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Hundehaltung in gemietetem Einfamilienhaus erlaubt ?

17.01.2015 15:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Wir wohnen in einem 290qm grossen Einfamilienhaus zur Miete. und das Haus hat zudem einen kleinen Garten. Meine Frau ist Hausfrau und ich arbeite von zuhause.

Wir würden gerne einen Hund (Labrador Retriever) anschaffen da wir früher auch immer einen Hund hatten.
Im Mietvertrag steht aber das Tierhaltung nur mit Zustimmung des Vermieters erlaubt sei,
eine solche Zustimmung werden wir nicht erhalten.

Besteht für uns trotzdem die Möglichkeit einen Hund anzuschaffen ?
Ich habe verschiedene Urteile im Internet zu dem Thema gelesen, die sich aber meist auf
Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern beziehen.

Kann der Vermieter uns bei der Anschaffung eines Hundes fristlos kündigen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist grundsätzlich zulässig, die Haltung größerer Tiere vertraglich von der Zustimmung des Vermieters abhängig zu machen. Eine Haltung größerer Hunde ohne diese Zustimmung kann dann auch eine Abmahnung und bei weiteren Verstößen sogar eine fristlose Kündigung rechtfertigen.

Allerdings kann eine Verweigerung der Zustimmung im Einzelfall treuwidrig sein. Dies betrifft insbesondere die Fälle der Hundehaltung in einem freistehenden Einfamilienhaus. Diesbezüglich ist die Rechtslage zwar von den Gerichten noch nicht abschließend geklärt. Es wird aber durchaus auch vertreten, dass eine Hundehaltung in einem Einfamilienhaus stets zulässig ist (vgl. z.B. Landgericht Hildesheim, 11.02.1987 - 7 S 472/86). Zumindest muss der Vermieter aber eine Abwägung zwischen den Interessen des Mieters, ggf. der Nachbarn und seinen eigenen Interessen vornehmen, bevor er die Zustimmung verweigern kann (vgl. Bundesgerichtshof, 20.03.2013 - VIII ZR 168/12). Diese Interessenabwägung geht bei einem gemieteten Einfamilienhaus regelmäßig zu Gunsten des Mieters aus, da keine unmittelbaren Nachbarn gestört werden können.

Sie sollten den Vermieter daher zunächst um Zustimmung bitten und dabei auch darauf hinweisen, dass stets ein Mieter anwesend ist, um den Hund zu betreuen und Schäden am vermieteten Objekt zu verhindern. Sollte der Vermieter die Zustimmung ohne ausreichenden Grund tatsächlich verweigern, sollten Sie ihn auf die geschilderte Rechtslage aufmerksam machen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 17.01.2015 | 18:48

Vielen Dank für die Antwort.
Es handelt sich allerdings nicht um ein freistehendes Einfamilienhaus,
sondern vielmehr um ein Einfamilienhaus mit angrenzenden Häusern auf beiden Seiten.
In einem Haus ist eine Werbeagentur ansaessig, das andere Haus ist an
Studenten vermietet.
Ändert dieser Sachverhalt etwas an Ihrer Einschätzung ?

Vielen Dank !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.01.2015 | 19:04

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Da die von Ihnen anzuschaffende Hunderasse eher als ruhig und sanftmütig bekannt ist und zudem die beschriebene Nachbarschaft als nicht besonders lärmempfindlich einzustufen sein dürfte, sehe ich auch nach Ihrer ergänzenden Schilderung keinen ausreichenden Grund für eine Verweigerung der Zustimmung durch den Vermieter.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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