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Hundeverbot im Büro nach jahrelanger Duldung

10.11.2012 19:24 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich nehme mit dem Einverständnis meiner direkten Vorgesetzten seit 8 Jahren meinen Hund mit ins Büro, es gab nie Probleme. Natürlich habe ich mich vorher mit dem Team abgesprochen, es gibt keine Allergiker oder KollegInnen, die Angst haben. Der Hund befindet sich immer in meinem Büro und stört oder belästigt niemanden. Der Geschäftsführer wusste nicht, dass mehrere Kollegen in verschiedenen Niederlassungen Hunde mitbringen. Nun kam diese Tatsache durch einen Zufall ans Licht und der Geschäftsführer hat das Mitnehmen von Hunden generell verboten. Er schrieb, dass Hunde zwar geduldet wurden, aber nun verboten sind. Seine Gründe waren Kundenkontakt, Hundeallergie und Hundephobie, allerdings gab es keinen konkreten Fall.
Gibt es für mich irgendeine Chance doch noch zu erreichen, dass mein Hund weiterhin mitkommen darf? Gewohnheitsrecht?
Gibt es irgendwelche Umstände, unter denen der Arbeitgeber einen Hund dulden muss (Therapiehund) ?
Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrte Ratsuchende,

einen Rechtsanspruch gibt es nicht, es sei denn, es gab eine ausdrückliche arbeitvertragliche Genehmigung. Diese Genehmigung müssten Sie beweisen.

Lag die Genehmigung vor, kann der Arbeitgeber nur widerrufen, wenn es Beschwerden von Kunden, Mitarbeiter oder sonstigen Dritten gegeben hätte. Das ist nach Ihrer Schilderung aber nicht gegeben und daher zu verneinen. Allein die pauschale Aufzählung des Vorgesetzten reicht nicht.

Liegt keine Genehmigung vor, wurde der Hund also "nur" stellschweigend geduldet, kann daraus nur im Ausnahmefall (jahrelange Mitnahme oder mündliche (besser: schriftliche) unwiderrufliche Zusicherung) ein Rechtsanspruch erwachsen.

Es müsste dann die jahrelange Mitnahme und auch das mündliche Einverständnis des Vorgesetzen ebenfalls bewiesen werden. Ist das möglich, kann dann in der Tat der Anspruch notfalls arbeitsgerichtlich durchgesetzt werden.

Aber auch hier gilt:
ändert sich die Sachlage, weil sich Kunden oder Mitarbeiter beschweren, greift also ein angegebener Grund tatsächlich ein, der Anspruch kann verfallen.

Untersuchungen und Studien haben ergeben, dass ein Hund im Büro betriebsklimafördernd sein kann. Die meisten Kunden lieben Hunde. Auch bei Mitarbeitern kann sich ein Hund im Büro blutdrucksenkend auswirken und kann gut für den Stressabbau sein.

Das sollte mit dem Vorgesetzten in Ruhe besprochen werden. Sinnvoll wäre es dazu natürlich auch, wenn die Kollegen sich schriftlich für den Verbleib des Hundes eisetzen würden.

Ich wünsche Ihnen bei den Gesprächen viel Glück.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2

26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

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