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Hunde- und Musiklärm


13.11.2005 13:21 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Seit zwei Wochen wohnt ein neuer Nachbar über mir, seit der Zeit bellt, jault und tobt sein Hund Tag und Nacht durch die Wohnung. Bellen Nachts um 3.00 Uhr ist jeden Tag gegeben. Ab Morgens 7.00 Uhr jault der Hund bis zum späten Nachmittag. Abends wird dann gespielt.
Weiter habe ich das Glück das aus einer "normalen" Kneipe durch Umbau eine Musikkneipe wurde. Die Musik wird vorallem am Wochenende ab 21.00 Uhr bis 3.00 Uhr mit Mikrofonansagen) voll aufgedreht. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Gespräch mit Pächter nicht möglich. Polizei wurde schon öfter von mir gerufen. Der Hausverwaltung habe ich einen Brief geschrieben und die Vorgänge geschildert, Frist gesetzt von einen Monat um Lärmbelästigung abzustellen, sonst Mietabzug angedroht. Muß der Hund vom Nachbarn verschwinden (lt. Mietvertrag verboten)? Wieviel Miete darf ich abziehen? Was kann ich tun falls der Lärm weitergeht?
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst haben Sie ein echt auf Minderung der Miete. Seit einem neuen BGH-Urteil ist dabei die Bruttomiete (Warmmiete) prozentual zu mindern.

Wegen Lärms, verursacht durch einen Gaststättenbetrieb, welcher bis in die frühen Morgenstunden andauert ist dabei eine Mietminderung bis zu 50 % möglich. So urteilte das Amtsgericht Schöneberg.

Das Amtgericht Chemnitz ließ wegen Lärms, der durch den Nachbarn verursacht wurde eine Mietminderung bis zu 35 % zu.

Da man es mit einer Mietminderung jedoch nicht übertreiben sollte, da sonst evt. die Kündigung wegen Mietrückständen droht, empfehel ich in Ihrem Fall eine Mietminderung von höchtens 50 % bezogen auf die Warmmiete.

Sie selbts haben leider keine Möglichkiet dem Nachbarn die Hundehaltung zu verbieten. Dies kann nur der Vermieter. Ich denke, dass die Mietminderung Ihrerseits, diesen letztlich auch dazu veranlassen wird.

Bzgl. des Gaststättenlärms, empfehle ich Ihnen immer wieder das Ordnungsamt zu informieren. Hier hätten Sie übrigens als Nachbar auch einen Anspruch auf Unterlassung der Störung zumindest ab einer gewissen Zeit ( zumeist 24.00 Uhr) gegenüber dem Gaststättenbetreiber. Diesen müssten Sie ggfl. klageweise durchsetzen.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
-Rechtsanwalt-

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