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Ich sagte dem Vermieter, das sei Sache des Vermieters, dieser müsse für einen neuen Teppich sorgen,


12.12.2006 14:56 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 1 Jahr und 7 Monaten habe ich eine Wohnung angemietet. Diese Wohnung hätte im renovierten Zustand vom Vormieter an mich übergeben werden müssen. Gemäß Vereinbarung zwischen Vormieter und mir kamen wir überein, dass ich die Renovierung übernehme und ich so die Einbauküche, die 1.000,-- € kosten sollte, kostenlos bekomme.

Die Wohnung wies einige Mängel auf, über die ich aber damals hinweg sehen konnte und habe nur kleine Ausbesserungen und Mängelbeseitigungen durchgeführt. Eine Übergabe mit dem Vermieter fand zwar statt, aber es erging hierzu kein Protokoll. Ich habe mir die Mängel damals aufgeschrieben und von meiner Mutter gegenzeichnen lassen, da der Vermieter kein Protokoll erstellen wollte, weil er dieses als "unnützen Papierkram" sah.

Nun habe ich die Wohnung gekündigt und müsste eigentlich die Wohnung renovieren, habe aber mit dem Nachmieter dieselbe Vereinbarung getroffen. Entweder Küche abkaufen und ich renoviere oder Renovierung wird vom Nachmieter übernommen, dann schenke ich die Küche. Auf Letzteres hat sich der Nachmieter eingelassen und alles könnte wunderbar laufen, wenn der Vermieter nicht wäre.

Dieser verlangt nun, dass ich den Fußbodenbelag in einem Raum erneuere, obwohl ich diesen Teppich schon fleckig und verwohnt (damals vom Vermieter als in Ordnung befunden) übernommen habe. Heute rief mich der Nachmieter an und fragte nach, was denn nun mit dem Teppich sei und ich sagte ihm, das sei Sache des Vermieters, dieser müsse für einen neuen Teppich sorgen. Liege ich richtig mit der Annahme?

Im Mietvertrag steht: "Mitvermietete Teppichböden (...) sind vom Mieter regelmäßig und fachmännisch auf eigene Kosten zu reinigen. Die Reinigung ist bei vertragsgemäßen Gebrauch in Zeitabständen von jeweils drei Jahren durchzuführen."

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung der mitgeteilten Informationen und Ihres Einsatzes wie folgt:

Die von Ihnen zitierte Passage des Mietvertrages regelt die Reinigungspflicht bzgl. des Teppichs, d.h. eine Schönheitsreparatur. Diese können vom Vermieter grds. auf den Mieter abgewälzt werden.

Ihr Vermieter verlangt aber nun von Ihnen, den Teppichboden komplett zu erneuern. Dies stellt keine Schönheitsreparatur mehr da, sondern eine Instandhaltungsmaßnahme. Schönheitsreparaturen sollen Abnutzungserscheinungen durch ´normales Verwohnen´ beseitigen, nicht aber altersbedingt verschlissene Teile komplett ersetzen.

Instandhaltungsmaßnahmen sind grds. Sache des Vermieters. Kleine Instandhaltungsmaßnahmen dürfen auf den Mieter abgewälzt werden bzw. der Mieter darf dazu verpflichtet werden, sich an der Kostentragung in einem angemessenen Umfang zu beteiligen (ca. 75-100 €). Sie sollten daher in Ihrem Mietvertrag nachsehen, ob sich hierzu eine entsprechende Regelung findet.

Unabhängig davon kann Ihr Vermieter einen Schadensersatzanspruch gegen Sie haben, wenn die Beschädigungen des Teppichs durch Sie außerhalb des "vertragsgemäßen Gebrauchs" verursacht wurden. Da Sie den Teppich in diesem Zustand bereits vom Vormieter übernommen haben, besteht ein solcher Schadensersatzanspruch nicht, was jedoch ggf. im Streitfall zu beweisen wäre.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten rechtlichen Überblick verschaffen und stehe im Rahmen der Nachfrage sowie zur weiteren Beratung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

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