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Ich bin Iranerin und mit einem Deutschen verheiratet

02.07.2021 23:30 |
Preis: 50,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Ich bin Iranerin und mit einem Deutschen verheiratet. Seit 2020 habe ich die deutsche Staatsangehörigkeit. Mein iranischer/persischer Pass wird nächstes Jahr ablaufen.

Meine Frage:

Erlaubt der Iran die doppelte Staatsangehörigkeit und kann ich erfahrungsgemäß meinen iranischen Pass problemlos verlängern?

Können durch meine Heirat mit einem nicht muslimischen Deutschen Probleme bei Reisen in den Iran, z.B. zum Familienbesuch, entstehen? (Die Ehe zwischen mir und meinem Mann ist nicht vom Iranischen Staat anerkannt).

Danke

04.07.2021 | 12:57

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

ich muss Sie ausdrücklich warnen:

Der Iran akzeptiert keine doppelte Staatsangehörigkeit und gibt insoweit die Angehörigkeit zu seinem Staat niemals her. Nur vor diesem Hintergrund darf in Deutschland bei einer Einbürgerung eine Person aus dem Iran die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen, um zum Beispiel wie bei Ihnen eine Eheschließung zu ermöglichen. Der Iran erkennt solche Ehen aber nicht an. Dann ist es sogar so, daß eine Iranerin nur mit einer Person eine Ehe schließen kann, wenn diese dieselbe Staatsangehörigkeit hat. Wenn der Pass bei Ihnen abläuft, ändert dies natürlich nichts an Ihrer Angehörigkeit. Eine Passverlängerung sollten Sie daher nur in Deutschland über ein Konsulat vornehmen und dies vielleicht sogar polizeilich begleiten lassen.

Ein ganz großes Problem gibt es dann auch noch, wenn Ihr Mann zum Beispiel auch noch Christ ist.

Eine Einreise in den Iran wäre gefährlich. Ein Rat zur Umgehung der Ärgernisse, die auf Sie zukommen kann, den gibt es nicht. Sie müssen davon ausgehen, daß es rechtsstaatliche Ansätze im Iran nicht gibt. Der Iran gehört zu den Ländern, welche das Grundrecht auf Religionsfreiheit am meisten verletzen und diesen vehement bekämpfen.

Nicht nur das Konvertieren zu einer anderen Religion, auch das Abfallen vom muslimischen Leben stellt einen Straftatbestand dar. Sie müssten und würden sich entgegenhalten lassen müssen, allein durch die Heirat mit
einem Ungläubigen von Ihrer Wertelehre abgekehrt zu sein. Die Vorwürfe liessen sich mannigfaltig behaupten, einfach nur so.

Die Strafen sind drakonisch, was Sie alles im Internet nachlesen können. In meinen Augen können Sie nach der zuvorigen Heirat nie wieder in den Iran reisen, ohne dort mit erheblichen Ängsten zu leben oder ohne dort zur Verantwortung gezogen zu werden.

Ich denke, das reicht schon als Antwort. In Deutschland besteht immer noch die Möglichkeit, die von Ihnen angefragten Tricksereien aus Gesetzen zu suchen, zu finden und anzuwenden. Ein Rechtsstaat duldet spätestens gerichtlich die Nischenfindung und bessert dann seine Gesetze nach, um derartige Vorgehensweisen für die Zukunft zu verhindern, exemplarisch hier das deutsche Steuerrecht.

Im Iran wird das Pferd von hinten aufgezäumt. Was nicht sein darf, darf nicht sein und wird zur Abschreckung aller anderen scharf bestraft.

Rücken Sie ab von Ihrer Idee einer späteren Einreise zu privaten Zwecken und werden Sie mit Ihrem Mann hier glücklich. Lassen Sie sich und ihm Ihren Glauben und Sie werden daneben die christliche und rechtsstaatliche Wertelehre unseres Landes zu schätzen wissen. Im Iran wird das Ihnen beiden nicht gelingen. Dort setzt man nicht auf Toleranz und Werte, sondern auf fanatisch ausgerichtete und strafbewehrte Zwänge.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA


ANTWORT VON

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