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Hund Verkauft neuer Eigentümer will hund nach zwei Tagen wieder zurück geben

| 26. Mai 2010 13:24 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


bitte um hilfe wir haben einen 4 monaten alten mix hund verkauft für 140 euro wir teilten der dame mit das sie noch viel lernen muss und wir sie nur abgeben da ich eine allergie etwickelt habe , wir teilten ihr auch mit das wenn der hund sich freut anfängt zu pisseln aber wenn mann sie links liegen läst bis die große freude vorbei ist kommt es nicht vor die frau war schon bei abholung des hundes ganz komisch aber ich dachte mir dabei nichts weiter nun schrieb sie uns eine email in der sand

ich sollte heute berichten wie es der süssen Maggi geht. Also schreibe ich was darüber, hätte gerne angerufen aber ich bin so verzweifelt und gleichzeitig ziemlich aufgebracht dass ich erstmal doch lieber schreibe.

Als erstes etwas positives und schönes; die kleine ist wirklich so süss, vespielt und berschmußt. Sie war brav während der Fahrt und auch Zuhause, hat schön gefressen und geschlafen. Sie hat alles erkundet, wollte spielen und gestreichelt werden, hat die Nähe gesucht und man konnte wirklich denken dass sie sich bei uns wohl fühlt..

.. und jetzt kommt das weniger postives und überhaupt nicht schönes; dass ein Welpe paar Tröpfchen vor Freude oder Angst verliert, kann man eine Zeit lang als "normal" bezeichnen.. und es vergeht auch mit der Zeit..

Dass aber ein Welpe fast nie draussen auf der Wiese "Pippi" macht, egal wie lange man mit ihm spaziert ist alles andere als normal. Ich habe einem Tierarzt und einem Hundetherapeuten das erzählt und beide haben gesagt dass es davon kommt dass die kleine leider lernen musste für einen Welpen viel zu viele Stunden mit einer vollen Blase auszuhalten dass sie eben auch wenn man mit ihr öfter geht nicht "piseln" will. Da die Blase aber trotzdem voll ist lösst sich bei Freude der Druck und dann kommt alles raus. Beide haben dies als Tierquälerei bezeichnet wodurch sich ein Verhaltensmuster entwickelt hat, der nur sehr schwer oder gar nicht weg zu bekommen ist. Ein Welpe muss viel trinken und gleichzeitig auch sehr oft auf die Wiese zum "piseln" gebracht werden. Beide haben mir geraten den Hund Ihnen zurück zu bringen bzw. etwas zu unternehmen.. Auf jeden Fall sollte ich mir das alles nicht antun..

Sie sind so eine nette Familie, ich habe mich einfach gefreut dass die kleine von lieben Menschen kommt und ich will auch niemandem was böses. Ich habe durch die schlimme Krankheit und den Verlust meiner geliebten Hündin schon genug durchgemacht . Wollte einfach eine Hundi ein liebevolles Zuhause mit allem was dazu gehört schenken. Jetzt stehe ich da und bin noch mehr verzweifelt und enttäuscht.. Ich will Ihnen keine Vorwürfe machen aber ich kann es nicht so hinnehmen. Ich hoffe dass sie die kleine zurück nehmen und ich nichts mehr unternehmen muss. Ich will weder dem Hund noch uns es zumuten uns aneinander zu gewöhnen um sich dann bald sowieso trennen zu müssen. Setzten Sie bitte wieder eine Anzeige rein, und sagen Sie bitte den Leuten aber die ganze Wahrheit, dass es eben kein "normales "Piseln" vor Freude ist, der mit der Zeit verschwindet sondern ein richtiger Schaden, den man vielleicht nie wieder weg bekommt. Es gibt vielleicht auch Leute die sowas auf sich nehmen würden. Es gibt auch Leute die gleich mit "scharfen Waffen" schießen.

Es tut mir Leid dass es so gekommen ist, ich hätte es mir wirklich von Herzem anders gewünscht. Sonst hätte ich es nicht gemacht. Es war für mich auch viel Geld und der Weg war auch nicht gerade der kürzerster..

Bitte melden Sie mir so schnell wie möglich wann wir die kleine bringen können.

Gruss

Traurige und enttäuschte

Maggie

dies email schrieb sie uns mein mann ist nicht berufstätig und der hund hat immer beim gassi gehen gemacht ich verstehe die welt nicht mehr
leider kann ich sie nicht zurück nehmen wegen meiner allergie wir waren froh das jetzt bei mir eine besserung eintretten kann .aber jetzt sollen wir sie wieder zuruck nehmen
der hund kann nix mit der blase haben da sie regelmässig bei uns drausen war und auch immer ihre sachen gemacht hat ohne probleme bitte um hilfe wie ist die rechslage jetzt muss ich ihn zurücknehmen habe der frau alles erzählt was wir über den hund wusten und ich hatte auch noch eine stunde bevor sie ihn überhaubt geholt haben telefoniert und auch da habe ich ihr alles erzählt und sie sagte zu mir ein jungen hund kann mann noch viel lernen das wäre kein problem für sie .wir haben kein kaufervertag geschlossen also nix schriefliches

mit freundlichen grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,


ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten will:

Auf Tiere werden gemäß § 90 a BGB die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend angewendet.Der Verkäufer hat dem Käufer die Sache- hier den Hund- fei von Sachmängeln zu verschaffen, § 433 Abs. 2 BGB .

Dem Käufer eines mangelbehafteten Tieres stehen grundsätzlich die kaufrechtlichen Gewährleistungsrechte auf Nachbesserung, Rücktritt, Minderung und Schadensersatz zu.

Liegt ein Mangel vor, so muss dieser bereits bei Gefahrübergang bestanden haben. Der Gefahrübergang findet beim Kauf gemäß § 446 BGB grundsätzlich mit der Übergabe statt.

Der Mangel, also das Piseln, lag in Ihrem Fall bereits bei Gefahrübergang vor. Jedoch haben Sie den Käufer mehrmals darauf hingewiesen. Die Rechte des Käufers wegen eines Mangels sind gemäß § 442 BGB ausgeschlossen, wenn er bei Vertragsschluss- welcher übrigens auch mündlich erfolgen kann- den Mangel kennt.
Hier wird der Käufer aber möglicherweise geltend machen, dass es sich um ein Blasenproblem handelt, von dem ihr nichts mitgeteilt wurde.
Beim Tierkauf finden die Regelungen des Verbrauchsgüterkaufs Anwendung. In dem Fall liegt gemäß § 476 BGB eine Beweislastumkehr vor, d.h. wenn sich innerhalb von sechs Monaten ein Mangel aufzeigt, müssten Sie beweisen, dass dieser Mangel nicht bei Gefahrübergang vorlag, was in Ihrem Fall sehr schwer sein dürfte.

Zusammenfassend ist folgendes zu sagen. Handelt es sich lediglich um ein Piseln, worauf Sie die Käuferin auch aufmerksam gemacht haben, müssen Sie den Hund nicht zurücknehmen. Sollte es sich aber tatsächlich um ein schwerwiegenderes Blasenproblem handeln, so wird die Beweislast bei Ihnen liegen, dass diese Schwäche noch nicht vorlag, als der Hund noch bei Ihnen war.

Ich hoffe,ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen.Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Arzu Ceylan
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 4. Juni 2010 | 10:41

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