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Ich darf mein Kind nicht sehen


19.10.2006 16:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Sehr geehrte Damen und Herren,
Vor 4 Wochen hat sich meine Ehefrau von mir getrennt. Dabei hat sie unseren 5 Jahre alten Sohn mitgenommen. Da sie erst eine Wohnung ende November wieten wird, wohnt sie bei einer mir bekannten Familie. Zur Verfügung steht Ihr und meinem Sohn ein Zimmer. In letzter Zeit hat sie sich beklagt, daß sie da raus muß, da sich eine Spannung zwischen Ihr und den Mietern aufbaut.Meine Versuche(viele Gespräche, Ehetherapie) die Familie zusammenzuführen bliben erfolglos. Mein Vorschlag in unserer gemeinsamen Wohnung , solange bis sie ihre eigene hat, zu bleiben ist abgelehnt worden.
Als meine Ehefrau mich gefragt hat ob ich damit einverstanden wäre, unseren Sohn zu meinen Schwiegereltern ins Ausland(Nicht EU-Staat) zu bringen, womit ich aus verschiedenen Gründen nicht einverstanden bin, hat sie mir telefonisch mitgeteilt, daß ich meinen Sohn nicht sehen werde. Auf die Frage ob ich das Kind telefonisch sprechen darf, hieß es daß er mit mir nicht reden will. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir uns oft getroffen und er durfte und auch wollte bei mir übernachten. Im Kindergarten darf ich ihn auch nicht sehen, da man auf das Gelände nur mit dem Betriebsausweis rein kommt.
Weiterhin hat sie mir mitgeteilt, daß sie fast alle Möbel aus der gemeinsamen Wohnung mitnehmen will.
Sie besteht auf die sofortige Zahlung des Unterhalts für das Kind, nennt aber Beträge, die für mich unverständlich sind.
Welche Möglichkeiten habe ich meinen Sohn zu sehen.
Wie kann ich mich davon schützen, daß unsere Wohnung von meiner Ehefrau nicht ausgeräumt wird, während meiner Abwesenheit. Ist der Austausch des Türschloßes erlaubt.
Ich bin bereit den Kinderunterhalt laut der Düsseldorfer Tabelle zu zahlen, oder soll ich warten bis von meiner Ehefrau eine schriftliche und von einem Fachmann geprüfte zusammenstellung der Höhe des Betrages miz zugeschickt wird

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt summarisch beantworte:

Da beide Ehegatten Sorgeberechtigt für ein gemeinsames Kind sind, kann nicht ein Ehegatte allein darüber entscheiden, wo das Kinder im Falle einer Trennung untergebracht, von wem es also betreut wird. Können die Ehegatten keine einvernehmliche, am Wohl des Kindes ausgerichtete Entscheidung treffen, bleibt letztendlich nur die Herbeiführung einer gerichtlichen Entscheidung.

Der nicht betreuende Ehegatte und auch das Kind haben einen gesetzlichen Anspruch auf den sogenannten Umgang. Es ist allgemein anerkannt, dass Trennungskinder, die keinen Umgang mit dem nicht betreuenden Elternteil haben, schwerwiegende psychische Belastungen erfahren und in Ihrer Entwicklung gestört werden. Vor diesem Hintergrund ist es die elterliche Verantwortung aber auch gesetzliche Pflicht Ihrer Frau, dem gemeinsamen Kind den Umgang mit Ihnen zu ermöglichen. Können die Eltern diesbzgl. keine Einigung erzielen müsste auch insoweit gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen werden. In Ihrem Fall würde ein Gericht Ihren Umgang mit dem Kinde dann entsprechend festlegen. An diese Entscheidung müsste Ihre Frau sich halten. Anderenfalls riskiert sie, dass Ihr das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen würde, mit der Begründung, das Sie das Kindeswohl nicht ausreichend berücksichtigt.

Da Ihre Frau noch Mieterin der Wohnung ist, können Sie Ihr nicht ohne weiteres den Zugang verbieten. Bei einem Austausch des Schlosses hätte Ihre Frau das Recht die Tür gewaltsam öffnen zu lassen. Die Kosten hierfür müssten Sie evtl. erstatten. Es empfiehlt sich für die Besuche in der Wohnung und die Aufteilung des Hausrats verbindliche Vereinbarungen zu treffen. Hinsichtlich des gemeinsamen Mietvertrages sollten Sie schnellstmöglich gemeinsam mit dem Vermieter und Ihrer Frau darauf hinwirken, dass Ihre Frau aus dem Mietvertrag ausscheidet und Sie allein Mieter sind. Verweigert Ihre Frau die Zustimmung hierzu könnten Sie ihr z.B. entgegenhalten, dass Sie dann auch zur Zahlung der hälftigen Miete verpflichtet bleibt und Sie diesen Betrag bei evtl. Unterhaltszahlungen für Sie anrechnen würden. Ist eine Einigung nicht möglich, gibt es auch hinsichtlich der Zuweisung der Ehewohnung und der Verteilung des Hausrats die Möglichkeit einer gerichtlichen Klärung. Die hierdurch entstehenden Kosten sollten die Eheleute aber nach Möglichkeit sparen.

Da der Kindesunterhalt verhältnismäßig einfach der Düsseldorfer-Tabelle zu entnehmen ist, machen Sie nichts falsch, wenn Sie den anhand einer korrekten Berechnung festgestellten Unterhaltsbetrag an die Mutter überweisen unter dem Vermerk „Kindesunterhalt“.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet wurden und ich Ihnen eine erste Orientierung für das weitere Vorgehen geben konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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