens ab der Ehescheidung.
Die Änderung der Lohnsteuerkarte auf die Steuerklasse I oder Steuerklasse II ist erst ab dem nächsten 01.01., der auf die rechtskräftige Scheidung folgt, möglich. In diesem Fall kann die Lohnsteuerkarte einer steuerpflichtigen Person (ohne die des geschiedenen Ehegatten) allein bearbeitet werden. Eine Änderung im Jahr der Scheidung ist nicht möglich. Ersatzweise kommt für dieses Jahr lediglich ein Steuerklassenwechsel (z.B. von der Steuerklassenkombination III/V auf IV/IV) in Betracht, wofür allerdings beide Lohnsteuerkarten und eine entsprechende Erklärung beider Personen notwendig sind.

Ich hoffe, Ihnen auch hier weiter geholfen zu haben und hoffe, dass Sie die Ehescheidung erfolgreich in angriff nehmen können. Selbstverständlich stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

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