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Hund nach 2 Jahren wieder zurück holen

09.05.2021 17:39 |
Preis: 25,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von


Hallo,
ich bitte um eine Einschätzung, in wie weit es möglich ist, dass ich meinen Hund zurück bekomme. Und zwar: war ich vor 2 Jahren an einer längerwirigen Krankheit erkrankt und konnte micht nicht mehr um meinen Hund kümmern. (Diesen hatte ich zu diesem Zeitpunkt ein Jahr).
Somit hatte ich mit den Eltern meines Ex-Partners vereinbart, dass diese sich 3 Wochen um meinen Hund kümmern bis ich wieder fit genug bin um dies selbst zu tun. Diese Vereinbarung wurde nicht schriftlich niedergelegt. Es erfolgte mündlich und mir wurde auch kein Geld gegeben oder Ähnliches. Ich besitze den Kaufvertrag des Hundes und die Quittung von damals. (Ich stehe hierbei als alleinige Vertragspartnerin und Geldgeberin, somit bin ich Eigentümerin.) Ich habe den Personen lediglich den Tierimpfpass gegeben um Impfungen nachvollziehen zu können.
Die genannten Personen gaben mir aber meinen Hund nach Ablauf der 3 Wochen nicht zurück. Da meine Krankheit weiterbestand und aufgrunddessen ich meine Wohnung und Arbeit verlor, musste ich zu meinen Eltern ziehen. Diese erlaubten nicht dass ich meinen Hund bei ihnen halte.
Da ich keine Wohnmöglichkeit mehr hatte und aufgrund der Erkrankung psychisch wie körperlich sehr angeschlagen, keine Kraft mehr hatte, konnte ich polizeilich nicht gegen dieses Unrecht vorgehen. In der Zwischenzeit habe ich mitbekommen, dass die Eltern meines Ex-Partners den Hund angemeldet haben und Steuern zahlen.
Ich habe diese in der Zwischenzeit kurz gesehen und ihnen gesagt, dass es mein Hund ist und ich laut Vertrag immer noch die Eigentümerin sei.
Diese wurden nur aggressiv und blocken seitdem den Kontakt zu mir ab. Ich hätte Ihnen den Hund geschenkt usw. Und ich habe keinen Anspruch mehr.
Dies entspricht nicht der Realität.

Meine Frage nun: Wie kann ich vorgehen, dass ich meinen Hund nach 2 Jahren wieder zurück bekomme? Habe ich noch einen Anspruch? (P.S. ich bin nicht mehr krank und habe eine eigene Wohnung).

Bitte um eine Antwort.

Eingrenzung vom Fragesteller
09.05.2021 | 18:33
09.05.2021 | 22:58

Antwort

von


(720)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen zivilrechtlich gegen die Ex-Schwiegereltern vorgehen (nicht strafrechtlich, das hat keine Aussicht auf Erfolg, da Sie dann wieder auf den Zivilrechtsweg verwiesen werden).

Sie haben einen Verwahrvertrag, wenn auch mündlich, abgeschlossen. Diesen können Sie nun jederzeit kündigen.
Machen Sie dies schriftlich und setzen eine Frist zur Herausgabe. Sollte das nicht klappen, schalten Sie einen Anwalt ein. Sie erhalten die Kosten vom Staat bezahlt.

Mehr zur Beratungshilfe : https://youtu.be/yqgCcIMGwvY und https://youtu.be/glvBW_91UDc


Wenn die Frist abgelaufen ist, hilft nur die Herausgabeklage. Auch die zahlt der Staat, das nennt man Prozesskostenhilfe.
https://youtu.be/1i6k-QiWgvw

Sie müssen nur kurzfristig das in Angriff nehmen. Nachweise über das Eigentum haben Sie ja.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 09.05.2021 | 23:35

Vielen Dank für die Beantwortung der Frage und Ihre Annahme.
Eine Nachfrage hätte ich in Bezug auf das Vorgehen: Sollten mir die Personen den Hund geben z.B. für einen Spaziergang, dürfte ich den Hund mir einfach nehmen und einbehalten oder geht es nur über das schriftliche Kündigen des Verwahrungsvertrages?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.05.2021 | 08:13

Grundsätzlich ist es Ihr Eigentum, da Sie es aber zur Verwahrung weggegeben haben, wäre ein Einbehalten strafbar. Wenn Sie nunmehr gekündigt haben, hat zwar die Herausgabe zu erfolgen, da jedoch die Gegenseite ein Entgelt fordern könnte, rate ich von jeglicher Selbstvornahme ab. Wenden Sie sich lieber an einen Anwalt.

§696 BGB:
Der Verwahrer kann, wenn eine Zeit für die Aufbewahrung nicht bestimmt ist, jederzeit die Rücknahme der hinterlegten Sache verlangen. Ist eine Zeit bestimmt, so kann er die vorzeitige Rücknahme nur verlangen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Die Verjährung des Anspruchs beginnt mit dem Verlangen auf Rücknahme.

§697:
Die Rückgabe der hinterlegten Sache hat an dem Ort zu erfolgen, an welchem die Sache aufzubewahren war; der Verwahrer ist nicht verpflichtet, die Sache dem Hinterleger zu bringen.

§699
(1) Der Hinterleger hat die vereinbarte Vergütung bei der Beendigung der Aufbewahrung zu entrichten. Ist die Vergütung nach Zeitabschnitten bemessen, so ist sie nach dem Ablauf der einzelnen Zeitabschnitte zu entrichten.
(2) Endigt die Aufbewahrung vor dem Ablauf der für sie bestimmten Zeit, so kann der Verwahrer einen seinen bisherigen Leistungen entsprechenden Teil der Vergütung verlangen, sofern nicht aus der Vereinbarung über die Vergütung sich ein anderes ergibt.

ANTWORT VON

(720)

Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
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