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Hundesteuer am Zweitwohnsitz

07.10.2020 18:06 |
Preis: 41,00 € |

Steuerrecht


Ich habe mir vor einen Jahr 2 Hunde angeschafft.
Da ich beruflich in einer anderen Stadt arbeite, wohne ich mind. 5 Tage die Woche in meiner Zweitwohnung. Als Single habe ich natürlich in dieser Zeit auch meine Hunde bei mir.
Das Finanzamt und die Meldebehörde akzeptieren, dass ich, obwohl ich mich 5 - 6 Tage pro Woche in der Zweitwohnung aufhalte, meine gewählte Hauptwohnung. Mein Lebensmittelpunkt hat sich durch den Bezug der Nebenwohnung nicht verändert.

In der Gemeinde der Zweitwohnung habe ich sofort meine Hunde steuerlich gemeldet. Es erging auch ein entsprechender Bescheid.
Gleichzeitig wurden meine Hunde von Amts wegen an meiner Hauptwohnung angemeldet.
Gegen diesen Bescheid legte ich Widerspruch ein, mit der Begründung, dass ich dort Steuern zahlen muss, wo sich die Hunde die meiste Zeit aufhalten. Die Gemeinde der Zweitwohnung sieht das genau so. Dieser Widerspruch wurde nieder geschlagen.

Nun meine Fragen:

Wo muss ich Hundesteuer entrichten? Dort wo die Hunde sich die überwiegende Zeit aufhalten?
Meiner Meinung nach darf man in Deutschland nicht 2x für die gleiche Sache Steuern zahlen. Liege ich da richtig?

Ich bitte bei der Beantwortung meiner Fragen auf gesetzliche Regelungen oder Grundsatzurteile Bezug zu nehmen.

Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

leider kann ich Ihre Frage nicht präzise beantworten und die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen zitieren, solange Sie mir nicht mitteilen, um welche Gemeinden oder Städte es hier geht. Die Erhebung der Hundesteuer erfolgt nämlich auf kommunaler Ebene, und insofern gibt es viele verschiedene Hundesteuer-Satzungen.

Manchmal ist dort geregelt, dass die Hundesteuer nur anteilig erhoben wird, wenn der Hund sich nicht dauerhaft in der jeweiligen Gemeinde aufhält. Es gibt auch andere Ausnahmetatbestände zum Erlass oder zur Ermäßigung der Hundesteuer. Dies kann aber nur aus der für Sie am Hauptwohnsitz bzw. am Zweitwohnsitz geltenden Hundesteuersatzung erschlossen werden.

Grundsätzlich gilt, dass so gut wie jede Gemeinde in Deutschland die Hundesteuer erhebt und dass sie die Steuer erheben kann, aber nicht muss. Es kommt deshalb zunächst nicht darauf an, ob Sie Ihren Hund bei Ihrem Hauptwohnsitz bereits angemeldet haben. Anmelden müssen Sie ihn immer dort, wo Sie längere Zeit wohnen.

Aus der Anmeldung erfolgt aber nicht zwingend auch die Besteuerung. Die Anmeldung verfolgt vor allem den Zweck, beispielsweise gefährliche Hunde zu identifizieren, für die auch eine höhere Steuer erhoben werden kann.

Es heißt zwar immer lapidar zur Anmeldung eines Hundes: Verantwortlich ist das Steuer- und Stadtkassenamt, wo der Hund seinen festen Wohnsitz hat. Das bedeutet aber nicht, dass Sie nicht an zwei Wohnorten gleichzeitig die Hundesteuer entrichten müssen. Dies folgt aus der Überlegung, dass Ihr Hund ja auch an Ihrem Zweitwohnsitz z. B. Reinigungskosten verursacht. Davon abgesehen ist die Hundesteuer für die Gemeinde immer auch eine Ertragsmöglichkeit, auf die sie nicht freiwillig verzichten dürfte.

Leider ist es tatsächlich so, dass Sie grundsätzlich von beiden Gemeinden, in denen Sie mit Erst- oder Zweitwohnsitz gemeldet sind, zur Hundesteuer herangezogen werden können.

Informieren Sie mich gerne über die für Sie zuständigen Kommunen, so dass ich die jeweilige Satzung überprüfen kann.

Vorerst verbleibe ich mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 07.10.2020 | 19:40

Hallo Frau RAin,

danke für Ihre schnelle Antwort.

Mein Hauptwohnsitz befindet sich in der Landeshauptstadt Dresden (Sachsen) und die Zweit-/Nebenwohnung in Blankenfelde-Mahlow (Brandenburg).
Hundesteuer habe ich seit Beginn der Hundehaltung in Blankenfelde bezahlt.
Wenn ich Klage beim Verwaltungsgericht Dresden erhebe, besteht dort Anwaltszwang?

Danke und VG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.10.2020 | 19:56

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre freundliche Nachfrage!

Hier die Hundesteuer-Satzung der Stadt Dresden:

https://hundeinfoportal.de/hundewissen/amtliches/hundesteuer/hundesteuer-dresden/hundesteuersatzung-dresden/

Aus § 2 Nr. 3 wird deutlich, dass grundsätzlich eine Steuerpflicht für Sie besteht. Die Angabe "zwei Monate" bedeutet insgesamt, nicht wiederkehrend.

In der Hundrsteuersatzung der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow finden Sie die zwei-Monate-Regel in § 1 Abs. 3:

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.blankenfelde-mahlow.de/dokumente/satzungen/hundesteuersatzung&ved=2ahUKEwi_lsKHhqPsAhWB_KQKHfeOBIkQFjAAegQIDBAC&usg=AOvVaw2wGFAz6sBq6gW8GPvdOAoR

Vor dem Verwaltungsgericht herrscht kein Anwaltszwang, Sie können sich selbst vertreten und Schriftsätze einreichen etc.

Nochmals freundliche Grüße!

EvD

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