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Hund beisst Katze: Gefährlich laut LHundG?


| 21.06.2007 14:33 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Ein Hund beisst eine Katze. Zählt er damit als "gefährlicher Hund" im Sinne des Landehundegesetzes Rheinland-Pfalz ("Als gefährliche Hunde im Sinne des Gesetzes gelten ...Hunde, die sich als bissig erwiesen haben"). Da 99% aller Hunde "etwas gegen Katzen haben", würde dies bedeuten dass 99% aller Hunde als gefährlich i.S.d.G. gelten!?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Allein aus dem Umstand, dass ein Hund eine Katze beißt, kann nicht der Schluss gezogen werden, dass dieser „gefährlich“ im Sinne des Landeshundegesetzes ist. Ein solches Verhalten kann durchaus als typisch angesehen werden, etwa weil der Hund sein Revier als durch ein kleineres Tier (Beuteschema) „verletzt“ angesehen hat. Anders wäre dies zu beurteilen, wenn sich der Hund festbeißt und die Katze so tötete.

Ein Biss gegen eine Katze spricht nicht dafür, dass auch eine Bissigkeit gegenüber Menschen vorliegt. Nach dem LHundG muss auch noch hinzutreten, dass der Hund durch sein Verhalten gezeigt haben, dass er Wild oder Vieh hetzt oder reißt, in aggressiver oder Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen hat oder eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder andere in ihrer Wirkung vergleichbare Eigenschaft entwickelt hat.
Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.06.2007 | 16:28

Vielen Dank für Ihre Antwort. Um genau zu sein, es waren zwei Hunde. Diese haben dummerweise eine Katze "erwischt". Der eine hat die Katze von links mit dem Maul gezogen, der andere von rechts.
Die Hunde haben auf Zuruf dann von der Katze abgelassen, diese hat jedoch schwere Verletzungen erlitten und musste behandelt werden. Sie wurde jedoch nicht getötet.
Die Hunde hetzen oder reissen auch kein Wild oder Vieh, sie sind in diesem Bereich sogar extrem folgsam (Reh in 2m Entfernung ohne Leine - Kein Problem) und sie sind äußerst menschen- und kinderlieb. Gilt Ihre Argumentation immer noch?

Nachfrage vom Fragesteller 21.06.2007 | 16:32

..ach ja. Die Aufzählung laut LHundG:
1. Hunde, die sich als bissig erwiesen haben,
2. Hunde, die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie Wild oder Vieh hetzen oder reißen,
3. Hunde, die in aggressiver oder Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben, und
4. Hunde, die eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder andere in ihrer Wirkung vergleichbare Eigenschaft entwickelt haben.

...bedeutet diese (aufgrund des "und" unter 3.), dass alle Punkte erfüllt sein müssen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.06.2007 | 17:53

Die Voraussetzungen für die Gefährlichkeit müssen nicht alle erfüllt sein, es genügt nur ein Merkmal.

Ob dies aber im fall der zwei Hunde gilt, erscheint zweifelhaft, da diese einem Instinkt (Jagd im Rudel auf ein Tier im Beuteschema) gefolgt sein können. Wenn die Hunde ansonsten erzogen sind und keine Bedrohung darstellen, wird man sie nicht als gefährlich einstufen können.

Im Detail ließe sich die Sache erst nach Akteneinsicht und Kenntnis aller weiteren Umstände beurteilen, hier kann nur eine erste Einschätzung abgegeben werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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