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Hundehaltung Genehmigung Mietwohnung

| 07.06.2019 20:18 |
Preis: 45,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Wir haben in unserem Mietvertrag folgende Klausel:

Wir benötigen eine schriftliche Genehmigung:

bei Tierhaltung, soweit nach Art und Anzahl der Tiere Belästigungen von Nachbarn und eine Beeinträchtigung der Mietsache nicht von vornherein auszuschließen sind

Mit unserem ehemaligen Vermieter (dieser hat zwischenzeitlich das Miethaus verkauft) hatten wir die rein mündliche Genehmigung wenn es sich um einen kleinen Hund handle.

Es wird ein sognenannter Schoßhund werden, den wir uns holen.

Auch ist von keiner Lärmbelästgung auszugehen, da ich den ganzen Tag zu Hause bin und es sich zudem um eine bellarme Rasse handelt.

Meine zwei Fragen lauten:

Wenn wir uns eine Genehmigung holen und der Vermieter erstmal ablehnt, was kann passieren wenn wir uns trotzdem einen Hund holen? (da wir den Hund bereits im Juli holen)

Was kann passieren wenn wir uns auf die mdl. Zusage unseres ehemaligen Vermieters berufen und ohne schriftliche Genehmigugn einen Hund holen?

Der Mietvertrag besteht unverändert auch mit Änderung des Vermieters. Unsere Wohnung ist 140 qm groß.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn der Vermieter die Erlaubnis berechtigt untersagt und Sie trotzdem den Hund in die Mietwohnung aufnehmen, kann der Vermieter Sie abmahnen und bei fortgesetzter Haltung in der Wohnung den Mietvertrag sogar kündigen. Entscheidend ist dabei aber, ob der Schoßhund überhaupt unter die Erlaubnispflicht fällt und ob der Vermieter die Erlaubnis berechtigt versagen kann.

Nach Ihren Angaben lässt sich wohl auch vertreten, dass Belästigungen von Nachbarn und eine Beeinträchtigung der Mietsache von vornherein ausgeschlossen sind und daher schon keine Erlaubnis erforderlich ist. Zumindest aber wird der Vermieter nur schwer begründen können, weshalb er eine Erlaubnis versagt.

Da der neue Vermieter grundsätzlich in alle Rechte und Pflichten des alten Vermieters eintritt, ist er auch an dessen Genehmigung eines kleinen Hundes gebunden. Allerdings könnte es im Streitfalle für Sie schwierig werden, diese mündliche Genehmigung zu beweisen.

Es dürfte daher ratsam sein, den Vermieter über die Anschaffung des Hundes zu informieren und dabei darauf hinzuweisen, dass es sich um einen kleinen Schoßhund handelt, der bellarm ist und unter ständiger Aufsicht steht und daher keine Belästigungen oder Beeinträchtigungen zu befürchten sind. Betonen Sie auch ruhig, dass keine weiteren Anschaffungen von Tieren geplant ist (soweit dies der Wahrheit entspricht) und der vorherige Vermieter die Genehmigung für einen kleinen Hund erteilt hat.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.06.2019 | 22:32

Hallo, vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich hätte eine Rückfrage. Wenn wir den Hund jetzt ohne Erlaubnis holen und der Vermieter uns dann abmahnt, müssen wir dann den Hund abgeben oder muss der Vermieter dann immer noch begründen können warum er uns die hundehaltung verbietet ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.06.2019 | 06:46

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Wenn Sie den Hund ohne Erlaubnis anschaffen und der Vermieter Sie abmahnt, können Sie auf die Genehmigung des ehemaligen Vermieters sowie die fehlende Belästigung und Beeinträchtigung verweisen und sich auf den Standpunkt stellen, dass keine zusätzliche Erlaubnis erforderlich ist. Dann muss der Vermieter begründen, weshalb er dennoch eine Erlaubnispflicht sieht und diese versagt (z.B. weil sich andere Mieter über Gebell oder Verschmutzung des Treppenhauses beschwert haben).

Ich wünsche Ihnen schöne Pfingsttage.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 08.06.2019 | 08:16

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