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Hundehaltung / Ersatzhund


26.02.2006 13:13 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2002 sind wir mit zwei Katzen und einem Hund ( Bullterrier/ Anlage 1 / 30 kg ) in ein alleinstehendes Einfamilienhaus gezogen.
In unserem Mietvertrag ist ausdrücklich vereinbart worden, dass die vorhandenen ( nicht näher beschrieben )Tiere vom Vermieter akzeptiert bzw. erlaubt sind. Weitere bzw. andere Tiere müssen vom Vermieter schriftlich genehmigt werden.
Nun ist vor zwei Wochen unser Hund( Bullterrier ) gestorben und wir haben uns einen neuen Hund( Mischlingshund 30 cm Schulterhöhe / 7 kg ) zugelegt. Wir sind vor dem Kauf des neuen Hundes nicht auf die Idee gekommen, dass wir uns für so einen kleinen Hund eine neue Genehmigung des Vermieters einholen müssen. Für uns war klar, dass wenn der Vermieter nichts gegen einen Bullterrier hat und die Haltung erlaubt, die Anschaffung eines viel kleineren Ersatzhundes kein Problem sei, zumal auch unsere Nachbarn nie etwas gegen den Bullterrier hatten. Außerdem ist zu erwähnen, dass unser alter Hunde die Wohnung nachweislich in keinster Weise beschädigt oder abgenutzt hat, was von einem 7 Kilo Hund auch zukünftig nicht zu erwarten ist.
Unser Vermieter hat uns gestern beim Gassigehen mit unserem neuen Hundes gesehen und kurz dannach angerufen, um sich zu erkundigen, ob wir einen neuen Hund haben. Diese Frage haben wir bejaht, man hat uns dann mitgeteilt, dass man mit diesem Hund nicht einverstanden sei und uns mündlich aufgefordert, den Hund zu entfernen.
Meine Frage ist nun, muss ich für einen viel kleineren Ersatzhund beim Tod des Bullterriers eine schriftliche Genehmigung des Vermieters einholen und was kann uns im schlimmsten Falle drohen, wenn wir den Hund nicht entfernen.
Eine Entferung des nun vorhandenen Hundes kommt auch im Hinblick auf unsere dreijährigr Tochter nicht in Frage, da diese noch immer belastet durch den Tod des alten Hundes, einen neuerlichen Verlust nicht verkraften würde.

Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort.

Grüsse
Sehr geehrter Ratsuchende,


vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Wenn sich die Vereinbarung im Mietvertrag ausdrücklich auf die vorhandenen Tiere bezieht und der Mietvertrag in Bezug auf die Haustierhaltung keine anderweitige Regelung enthält, dann müssten Sie für ein neues Tier auch eine neue Erlaubnis des Vermieters einholen. Der Mieter hat die Möglichkeit fristlos zu kündigen, wenn der Mieter unerlaubt ein Tier hält und die Tierhaltung trotz Abmahnung fortsetzt.

Bei Ihrem neuen Hund könnte es sich aber um Kleintierhaltung handeln, bei der der Vermieter die Genehmigung nicht verweigern darf. Zumindest wurde dies für Yorkshire-Terrier so entschieden. (LG Kassel, Az. 1 S 503/96)


Ich hoffe, diese Antwort war Ihnen behilflich und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin
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