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Hotelstornierung messehotel24.de???


| 16.02.2007 08:45 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Morgen!

Bei uns hat sich gestern folgendes Problem ergeben:

Ich habe gestern für mich und meinen Freund um ca 14.30 h bei messehotel24.de ein Hotelzimmer zur BAUMA 2007 reserviert. (26.04.2007-30.04.2007=4 Nächte)

Etwa eine halbe Stunde später bekamen wir eine Bestätigungsemail
mit folgendem Inhalt:
"Ihre Buchung ist ok, anbei finden Sie die entsprechende Rechnung". Rechnung im Anhang, zahlbar sofort.

Fast zeitgleich erhielt ich von meiner Mutter einen Anruf, dass Sie wieder erwarten unsere Tochter für den Zeitraum der Messe nicht betreuen kann, da Sie Urlaubssperre bekommen hat.

Also schrieb ich umgehend auf diese Bestätigungsmail zurück, dass die Buchung storniert werden solle.

Danach rief mich der Inhaber von messehotel24 -Herr Gebauer- an und schrie mich fürchterlich am Telefon an, dass so ein Verhalten ja wohl eine Frechheit wäre, dass die Buchung keinesfalls rückgängig gemacht wird und sie Ihre Forderung -notfalls gerichtlich- geltend machen würden. Dann legte er einfach auf.

Dannn rief ich direkt im Hotel an. Dort wurde für uns speziell kein Hotel reserviert, deswegen konnte ich dort auch keine Stornierung vornehmen. Wenn wir direkt im Hotel gebucht hätten, hätten wir aber stornieren können, da die Fristen, auf die sich Herr Gebauer bezieht (Letzter Stornotermin des Hotels 15.10.2006 und letzter Zahlungstermin des Hotels 02.01.2007 für Ihn als Vermittler gelten und nicht für uns. Es ist sein Risiko)

Ich wartete ein paar Minuten ab und rief Ihn zurück. Ich wollte wissen, warum es mit der Stornierung nicht gehen würde, er wurde wieder ungehalten und brüllte ins Telefon, dass er uns gerade eine e-mail schreibt uns es dazu auch nichts mehr zu reden gäbe.

Dann erhielten wir die e-mail, mit folgendem Inhalt:
"die Stornierung ist nicht mehr möglich. Der Stornotermin des Hotels war der 15.10.2006, wir halten die Zimmer auf eigenes Risiko. Die Zimmer wurden von uns bereits am 02.01.2007 voll bezahlt. Da Sie in Ihrem Fax die Hotelnummern laut unserer Liste angegeben haben, gehen wir davon aus, daß Ihnen die Bedingungen laut Seite 1 der Liste bekannt sind. Wir bestehen zunächst auf unserer Forderung, werden uns aber, das Zimmer anderweitig zu belegen. Dies dürfte ggf. mit der letzten Nacht schwierig werden, da diese nach der BAUMA ist. Sollte das Zimmer anderweitig noch belegt werden, fallen auf jeden Fall unserer Gebühren in Höhe von € 27,- an."

Nun meine Frage:

Wenn doch zwischen Buchung und Stornierung gerade mal eine Stunde lagen, kann doch weder Herr Gebauer noch dem Hotel ein Nachteil entstanden sein. Ist eine Stornierung wirklich nicht möglich? Ich bot Herrn Gebauer sogar an, ihm eine Gebühr für die Stornierung zu zahlen. Müssen wir jetzt wirklich über 1000,-€ für das Hotel zahlen, obwohl wir gar nicht nach München fahren können?

Hinzu kommt, dass ich zwar das Hotel über unsere Firma gebucht habe, wir aber privat gezahlt hätten und ich auch gar nicht befugt bin im Namen der Firma zu handeln, bzw. Verträge abzuschließen. Diese Befugnis hat nur mein Freund als Geschäftsführer.

Was können wir jetzt tun?

Bitte um Rat.

freundliche Grüße

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Sehr geehrte Ratsuchende,


eine Stornierung ist zwar möglich, allerdings verbleibt es bei dem Zahlungsanspruch der Gegenseite. Dieses ergibt sich daraus, dass Verträge nun einmal eingehalten werden müssen und ein Widerrufsrecht - sofern es nicht ausdrücklich vertraglich vereinbart worden ist - eben nur in einigen Ausnahmefällen besteht, die hier aber nicht eingreifen.

Allerdings wird die Gegenseite sich hier in der Tat ersparte Aufwendungen anrechnen lassen müssen, die derzeit von der Rechtsprechung pauschal mit 20% angesetzt werden. Dieses würde dann aber bedeuten, dass von Ihnen 80% des Preises zu zahlen wären.

Dabei bleibt Ihnen aber die Option offen, den Nachweis zu führen, dass das Zimmer HÄTTE anderweitig vermietet werden können, so dass Sie diesen Pauschalbetrag erschüttern können (es bei einem Prozess aber auch beweisen müssen).


Hier sollten Sie also auch in Ihrem Interesse eine einvernehmliche Lösung herbeiführen, auch wenn es aufgrund des Verhaltens der Gegenseite wohl schwer sein könnte. Wenn diese jedoch schon signalisiert, mit einer Bearbeitungsgebühr einverstanden zu sein, sollten Sie hier einmal versuchen, den Betrag (ohne Anerkennung einer Rechtspflicht zur Abgeltung aller Ansprüche) zu überweisen. Dazu würde ich auf jeden Fall raten, da nun die Gegenseite in der Pflicht wäre, dieses abzulehnen.


Dass Sie und nicht Ihr Freund die Buchung vorhgenommen hat, ist insoweit irrelevant, da ja nach Ihrer Schildung dieser damit einverstanden gewesen ist, so dann nach den Voraussetzungen der Anscheins-/Duldungsvollmacht diese Erklärung wirksam ist. Auch selbst, wenn man dieses verneinen sollte, wären SIE persönlich dann in der Haftung.




Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 16.03.2007 | 11:08

Guten Tag Herr Bohle!

Ich habe nun am 22.02.2007 die Stornogebühr überwiesen.
Bislang haben wir auch keine Zahlungserinnerung oder dergl. erhalten.

Ist nun die Gegenseite dazu verpflichtet binnen einer festgelegten Frist, diese Stornogebühr abzulehnen?
Oder gilt sie bspw. nach 30 Tage als angenommen, wenn man uns nicht schriftlich anderes mitteilt oder uns nochmal zur Zahlung auffordert? Die ursprüngliche rechnung ist schliesslich von Mitte Febr.!

Oder ist es besser wenn ich nochmal nach frage ob es damit wirklich erledigt ist?

Nicht das man uns hinterher 2 Tage vorher auffordert anzureisen etc. (was gar nicht möglich wäre...)

Für Ihre Rückmeldung danke ich jetzt schon recht herzlich.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.03.2007 | 11:15

Sehr geehrte Ratsuchende,


wenn Sie die Überweisung als Stornogebühr deklariert hat, obliegt es nun der Gegenseite, innerhalb angemessener Frist tätig zu werden. Da dieses bisher nicht geschehen ist, wird mit der widerspruchslosen Entgegennahme der Leistung der Vorgang beendet sein.

SIE sollten daher keinesfalls mehr tätig werden. Meldet sich die Gegenseite doch noch, kontaktieren Sie mich einfach.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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