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Hypotheken Zinsen steuerlich absetzen


04.12.2006 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich lebe seit 2004 getrennt und bin seit März 2006 geschieden.
Wir haben ein gemeinsames Einfamilienhaus, das jedem zur hälfte gehört, diese ist kurz nach der Trennung vermietet worden, die Miete erhält jeder zur hälfte.
Ich habe mit Zustimmung meiner Frau kurz vor der Scheidung und parallel zu einer notariellen finanziellen Einigung auf dieses Haus in ca. von 25 % des Wertes eine Hypothek aufgenommen.
Mit dieser Hypothek und einer weiteren etwa halb so hohen (auf die ‚neue’ [Baujahr 1960] Wohnung habe ich mir eine Eigentumswohnung gekauft (zu über 90 % fremdfinanziert) in der auch mein Büro, ca 30% der Fläche (ich bin freischaffend) drinnen ist.
Ich habe versucht das Haus zu verkaufen aber der Betrag den, der Mieter mir geboten hat war mir zu niedrig.
Hätte ich diese Hypothek nicht bekommen, hätte ich das Haus verkaufen müssen und könnte keine Mieteinnahmen erzielen.
Kann ich diese neue Hypothek steuerlich abschreiben (Gibt es einen vergleichbaren Fall evtl. ein Urteil Aktz oder Ähnliches), obwohl wir für das Haus § 7b (oder ähnlich) erhalten haben und das auch abgeschlossen ist.
Außerdem gibt es auf das Haus noch eine weitere Hypothek in Höhe von ca. 10 % des Wertes die wir gemeinsam bedienen.

Sehr geehrter Herr,

im Rahmen Ihres Einsatzes beantworte ich die Frage wie folgt:
Wenn Sie Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung haben gilt R 21.6 EStR.
Die Einnahmen und Werbungskosten, also auch Schuldzinsen, sind den Miteigentümern grundsätzlich nach dem Verhältnis der nach bürgerlichem Recht anzusetzenden Anteile zuzurechnen. Haben die Miteigentümer abweichende Vereinbarungen getroffen, sind diese maßgebend, wenn sie bürgerlich-rechtlich wirksam sind und hierfür wirtschaftlich vernünftige Gründe vorliegen, die grundstücksbezogen sind. AfA oder erhöhte Absetzungen und Sonderabschreibungen können nur demjenigen Miteigentümer zugerechnet werden, der die Anschaffungs- oder Herstellungkosten getragen hat.
Die Nichtzahlung durch einen Miteigentümer ist keine abweichende Vereinbarung, die grundstücksbezogen ist. Bei der Aufhebung der Gemeinschaft hat er einen Ausgleichsanspruch gegen den Nichtzahlenden.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung.

Beste Grüsse
RA Hermes

Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2006 | 16:42

Seher geehrter Herr Hermes,
aus Ihrer Antwort ist mir noch nicht ganz klar geworden, ob ich nun diese Hypothekenzinsen als Werbungskosten von den Mieteinkünften steuerlich absetzen kann,
Da es ja eine Neuverschuldung ist nachdem das Haus eigentlich praktisch schon abgezahlt war.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.12.2006 | 17:12

Schuldzinsen sind Werbungskosten, soweit sie mit einer bestimmten Einkunftsart in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 EStG). Der Begriff der Schuldzinsen erfaßt zwar nach ständiger Rechtsprechung alle Aufwendungen zur Erlangung wie Sicherung eines Kredits einschließlich des Falles der Umschuldung und der Ablösung (vgl. das Senatsurteil vom 29. Oktober 1985 IX R 56/82, BFHE 145, 52, BStBl II 1986, 143, 146, m. w. N.). Entscheidend für den Werbungskostenabzug ist aber, daß die Finanzierungskosten mit angestrebten oder zufließenden Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. Dies ist bei Ihnen wohl nicht der Fall, wenn die Hypozinsen für die Privatwohnung gezahlt wurden; bei dem beruflich genutzten Teil ist allerdings an einen Betriebskostenabzug zu denken.

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