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Ich habe fristlos gekündigt

02.06.2008 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrter Anwalt

Seit dem 22 10. 2007 bin ich bei einer international fahrenden Spedition mit einem befristeten Arbeitsvertrag zum 21.04.2008.Beschäftigt.Nach Vertragsende erwartete ich wie mir
bei Einstellung zugesagt wurde einen unbefristeten Arbeitsvertrag.Mir wurde ein neuer befristeter Vertrag zugesandt
den ich nicht eingegangen bin weil die Konditionen zu schlecht waren,und die Zusagen die beim Einstellungsgespräch gemacht worden sind nicht eingehalten wurden. Z.B. Mein erlernter Beruf ist
staatl.gepruefter Techniker für Garten und Landschaftsbau.
Habe nach langer Harz 4 Strecke den Fs.Kl.2 CE erworben was ich meinem Arbeitgeber auch mitgeteilt habe.
Alles kein Problem,"so der Vertreter des Arbeitgebers". Wir haben das neuste Satellitenprogramm können ihre Fahrtzeiten überwachen,und einschreiten wenn etwas nicht richtig Läuft.
Ausserdem Schulen wir sie gruedlich.
Für mich wurde die Schulung nach 3 Tagen beendet weil ein "wichtiger Fahrtauftrag anstand" sodass ich die weitergehende
Schulung ( Digitaler Fahrtenschreiber) nicht mitbekam.
Mir wurde Sicherheit vermittelt durch Kontrolle des Disponenten.
Am 13.Nov 2007 wurde ich mit einem Kollegnen an den ich mich bei
meiner ersten Spanien Tour angehängt hatte,von der Polizei in Spanien angehalten.
Mit dem Ergebnis einer 4600€ Geldstrafe wegen Fahrzeitueberschreitung und nicht Einhaltung der Ruhezeiten, was ich beim besten willen nicht nachvollziehen konnte.Da ich das nicht bezahlen konnte, wurden die Fahrzeugpapiere Beschlagnahmt und uns die Weiterfahrt,verwehrt.
Wir hatten Termin-Fracht.
Ein Herr Ebert, Laut Einzahlungsschein ueberwies den Betrag per
Western Union mit Postanweisung.Wir bezahlten bei der Polizei und
durften Weiterfahren. Seitdem wurden mir monatlich 200 € vom
Lohn abgezogen.Ich protestierte dagegen vergebens.
Dies haette nach meinem Rechtsempfinden als Aufwandsentschädigung
die Fa Zahlen muessen.
Im April 2008 soll ich bei einer Entladung bei Aldi,einen
Fahrrad Transport Ständer eines Wohnmobiles beschädigt haben,
mir wurden widerum 407,20€ vom Lohn abgezogen. Nach langem hin und her,sagte man mir am 29.05.2008 telefonisch zu,das ich das Geld bei der nächsten Abrechnung zurückerhalte,ich müsse aber mit einer Anzeige des Geschädigten wegen Fahrerflucht Rechnen.
Den Vorgang hier eingehend zu Schildern ginge jetzt zu weit.

Während der gesammten Zeit meiner Tätigkeit wurde ich mehrfach zu
Fahrzeit Üeberschreitungen Arbeitszeit Überschreitungen und nicht Einhaltun der ges.Ruhezeiten genoetigt,was ich Aufgrund der Kontrollausdrucke des Fahrtenschreibers belegen kann.

Am 28.05. 2008 übnernahm ich einen Fahrauftrag in Belgien, da
ich drei Fahrt Touren übernehmen sollte ich aber den Zeitaufwand
hierzu nicht einschaetzen konnte, wurde wiedermal ein 15 Std.Arbeitstag daraus.Ich kam um 21:30 wieder am Zentrallager an
man wird dann damit belohnt das man nur von 16:00 - 18:00 duschen
kann. Ich suchte mir in Zentrallager einen Stellplatz und begab mich zur Nachtruhe.
Nach 8 Std.wurde ich von einem Mitarbeiter ( Disponenten)
Lautstark durch Hämmern und Hineinleuchten mit einer Taschenlampe
in meine Fahrerkabine geweckt.Ich hätte einen Fahr-Aufteang nach
Antwerpen 2 und haette schon um 5:00 laden muessen.
Da ich am Abend vorher um 21:30 in der Dispo des Zentrallagers
niemand mehr erreichen konnte war nicht bekannt das mein Auflieger Defekt war und die Ladeluke sich während der Rückfahrt
zum Zentrallager um 20 cm geöffnet hatte.Dies Teilte ich dann am Morgen der Dispo mit,auch beschwerte ich mich über Fahraufträge
die nicht einzuhalten waren,das ich bei Be und Entladetätigkeit
durch andere und Firmeneigene Fahrzeuge behindert wurde.
Der von meiner Fa. Anwesende Vorarbeiter,forderte mich auf
einen anderen Auflieger zu nehmen, es standen fünf zur Auswahl.
Nach drei auf und Absattelungen,(weil saemtliche Auflieger defekt
waren entschloss ich mich den, mit den geringsten Mängeln zu nehmen. Die ABS Warnlampe leuchtete bei allen Aufliegern an meinem Armaturenbrett. Diese Aktion dauerte ca.2 Std.die mir wiederum an Fahrzeit fehlten.Danach bekam ich zwei neue Fahraufträege mit der Begründung Antwerpen hätte ich ja schon
vermasselt.
Die erste Beladung sollte an Rampe 7 erfolgen,an der sich zwei Minuten vorher ein Fahrer meiner Fa. angedockt hatte,Also nahm ich Rampe 8 die mir von dem eben genannten Fahrer meiner Fa.zugewiesen wurde.
Die Beladung meines Fahrzeugs wurde von mir vorgenommen, und ständig von meinem (Kollegen) durch überkreuz Fahren behindert.
Nach dem Beladen auf Rampe 7 sollte ich laut Lade-Anweisung zu Rampe 30. Dort angedockt musste ich Feststellen das keine Ladung
auf dem dafür vorgeshenen Platz stand.( Streifen 38 A, 30 B,usw)
Ich ging zur Dispo die mir dann mitteilte das Sämtliche Ladung
auf Rampe 7 steht und das ich jetzt aber Gas geben sollte weil sonst der Auftrag auch versemmelt sei. Also wieder zurück.Rampe 7 Laden,
mir fiel dann ein das ich durch den ganzen Psychoterror übersehen hatte auf den Dieselanzeiger des Kühlauflegers zu achten der natürlich leer war. Ich konnte auch nicht Überprüfen ob dass
Aggregat laufen würde. Anweisung der Dispo egal Fahr Fahr Fahr.
Klar Transportschäden der Ladung gehen zu meinen Lasten.
Beim Anfahren an die Frische Rampe fuhr ich mir den rechten Seitenspiegel ab das Fensterglas davor war zersplittert ,die Beifahrer Tür verzogen.Ich hatte durch den Stress,das Mobbing,
und die Psychische Belastung zu wenig Schlaf and so on,den
Auflieger übersehen, der nach internen L... Anweisung dort in der Ladezone nicht hätte stehen dürfen. Dies Teilte ich wiederum
der Dispo mit mit der Antwort Fahr Fahr Fahr,
Diese gesamten Vorfälle veranlassten mich dazu über meine Satelitenkommunikation mit meiner Fa.Kontakt aufzunehmen,um Fristlos zu Kündigen. Ich Sattelte ab und Fuhr mit der Zugmaschine nach Hause. Ca.220 Km.
Wärend der fahrt wurde ich mehrfach aufgefordert die Zugmaschine
zurück nach Bornem zu bringen, ich würde dann am Montag also heute abgelöst. Mir wurde auch angedroht sämtliche Kosten aus meinem Verhalten mir in Rechnung zu stellen. Lohnabzug.
Die Alternative für mich wäre folgende gewesen: Samstag und Sonntag im Zentrallager in meiner Zugmaschine zu sitzen, ohne
Sanitäre Anlagen,ohne Ausreichende Verpflegung, der nächste
Mc Donalds 5 Km entfernt. Oder einen Autobahn Rasthof anzufahen
dann aber die Zugmaschine nicht zu verlassen ,da diese nicht mehr zu Verschließen war.
Dem Arbeitgeber teilte ich mit das die Zugmaschine am selben Tag
um 17:00 Uhr bei mir wider zu seiner freien Verfügung stände und
abgeholt werden Könne.
Nach allen Ereignissen ,einige habe ich jetzt nicht geschildert
die vielleicht doch wesentlich sind ;frage ich mich habe ich
richtig gehandelt?
Die Zugmaschine ist noch in meinem Gewahrsam,und mein Arbeitgeber
hat sich noch nicht einmal tel. Gemeldet.
Wie komme ich an die meiner Meinung nach zu Unrecht einbehaltenen
Lohnabzüge?
Mir freundlichem Gruß
MS



02.06.2008 | 14:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Herzlichen Dank für Ihre Fragen und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

Eine fristlose, oder auch außerordentlich genannte, Kündigung setzt immer einen besonderen Kündigungsgrund voraus. Solange dieser nicht gegeben ist, könnte die Kündigung unter Umständen unwirksam sein.

Vorliegend müssten Sie Ihre Kündigung auf die Nichteinhaltung des Arbeitsvertrages oder die nicht erfolgten Lohnzahlungen stützen. Möglicherweise ergeben sich weitere Kündigungsgründe aus dem zerrütteten Arbeitsverhältnis oder aber dem von Ihnen beschriebenen Mobbing.

Genauso wichtig, wie ein entsprechender Kündigungsgrund, ist jedoch auch, ob der Arbeitgeber die außerordentliche Kündigung so akzeptiert oder dagegen vorgeht. Ist eine außerordentlichen Kündigung unberechtigt, könnten dem Arbeitgeber dadurch Schadensersatzansprüche zustehen.

Hinsichtlich der von Ihnen beschriebenen Ansprüche, die Ihr Arbeitgeber aus dem Arbeitsverhältnis an Sie stellt, ist auszuführen, dass kein Schadenersatzanspruch besteht, wenn der Schaden nur leicht fahrlässig oder gerade auf Weisung Ihres Arbeitgebers entstanden ist. Bei mittlerer Fahrlässigkeit haften sie allenfalls zu 50% und nur bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz haften Sie zu 100%.

Darüber hinaus kann die Aufrechnung mit Schadenersatzansprüchen auf den Lohn unzulässig sein, so dass Sie weiterhin, auch wenn Sie haften sollten, zunächst einen Anspruch auf die volle Lohnzahlung haben (Unpfändbarkeit und Unzulässigkeit der Aufrechnung gem. 394 BGB).

Die Ansprüche (hier Lohn) können Sie, sofern eine außergerichtliche Einigung nicht möglich ist, nur gerichtlich geltend machen. Gerne stehe ich Ihnen hierzu zur Verfügung.

Ich hoffe, dass meine Antwort für Sie vorerst hilfreich war und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.stracke-und-collegen.com


Rechtsanwalt Christian Joachim

Rückfrage vom Fragesteller 02.06.2008 | 15:28

Würden sie mich bei dem bevorstehenden Rechtsstreit vertreten ?
Kann ich Antrag auf Prozesskostenhillfe Stellen,denn ich bin ja jetzt arbeitslos.
Ich denke mal ein Verkehrsanwalt müsste auch eigeschaltet werden
da der Gerichtsstand der Fa. in München ist.
Ich bin gerne bereit ihnen die Adresse des Arbeitgebers zu nennen
um eine aussergerichtliche Vereinbarung zu Treffen,
Trotzdem ist das Vertrauen zu meinen Arbeitgeber im Augenblick zerstört. Da sie nun jetzt schon mit dem Fall etwas vertraut sind
möchte ich sie beauftragen alle notwendigen Schritte einzuleiten
die sie nach Rechtslage fuer erforderlich halten.
Bitte setzen sie sich mit mir in Verbinding.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.06.2008 | 15:40

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne bin ich Ihnen auch im gerichtlichen Verfahren behilflich, konkret auch im Rahmen der Prozeßkostenhilfe. Hierzu ist es ratsam, wenn wir im Laufe des morgigen Tages einmal telefonieren. Bitte teilen Sie mit kurz per Email (finden Sie unter den o.a. Kontaktdaten), wann Sie am besten erreichbar sind.

Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
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