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IT Provider hat 10x so viel Stunden gebraucht wie im Angebot - was ist angemessen?

04.08.2016 16:51 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Wir sind ein mittelständiges Unternehmen und haben einen IT Provider beauftragt für eine IT MIgration.

Der Auftrag enthielt eine Stundenschätzung von 38 Stunden.Darüber hinaus wurde im Vertrag bestimmt ein Stundensatz von 95 EUR pro Stunde, bei Mehraufwand zur Zielerreichung 85 EUR pro Stunde.

Der Provider hat nunr 300 Stunden gebraucht und stellt uns diese in Richtung. Er schiebt diese auf Fehler und Komplikationen bei Microsoft und mit Dritten.

Sind wir rechtlich verpflichtet alles zu zahlen? Oder gibt es Möglichkeit zu argumentieren, dass die 10x Zeit unverhältnismässig ist?

Weiterhin sind auch noch nicht alle Probleme laut Angebot gelöst. Können wir die Zahlung aufschieben, bis alle Requirements erfüllt sind?

Danke
und Grüsse

Sehr geehrter Ratsuchender,


die Rechnung werden Sie so nicht zahlen müssen:

Zwar ist im Auftrag nur von einer Schätzung die Rede. Aber die dort angegebene Zeit ist dann auch entsprechend der Kalkulation zumindest ungefähr einzuhalten.

Soll diese Zeit derart viel unerschritten werden, hätte der Provider Sie davon unterrichten müssen.

Die Rechtsprechung nimmt eine solche Informationspflicht an, wenn 10 bis 20 % des in einem Angebot genannten Aufwandes überschritten werden soll.

Gab es diese Informationen nicht, sollte alles, was über 10% liegt ach nicht gezahlt werden.

Gezahlt werden muss immer ab Fälligkeit.

Und das ist dann der Fall, wenn das Werk mangelfrei (!) erstellt worden ist.

Sind also noch Mängel vorhanden, ist der Vergütung nicht fällig. Sie sollten dei Mängel so genau wie möglich geltend machen und die Behebung fordern.

Erst dann wäre die - angemessene - Zahlung fällig.


Dieses gibt aber allein nach den gesetzlichen Vorlagen. Es ist möglich, dass sich aus dem Vertrag eine andere Beurteilung ergibt.

Sie sollten daher unbedingt den Vertrag noch prüfen lassen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 05.08.2016 | 09:32

Vielen Dank. Das Projekt begann August 2015. Im Dezember 2015 haben wir die erste Stundenaufstellung erhalten. Allerdings hier mit dem Hinweis, dass der Gesamtaufwand interne Stunden sind und die Gesamtzahl sich dann "selbstversätndlich am Angebot orientieren wird".

Gerne würde ich Ihre Meinung zu der Email (siehe unten) erfahren, und wissen, ob wir nun weiterhin nur die +10% zahlen müssen.

------------------------------------------

Guten Abend Herr [...]

leider komme ich erst jetzt dazu, Ihnen eine Übersicht über die bisher geleisteten Stunden zukommen zu lassen:

[link]

Lassen Sie sich bitte nicht von der Gesamtzahl der Stunden irritieren. Die Tabelle spiegelt nur unseren internen Gesamtaufwand dar. Der letztendliche, tatsächliche Aufwand für Sie wird sich selbstverständlich an unserem Angebot orientieren!

Zusätzliche Kosten würden nur anfallen, wenn neue/zusätzliche Aufgaben von Ihnen gewünscht worden wären oder in der Zukunft würden. In diesem Falle komme wäre und würde ich aber sicherlich bereits vor Arbeitsaufnahme auf Sie zukommen. Konnte ich Ihnen die Befürchtung nehmen, dass Ihnen etwas finanziell aus dem Ruder läuft? Dies wird definitiv nicht passieren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erholsames Wochenende.

Viele Grüße
[...]

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.08.2016 | 10:17

Sehr geehrter Ratsuchender,


auch nach dieser Email bleibe ich bei der Erstantwort.

Aber bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich die Ausweitung nicht umfangreich beantworten kann, da es eigentlich keine nutzungsbedingte Nachfrage ist.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle, Oldenburg

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