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Schadenersatz beim Hundebiss?

| 02.10.2009 16:55 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Folgender Sachverhalt:
Herrchen geht mit 2 völlig harmlosen Hunden (1x Dackel, 1x Mischling), die zu diesem Zeitpunkt nicht angeleint sind, spazieren und begegnet einer Dame, die mit angeleinten Hund (Schäferhund) unterwegs ist.
Der Dackel läuft, neugierig und unbedarft wie er ist (dieser Hund hat wirklich noch keiner Fliege etwas getan) auf den Schäferhund zu, um zu schnuppern und wird sofort und ohne Grund gebissen und schwerst verletzt.
Erste Reaktion der Dame: "Ich sage immer allen Leuten, dass unser Hund sich nicht mit anderen Hunden verträgt. Aber wir sind versichert".
Als ich am nächsten Tag persönlich bei der Dame vorgesprochen habe, um sie zur Meldung an die Versicherung zu veranlassen (der Dackel wurde beim Tierarzt versorgt), entgegnete sie, sie sei zu keinem Schadenersatz verpflichtet, denn ihr Hund sei angeleint gewesen und ich hätte meine Hunde nicht unter Kontrolle gehabt.
Außerdem habe sie bereits einmal einen Schaden (Hundebiss - gleicher Schäferhund) aus eigener Tasche beglichen und sei nicht bereit dies noch einmal zu tun.

Meine Frage: Ist die Hundhalterin des Schäferhundes zum Schadenersatz verpflichtet, zumal die Gefährlichkeit des Hundes bekannt war und sie trotzdem keinen Beisskorb angelegt hatte und sie den angeleinten Hund nicht vom Beissen abhalten konnte.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach § 833 BGB haftet die Halterin des Schäferhundes für den Schaden, der Ihnen durch diesen Hund entstanden ist. Auf ein Verschulden kommt es dabei nicht an; § 833 BGB begründet eine verschuldensunabhängige Haftung.

Möglicherweise müssen Sie sich aber Mitverschulden anrechnen lassen, wenn Sie eine etwaige Anleinpflicht für Ihren Hund nicht beachtet haben. Gab es am Tatort keine Anleinpflicht, scheidet Mitverschulden aber aus.

Weigert sich die Hundehalterin Ihrer Schadensersatzpflicht nachzukommen, sollten Sie Ihren Anspruch anwaltlich durchsetzen lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Bei Bedarf kontaktieren Sie mich bitte unter <info@rechtsanwalt-schwartmann.de> oder telefonisch unter 0221-3559205.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2010 | 13:15

Sehr geehrter Herr Schwartmann,

ich nutze die Möglichkeit der Nachfrage erst jetzt, da sich die Versicherung des anderen Hundehalters weigert, die Kosten des Tierarztes in voller Höhe zu übernehmen. Man offeriert uns 25% des entstandenen Schadens zu übernehmen, da angeblich durch höchstrichterliche Rechtssprechung eine sogenannt Tiergefahr anzurechnen sei. Ein Hinweis auf den von Ihnen angeführten § 833 BGB wurd verworfen. Hier würde die Tiergefahr von 2 Hunden aufeinander treffen, wobei der eine angeleint, der andere nicht angeleint war und somit die 75% des Verursachens dem nicht angeleinten Hund zuzurechnen seien.

Können Sie das nachvollziehen oder sollen wir klagen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.01.2010 | 14:24

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Grundsätzlich ist auch die von Ihren Tieren ausgehende Gefahr zu berücksichtigen - diese wird aber hinter der Tiergefahr des anderen Hundes vollständig zurücktreten, wenn dieser alleine für den Schaden verantwortlich war.

Letztlich wird es auf die Beweisbarkeit ankommen, also auf Zeugen, die bestätigen können, dass der Angriff allein von dem anderen Hund ausgegangen ist. Dann dürfte eine Klage Erfolg haben.

Sie können mich dazu gerne morgen auch einmal anrufen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

Bewertung des Fragestellers 05.10.2009 | 14:58

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