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Ich möchste fristlos in der Probezeit kündigen obwohl ich schwanger bin!

| 19.02.2008 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


sehr geehrte damen und herren,

in meinem vertrag wurden auch in der probezeit 4 wochen kündigungsfrist zum monatsende vereinbart.

ich bin nun noch in der probezeit aber in der 17. woche schwanger. ich halte es psychisch hier nicht mehr aus mit dem rumpelstilzchen. ich habe schlaflose nächte wegen meinem chef, ständige angst vor dem neuen arbeitstag. eigentlich bin ich nicht auf den mund gefallen aber bei ihm ist alles anderst. ich komme mit der situation einfach nicht mehr klar.



von der schwangerschaft weiß mein chef nichts da ich eine woche nach unterzeichnung des arbeitsvertrages erfahren habe das ich schwanger bin (nach langer kinderwunschbehandlung hat es endlich geklappt! keiner hat daran geglaubt). ich möchte es meinem chef auch nicht sagen das ich schwanger bin.

wie komme ich aus dem vertrag schnellstmöglich raus? klar, ich kann am 01.03. zum 31.03. kündigen. wie umgehe ich die langen 4 wochen kündigunsfrist? aufgrund der schon schlechten und angespannten situation habe ich jetzt schon panik vor der zeit wenn er von meiner kündigung weiß.


das ich wenn ich selbst kündige kein arbeitslosen geld bekomme ist mir klar. besteht die chance nach 3 monaten arbeitslosengeld zu bekommen? wenigstens bis zu geburt.


die entscheidung zu kündigen habe ich mir lange und gut überlegt.

vielen dank für ihre hilfe!

mit freundlichen grüßen


sarotti

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Gründe für eine fristlose Kündigung sind nach Ihrer Schilderung nicht ersichtlich. Insofern wird es - neben der immer bestehenden Möglihckeit eines einvernehmlichen Aufhebungsvertrages - bei der Möglichkeit der ordentlichen Kündigung bleiben.

Anders könnte es sich nur verhalten, wenn Sie ein ärztliches Attest vorliegen hätten, welches Ihnen Ihre derzeitige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen untersagt. Dies ist aber nach Ihrer Schilderung nicht der Fall.

Richtigerweise werden Sie bei einer Eigenkündigung ohne wichtigen Grund ( hier wieder: ärztliches Attest, dass Sie die Arbeit nicht mehr ausführen können, z.B. aus psychischen Gründen) eine Sperrzeit erhalten,d.h kein ALG bekommen.

Nach Ablauf der Sperrzeit von 3 Monaten, erhalten Sie aber Arbeitslosengeld, da Sie grundsätzlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Zwingend erforderlich ist die unverzügliche Arbeitssuchendmeldung bei der Agentur f. Arbeit.

Auch wenn Sie sich die Eigenkündigung nach Ihrer Schilderung bereits gut überlegt haben, empfehle ich Ihnen dennoch einen Rechtsanwalt mit der Prüfung der Gesamtsituation zu beauftragen, da die finanziellen Nachteile der Eigenkündigung nicht unerheblich sind. Gerne stehen wir Ihnen hierzu zur Verfügung.



Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Florian Günthner
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2008 | 13:00

danke für die rasche antwort.

wenn ich dann nach den drei monaten sperrzeit arbeitslosengeld beziehe, wie lange bekomme ich dann arbeitslosengeld? wenn ich zum 31.03. arbeitslos bin.


entbindungstermin ist der 03.08.08.

wie wären meine chancen auf arbeitslosengeld bei einem aufhebungsvertrag?

mein mann verdient sehr gut von daher dachten wir ich bekomme sowieso kein arbeitslosengeld.

danke und grüße! vielleicht bis bald.

sarotti

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.02.2008 | 14:15

Sehr geehrte Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Als Versicherungsleistung erhalten Sie das ALG I unabhängig von dem Einkommen Ihres Ehemannes, sofern die übrigen Voraussetzungen gegeben sind.

Sechs Wochen vor der Geburt beginnt die Mutterschutzfrist. Bis zu diesem Zeitpunkt können Sie grundsätzlich ALG I bekommen. danach erhalten sie das sog. Mutterschutzgeld.
Das Arbeitsamt ist nicht mehr für Sie zuständig, weil Sie wegen des in der Mutterschutzfrist herrschenden Beschäftigungsverbotes nicht mehr vermittelt werden können und somit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Das Mutterschutzgeld wird von der Krankenkasse übernommen und muss dort auch beantragt werden.
Die Mutterschutzfrist dauert bis 8 Wochen nach der Geburt.

Ihr Problem, die Sperrfrist zu umgehen liegt im Prinzip in der Konstellation, dass Sie schwanger sind und gerne selber kündigen wollen. Grundsätzlich gibt es Möglichkeiten mit einem gut vorbereiteten Aufhebungsvertrag ("zur Vermeidung einer ansonsten unumgänglichen betriebsbedingten Kündigung) die Sperrfrist zu vermeiden, allerdings wird vorliegend die Agentur für Arbeit dies voraussichtlich nicht schlucken, da Sie durch Ihre Schwangerschaft einen besonderen Kündigungsschutz genießen, d.h. im Moment im Prinzip unkündbar sind. Zu verlieren haben sie aber im Vergleich zur Eigenkündigung sicherlich nichts.


Mit freundlichen Grüßen


Florian Günthner
Rechtsanwalt

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