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Hypothek


21.11.2006 11:53 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Guten Tag, ich habe eine Frage, meine Frau und ich haben uns eine Eigentumswohnung finanzieren lassen. Nach meiner privaten Insolvenz hatte uns die Bank das Darlehen gekündigt, da das Darlehen zu je einer Hälfte auf meiner Frau und mir gezeichnet wurde, stehen wir auch so im Grundbuch. Unsere Bank hat uns angeboten, vorläufig eine monatliche Rate zu zahlen ( was wir bereits seit knapp drei Jahren leisten ), bis wir eine neue Bank für unsere Darlehensfinanzierung gefunden haben. Ist das zutreffend? Darf die Bank uns einfach kündigen? Wir hatten dort keine Aussenstände. Als wichtigen Hinweis noch: vor meine Insolvenz hatte ein Gläubiger sich einen Titel auf meiner Person im Grundbuch sichern lassen, er hatte auch eine Zwangsversteigerung anberaumt. Da die Bank den ersten Rang hat, wurde die Zwangsversteigerung niedergelegt. Ich hoffe, das Sie uns helfen können.
Viele Grüße
Stobo

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich dazu wie folgt Stellung nehmen:

Der Bank steht gemäß § 490 Abs. 1 BGB ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.
In § 490 Abs. 1 BGB heißt es: "Wenn in den Vermögensverhältnissen des Darlehensnehmers oder in der Werthaltigkeit einer für das Darlehen gestellten Sicherheit eine wesentliche Verschlechterung eintritt oder einzutreten droht, durch die die Rückerstattung des Darlehens, auch unter Verwertung der Sicherheit, gefährdet wird, kann der Darlehensgeber den Darlehensvertrag vor Auszahlung des Darlehens im Zweifel stets, nach Auszahlung nur in der Regel fristlos kündigen."
Die Voraussetzungen des § 490 Abs. 1 BGB sind in Ihrem Fall erfüllt. Aufgrund Ihrer privaten Insolvenz haben sich Ihre Vermögensverhältnisse wesentlich verschlechtert und die Rückerstattung des Darlehens erscheint auch bei einer Verwertung Ihres Anteils an der ETW zumindest gefährdet. Da das durch eine private Insolvenz entstandene erhöhte Risiko der Bank nicht zugemutet werden kann, liegt hier ein Regelfall im Sinne des letzten Absatzes vor, der auch nach Auszahlung des Darlehens zur fristlosen Kündigung durch den Darlehensgeber berechtigt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit eine erste rechtliche Orientierung geben. Bitte beachten Sie aber, dass diese Auskunft im Rahmen der Erstberatung keine abschließende Beurteilung Ihres Falles darstellen kann, da hierfür eine umfassende Einsicht in die Vertragsunterlagen notwendig wäre.

Mit freundlichen Grüßen

Ina Hänsgen
Rechtsanwältin
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