Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ich soll mein eigenes Auto geklaut haben?!

| 02.06.2011 20:58 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Derzeit modernisiere ich ein eigenes Mehrfamilienhaus. Ein Freund (Herr R.) hat mir seine Hilfe angeboten, da er Frührentner ist und nicht die Möglichkeit hat ein Auto zu finanzieren. Ich habe ihm ein günstiges Fahrzeug in Aussicht gestellt, sofern er zufriedenstellende Arbeit verrichtet. Nachdem er ein paar Wochen gearbeitet hat und ich ein preiswertes Auto seiner Wunschmarke entdeckt habe, habe ich dies bereits weit vor Abschluss seiner Arbeit gekauft und ihm zur Verfügung gestellt. Dabei habe ich als Bedingung für die Schenkung bzw. Eigentumsumschreibung den Abschluss seiner Arbeit formuliert und den Fahrzeugbrief bei mir gehalten. Zur Anmeldung bei der KFZ-Zulassungsstelle jedoch habe ich ihm den Brief auf Vertrauensbasis temporär überlassen und ihn gebeten, mir diesen unverzüglich nach Anmeldung wieder auszuhändigen. Nach Anmeldung des Fahrzeugs hat seine Arbeitsleistung stark nachgelassen und die Aushändigung des Briefes wurde mit Ausreden immer wieder verschoben. Nach einer Woche bin ich unter einem Vorwand mit zwei Zeugen zu ihm gefahren. Wir haben unter einem Vorwand unbemerkt den Schlüssel an uns nehmen können und sind sodann mit dem Fahrzeug weggefahren. Da ich Böswilligkeit angenommen habe, erschien mir diese Methode als konfliktlos und ruhig. Eine Diskussion hätte meines Erachtens nicht ohne Weiteres zur Aushändigung meines Fahrzeugs geführt. Der Fahrzeugbrief verblieb bei Herrn Redeker. Im Nachgang habe ich ihm gegen Aushändigung des Fahrzeugbriefes einen fairen Betrag offeriert, um die Sache für beide Seiten konfliktfrei und fair zu lösen. Der Gegenwert des Fahrzeugs (EUR 2.500,-) steht in einem deutlichen Missverhältnis zu seiner Arbeitsleistung. Ich habe ihm für vier Wochen (mit Unterbrechungen) EUR 650,- angeboten. Nun erreichte mich ein Brief der Kreispolizeibehörde Wesel mit einer Vorladung zur Vernehmung als Beschuldigter wegen "Bes. schw. Fall des Diebstahls von Kraftwagen u.a." Offenbar hat er mich angezeigt, mein eigenes Auto gestohlen zu haben. Da ich zweifelsfrei Eigentümer des Fahrzeugs bin, ist dies natürlich absolut unangemessen. Im Zuge der Anmeldung ist Herr R. im Fahrzeugbrief eingetragen worden. Die Versicherung habe ich auf seinen Namen abgeschlossen, die Versicherungsprämie ist meinem Girokonto belastet worden. Einen Kaufvertrag habe ich mit dem Voreigentümer nicht geschlossen, da es sich um ein älteres Fahrzeug handelte und auch 'per Handschlag' ein gültiges Rechtsgeschäft entstanden ist. Der Verkäufer kann natürlich bezeugen, dass ich das Fahrzeug gekauft und bezahlt habe. Vielen Dank.
02.06.2011 | 22:26

Antwort

von


(194)
Unnaer Str. 3
58636 Iserlohn
Tel: 02371/13000
Tel: 0172/5256958
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage, unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes, wie folgt.

Leider ist zunächst zu sagen, dass Ihre Vorgehensweise tatsächlich erheblichen rechtlichen Bedenken begegnet, da selbst bei Zutreffen des geschilderten Sachverhaltes eine Rückholung in der passierten Art durch die Rechtsordnung nicht gedeckt ist. Vielmehr hätte hier ggf. der Zivilrechtsweg gewählt werden müssen, um das Fahrzeug zurück zu erlangen. Diese Form der Selbsthilfe ist leider unzulässig.

Allerdings könnte man darüber nachdenken, ob Sie bei der Tat nicht einem Tatbestandsirrtum unterlegen sind, was schlussendlich die Strafbarkeit entfallen lassen würde, zumindest aber eine Strafmilderung zur Folge hätte. Es muss allerdings konstatiert werden, dass entsprechende Behauptungen von gerichtlicher Seite gerne als sog. Schutzbehauptung abgetan werden.

Leider streiten diverse Umstände gegen Sie. Insbesondere der Besitz des Briefes und die Eintragung des "Geschädigten" sind gewichtige Argumente, die Ihrer Darstellung entgegenstehen.

Wenn allerdings der geschilderte Sachverhalt vollständig durch Zeugen zu beweisen wäre (insbesondere die Grundlage für die Hingabe des PKW), besteht durchaus die Möglichkeit, das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Hierzu sollten Sie sich allerdings zwingend anwaltlicher Hilfe bedienen, da anderenfalls dieses Ziel kaum zu erreichen wäre.

Es ist Ihnen insoweit zunächst zu raten, von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen und sodann einen Verteidiger mit Ihrer Interessenwahrnehmung zu beauftragen. Eine Einlassung sollte erst nach erfolgter Akteneinsicht und ausschließlich durch diesen erfolgen. Gerne stehe ich hierfür zur Verfügung, das hier geleistete Honorar wäre bei einer Mandatierung anzurechnen.

Ich bedauere, Ihnen keine bessere Nachricht geben zu können und stehe gerne für Ergänzungen, im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, sowie für die weitere Interessenwahrnehmung im Rahmen einer Mandatierung, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt

_______________________________

Kuhstraße 4
58239 Schwerte
Tel.: 02304/2006-0
Fax: 02304/2006-29
Mob.: 0172/5256958
Mail: ra.wandt@strafzettel.de
Web: www.strafzettel.de - www.kanzlei-gms.de



Bewertung des Fragestellers 04.06.2011 | 15:31

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnelle, ausführliche und klar verständliche rechtliche Beurteilung inkl. des Angebots, das Mandat zu übernehmen. Eine glatte 1. Vielen Dank."
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Marc N. Wandt »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 04.06.2011
5/5,0

Sehr schnelle, ausführliche und klar verständliche rechtliche Beurteilung inkl. des Angebots, das Mandat zu übernehmen. Eine glatte 1. Vielen Dank.


ANTWORT VON

(194)

Unnaer Str. 3
58636 Iserlohn
Tel: 02371/13000
Tel: 0172/5256958
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Straßenverkehrsrecht, Mietrecht, Vertragsrecht, Internationales Recht, Fachanwalt Strafrecht
Jetzt Frage stellen