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Hotelkosten wurden gegenüber der Reisebestätigung verdoppelt

08.06.2015 11:58 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Hallo,

ich habe folgendes Problem im Bereiche Reiserecht.

Ich organisiere seit einigen Jahren für einen örtlichen Verein in dem ich auch Mitglied bin jährlich einen mehrtägigen Ausflug. Dieses Jahr waren wir mit insgesamt 9 Personen vom 04. Bis 06.06.2015 in Traunstein.

Von einer Mitarbeiterin des Hotels wurde ein uns Preis für 5 Zimmer von 410,- € bestätigt. Bei der Abreise wurden mir dann Rechnungen mit einer Summe von 820,- € gedruckt. Trotz Vorlage des Buchungsbestätigung auf der die 410,- € klar festgeschrieben waren, ließ sich das Hotel nicht auf den Preis ein und verwies auf einen Fehler durch den Azubi.

Da wir auf unseren gebuchten Zug mussten, habe ich die Rechnungen unter Vorbehalt bezahlt und dies auch auf diesen schriftlich vermerkt und durch die Angestellte im Hotel unterschreiben lassen.

Welche Rechte haben wir nun zur Erstattung der Mehrkosten?

Über Ihre Rückmeldung freue ich mich und bedanke mich im Voraus.

Gruß Benjamin Allgaier

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:
Zunächst einmal ist mit der Buchungsbestätigung ein rechtswirksamer Vertrag zwischen Ihnen und dem Hotel zustande gekommen, und zwar zu dem bestätigten Preis von 410.-- Euro
Verträge sind auch grundsätzlich zu halten.
Wurde aber bei der Buchung versehentlich ein falscher Preis angegeben, könnte das Hotel den Hotelpreis wegen "Erklärungsirrtums" gem. § 119 BGB anfechten. Ein solcher Irrtum wird angenommen bei bloßem Versprechen oder Verschreiben.
Die Frage ist nur, ob hier ein " Erklärungsirrtum " oder vielmehr ein umbeachtlicher, d.h. zur Anfechtung nicht berechtigender Kalkulationsirrtum vorliegt.
Ein solcher Kalkulationsirrtum wird angenommen, wenn der Erklärende, hier das Hotel , genau das erklärt hat, was es erklären wollte , sich aber verrechnet hat.
Wird Ihnen als Erklärungsgegner aber nur das Ergebnis der falschen Berechnung , also der falsche Hotelpreis, mitgeteilt, ohne dass die fehlerhafte Kalkulation für Sie erkennbar war, ist der Irrtum umbeachtlich mit der Folge, dass eine Anfechtung ausgeschlossen ist.
Eine Frage ist noch, ob man Ihnen vorhalten könnte, dass ein Berechnungsfehler wegen eines krassen Missverhältnisses von Preis und Leistung für Sie hätte offensichtlich sein müssen.
Das Bestehen auf dem niedrigeren Hotelpreis wäre in diesem Fall u.U.ein Verstoß gegen Treu und Glauben.
Sie haben zwar zum gebuchten Hotel keine Angaben gemacht, 5 Zimmer in der Vorsaison zum Preis von 410.-- Euro für 2 Nächte erscheint mir jedoch nicht von vornherein ein krasses Missverhältnis zwischen Preis und Leistung darzustellen.
Nach meiner Einschätzung der Rechtslage sollten Sie, da Sie die " Überzahlung" nur unter Vorbehalt geleistet haben, diese gem. § 812 BDB zurückfordern.
Dies sollte schriftlich geschehen unter Nennung einer bestimmten Frist bis zum…
und sollte als Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Mein Rat wäre weiter, einen ortsansässigen Rechtsanwalt mit der Angelegenheit zu beauftragen.
Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und Ihnen eine rechtliche Orientierung gegeben zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

Lucia König
Rechtsanwältin


Ergänzung vom Anwalt 08.06.2015 | 17:38

Sehr geehrter Fragesteller,

da es nach Ihrer Schilderung für die reservierten Zimmer sogar zwei verschiedene Reservierungsbestätigungen gab, die von der Häfte des in Rechnung gestellten Preises ausgehen, dürfte es sich wohl kaum um ein " Verschreiben " handeln und Ihnen damit ein Rückzahlungsanspruch auf die unter Vorbehalt geleistete Überbezahlung zustehen.

Falls Sie sich zu einem Einschreiben mit Rückschein entschließen sollten, empfehle ich, das Kuvertieren des Briefes unter Zeugen vorzunehmen und sich schriftlich von diesem bestätigen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Lucia König
Rechtawältin

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