Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hundewelpenverkauf


11.12.2004 21:03 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo,

ich habe einen Welpen verkauft, ohne Kaufvertrag und ohne mündliche Garantieversprechungen.
Der Welpe war geimpft, mehrfach entwurmt und bei Abgabe gesund. Nach 4Wochen soll der Welpe an Diabetis erkrankt sein. Der Welpe wurde nach Arztrechung am 25.11.04 dem Tierarzt vorgestellt, daß ist 4Wochen nach dem Erweb gewesen. Der Käufer gibt an, bemerkt zu haben, daß mit dem Hund etwas nicht stimmt, nach einer Woche des Kaufes. Nun wird verlangt, den Hund abzuholen und den Kaufpreis voll zu erstatten. Mit der Begründung " Nach den Vorschriften des BGB sind sie als Verkäuferin verpflichtet, den Hund zurückzunehmen, wenn eine Krankheit, die schon vor dem Kauf bestand, auftritt." Diese Krankheit war nicht bekannt und wird von unserem Tierartzt angezweifelt. Sind wir in der Beweispflicht und muß ich den Welpen zurücknehmen? Eine Rücknahme des Welpen ohne Kaufpreiserstattung wäre unsererseits möglich.

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Guten Abend,

wenn Sie den Welpen ohne besondere Vereinbarungen hinsichtlich der Gewährleistung verkauft haben, gilt die ganz normale gesetzliche Regelung. Diese sieht vor, daß der Käufer bei einem Mangel, der bereits bei Übergabe vorhanden war, vom Kauf zurücktreten kann, also seinen Kaufpreis gegen Rückgabe des Tieres zurückverlangen kann. Der Gesetzgeber behandelt leider den Tierkauf immer noch genauso wie den Kauf etwa eines Möbelstückes.

Problematisch ist in Ihrem Fall, daß der behauptete Mangel bereits relativ kurz nach der Übergabe des Hundes aufgetreten ist. Hier hat der Gesetzgeber die Beweislast zu Ihren Lasten umgedreht: wenn der Mangel binnen sechs Monaten ab Übergabe aufgetreten ist, muß der Verkäufer beweisen, daß der Mangel erst nach Übergabe aufgetreten ist. Dies halte ich in Ihrem Fall für schwer möglich.

Wenn Ihnen der Beweis nicht gelingt, sind Sie verpflichtet, das Tier zurückzunehmen. Sie sollten dem Käufer vorschlagen, den Hund noch einmal durch Ihren Tierarzt untersuchen zu lassen und von dessen Ergebnis Ihr weiteres Vorgehen abhängig machen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt und für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER