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Hund mit Rattengift vergiftet!

| 08.09.2009 14:15 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Mein Hund hat bei uns zu Hause (wohne auf einem Pferdehof) Rattengift aufgenomen, das dort von einem Angestellten des Hofbesitzers ausgebracht wurde. Hat mir die Ehefrau des Hofbesitzers, sowie der Angestellte der es ausgebracht hat, heute bestätigt. Ich mußte für die Tierklinik wissen, welches Gift ausgebracht wurde und welchen Wirkstoff es enthält.

Niemand am Hof wurde darauf hingewiesen, dass Rattengift ausgelegt wurde und es wurden auch keine entsprechenden Warnhinweise ausgehängt.

Welch Möglichkeit habe ich, die Tierarztkosten vom Hofbesitzer erstattet zu bekommen?

Vielen Dank!
08.09.2009 | 15:04

Antwort

von


(44)
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22952 Lütjensee b. Hamburg
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich Ihnen gerne beantworte.

Nach dem geschilderten Sachverhalt hat Ihnen der Besitzer des Hofes, der für das Vorgehen seines Mitarbeiters wie für ein anzunehmendes eigenes Verschulden einzustehen hat, Schadensersatz für Behandlungskosten zu leisten.

Es wurde offenbar gegen mehrere selbstverständliche wie gesetzlich regelmäßig vorgeschriebene Sicherheitsvorschriften verstoßen und Ihre Hund dadurch unmittelbar gefährdet und geschädigt. Dies war in jedem Fall bei den Bekämpfungsmaßnahmen auszuschließen.

Zum einen müssten schädigende Köder an Orten oder in Behältern ausgelegt werden, die für Haustiere oder Menschen unzugänglich sind.

Zudem sind die Köder deutlich zu markieren und die verwendeten Stoffe sichtbar anzugeben. Das wäre ohne weiteres möglich gewesen. Zudem wäre eine vorsorgliche Information an die Mieter unabdingbar gewesen.

Erschwerend kommt hinzu, dass dem Vermieter bekannt sein musste, dass sich Hunde und wohl auch andere Tiere im Bereich der Köder aufhalten.

Jede dieser (geringfügigen) Maßnahmen hätte eine Schädigung Ihres Hundes für sich verhindert.

Meines Erachtens war es aber schon fahrlässig, schädigende Stoffe im Bereich der Tierhaltung (Pferde) zu verwenden. Es gibt sehr wirkungsvolle biologische Stoffe, die für größere Tiere als Ratten und Mäuse ungefährlich sind. Sie trocknen das Tier nur aus. Diese Köder können auch offen ausgelegt werden.

Die Behandlungskosten sind ein unmittelbar verursachter Schaden und vollständig zu ersetzen. Gemäß §§ 832 (,831) BGB hat der Vermieter für die Schädigung einzustehen. Hat er die Maßnahme seinem Mitarbeiter in dieser Weise aufgetragen, haftet er unmittelbar. Sonst hat er für den Mitarbeiter als Verrichtungsgehilfen einzustehen.

Möglicher Weise haben der Eigentümer oder der Besitzer eine Vermieter-Haftpflichtversicherung, die evtl. für den Schaden einsteht. Es ist aber allein Sache des Schädigers, seine Versicherung umgehend zu informieren.

Leider geschehen solche leicht vermeidbaren „Unfälle“ mit Rattengift regelmäßig. In fahrlässiger Weise werden sogar Kinder gefährdet.


Rechtsanwalt Stefan Musiol
Fachanwalt für Gewerblicher Rechtsschutz

Ergänzung vom Anwalt 08.09.2009 | 15:06

eine Korrektur: der Gesetzesverweis lautet §§ 823 (831) BGB

Ergänzung vom Anwalt 08.09.2009 | 16:23

Zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche sollten Sie Ihren Vermieter vielleicht zunächst zum Ersatz persönlich auffordern und auf eine evtl. Haftpflicht aufmerksam machen. Ein Reithof kommt an sich nicht ohne Versicherung aus.
Reagiert er nicht oder verweigert er den Ersatz, empfehle ich die Beauftragung eines Rechtsanwalts zur Durchsetzung, notfalls gerichtlichen Durchsetzung der Ansprüche.

Bewertung des Fragestellers 10.09.2009 | 09:47

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