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Hundehaltung - Nun zur Frage: Wessen Zustimmung bedarf es dabei?


| 10.12.2005 13:46 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Wir wohnen in einem 3-Familienhaus seit 08/2001. Bei unserem Einzug wohnte im EG ein Pärchen mit einem Bull-Mastiff, also Kampfhund. In unserem Mietvertrag ist die Tierhaltung wie folgt beschrieben: "Tiere, auch Haustiere, mit Ausnahme von Zierfischen und Ziervögeln, dürfen nicht gehalten werden. Abweichende Vereinbarungen müssen im Einzelfall von den Parteien getroffen werden." Voraussetzung für die Wohnung war, dass wir den Hund im EG dulden, was auch kein Problem für uns war. Jetzt ist dieser Hund verstorben. Wir wurden in den letzten Jahren immer in der Nacht wegen dem Hochziehen des Rollo´s unserer Nachbarn geweckt, da der Hund raus mußte, um seine Notdurft zu verrichten. Jetzt ist der Hund nicht mehr da (wie gesagt, verstorben) und ein weiterer Hund existiert nicht. Wir vermuten, dass sich unsere Nachbarn wieder einen neuen Hund zulegen möchten. Nun zur Frage: Wessen Zustimmung bedarf es dabei? Nur der des Vermieters oder auch der anderen Mietparteien? Wir sind nicht gewillt, weiterhin nachts durch die Rollo´s geweckt zu werden, da ein "neuer" Hund bestimmt auch mal "raus" muß. Spielt eine Allergie gegen Hundehaare meinerseits evtl. auch noch eine Rolle hierbei???

Kann unser Nachbar sich einfach einen neuen Hund holen, da er ja bisher auch einen hatte (so eine Art "Gewohnheitsrecht"?)

Vielen Dank im Voraus.
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst ist es allein Sache des Vermieters, ob dieser die Hundehaltung genehmigt. Die anderen Mieter haben dabei kein Mitspracherecht.

Allerdings, haben Sie wegen der Hundehaltung evt. einen Anspruch auf Mietminderung gegenüber dem Vermieter.

Die Mietminderung kann dabei bis zu 15 % der Bruttomiete (Warmmiete) betragen. Die Höhe der Minderung hängt von der tatsächlichen Beeinträchtigung ab (Hundegebell, Geruchsbelästigung). Das Sie unter einer Hundeallergei leiden, würde eine Rolle spielen, soweit es deshalb aufgrund der Hundehaltung beim Nachbarn zu gesundheitlichen Auswirkungen käme. Sollte dem so sein, müssten Sie sich dies ärztlich attestieren lassen. Die Mietminderung könnte sich dann prozentual noch erhöhen.

Sie sollten dies dem Vermieter bereits jetzt vorsorglich mitteilen. Evt. überlegt dieser sich dann genauer, ob er einer Hundehaltung nochmals zustimmt.


Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
-Rechtsanwalt-

www.net-rechtsanwalt.de
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Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2005 | 14:18

Vielen Dank für die zügige Beantwortung. Eine Frage ist mir aber dennoch eigefallen: Der ehemalige Hund wurde ohne die Zustimmung des Vermieters angeschafft und diesem das erst später mitgeteilt. Wie verhält es sich in unserem Fall, wenn ein neuer Hund ohne Wissen des Vermieters angeschafft würde und er erst durch uns dadurch erfährt? Kann er dann im Nachhinein die Haltung noch genehmigen, oder muss der Hund dann weg?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2005 | 16:35

Die Genehmigung kann auch im Nachhinein erfolgen.

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