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Hundebiss/schadenersatzpflichtig?

08.10.2013 10:55 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Guten Tag,

wir waren zum grillen im Garten meiner Mutter, meine Hündin (3Jahre/10kg) war seitlich am Gartenpavillon angeleint. Ein Kind saß auf dem Schoß der Mutter, spielte mit einer Puppe. Die Puppe fiel herrunter, meine Hündin erschrak, das Kind bückte sich nach der Puppe und meine Hündin biss das Kind in die Lippe. Es war ein stationärer Krankenhausaufenthalt erforderlich, Folgeschäden werden keine bleiben.
Der Schadenersatzanspruch geht nach §116 SGB X auf die Krankenkasse über, diese fordert von mir die Erstattung der Heilbehandlung.
Bin ich schadenersatzpflichtig? Oder habe ich meine Pflicht als Tierhalter erfüllt (auf privatem Grundstück, in Abstand angeleint)? Meine Hündin war vorher noch nie auffällig.
Im Vorraus dankend,


Einsatz editiert am 08.10.2013 11:01:29

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Der Anspruch der auf die Versicherung übergegangen ist bestimmt sich nach § 833 BGB .
§ 833 BGB regelt: "Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen (...)." Dieser Schaden tritt unter Umständen nicht ein, wenn das Haustier als Nutztier gehalten wird. Dies ist offensichtlich nicht der Fall.
Daher kommt es darauf an, ob sich eine sog. "tierspezifische Gefahr" realisiert hat. Dazu gehört bei einem Hund klassischer Weise das Beißen. Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung sehe ich deshalb grundsätzlich einen Anspruch gegen Sie als gegeben an.
Daher wäre nun zu erwägen, ob Mutter und Kind den Schaden mitverursacht haben. Das wäre dann der Fall, wenn die Sorgfalt, die ein verständiger Mensch im Umgang mit Tieren an den Tag legt, außer acht gelassen worden wäre. Hierfür sehe ich aus Ihrer Sachverhaltsschilderung derzeit keine Hinweise.
Daher würde ich zur Zeit davon ausgehen, dass ein Anspruch der Krankenkasse gegen Sie besteht.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine eingehende Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

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