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Hotelkategorie falsch

09.05.2008 10:28 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin als Busreiseveranstalter tätig und habe eine Pauschalreise bei einem Packetreiseveranstalter und Hotelvermittler gebucht.
Laut Angaben dessen, sollten sich die Unterkünfte in seinem eigenen 3*** Haus befinden oder in gleichwertigen Vertragshäusern.
Ich hatte für 22 Personen inklusive Busfahrer und Reiseleiter gebucht. 9 Doppelzimmer (18 Pax) und 4 Einzelzimmer.Ich habe dafür einen Hotelgutschein bekommen den ich dann in dem Vertragshotel einlösen sollte. Bei Ankunft konnte allerdings ein Einzelzimmer von einer Dame nicht genuzt werden, da dieses in einem katastrophalen Zustand war und eine herausgebrochene Schranktür eine Unfallquelle darstellte. Diese wurde auch per Foto festgehalten. Da keine weiteren Zimmer vorhanden waren, mußte die Dame das Angebot des Hotels annehmen in ein belegtes Doppelzimmer meiner Gruppe in Form einer Aufbettung zu Übernachten. So dass,aus einem Doppelzimmer und einem Einzelzimmer ein Dreibettzimmer wurde. Dies habe ich auf dem Hotelgutschein geändert, da dieser Zustand auch nicht bis Reiseende behoben wurde.(5 Tage)Desweiteren gab es massive Beschwerden über die Größen der Zimmer und das Gäste über das Bett klettern mußten um ans Fenster zu gelangen. Nach den errechneten m² der Zimmer haben diese noch nicht einmal die 2** Kategorie erfüllt.
Weiterhin war in dem Reisepaket eine Schifffahrt inklusive Abendessen welches vom Packetveranstalter mir mit in Rechnung gestellt wurde, so dass ich davon ausgehen mußte, dass dieses Essen auf dem Schiff schon bezahlt sei. Auf dem Schiff wusste man von dem besagten Packetveranstalter, allerdings war kein Essen bezahlt und per Karte war nicht möglich so das ich mir das Geld ausborgen mußte von den Gästen. diese Peinlichkeit hätte ich mir gern erspart. Auserdem wurden bei einem Zwischenstop in einer Gaststätte von dem Packetreiseveranstalter ein Snack und Wein angeboten und per Gutscheine Verkauft. Allerdings zu einem höheren Preis als es in der Karte, die auf den Tischen stand, ausgezeichnet war. Was meine Gäste natürlich ärgerlich machte und auf mich zurückgeführt wurde.
Neben der Tatsache, das mir frecherweise alle 4 Einzelzimmer mit dem Einzelzimmerzuschlag von p.P. 50,-€ in Rechnung gestellt wurden und der gegnerische Anwalt seit Oktober 2007 ein Rechenproblem hat um zu begreifen das ein Doppelzimmer und ein Einzelzimmer wegfällt und dafür ein Dreibettzimmer berechnet
werden müßte, habe ich noch das Problem das sein Mandant angeblich nicht dazu verpflichtet sei, zu prüfen ob das Hotel wirklich 3*** komfort bietet welches er als Vertragshaus anbietet.
Meine Frage: Wie ist dazu die rechtliche Lage und in wie fern kann ich hier Schadenserzatz fordern ,da die Dame die ihr Einzelzimmer nicht nutzen konnte ja auch Reisepreisnachlass von mir fordert. Von dem Imageverlust ganz zu schweigen, die Stammkunden die diese Reise bei mir gebucht haben , buchen nie wieder.
09.05.2008 | 11:34

Antwort

von


(416)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte.

Sie haben mit dem Reisepaket- und Hotelvermittler einen Geschäftsbesorgungsvertrag/ Reisevermittlungsvertrag gem. § 675 BGB geschlossen.
Daher können Sie hier Schadenersatzansprüche gem. § 280 BGB geltend machen, sofern der Vertrag nicht ordnungsgemäß eingehalten wurde.

1. Hotelkategorie:
Aus Ihren Angaben wird leider nicht ersichtlich, ob eine 3*** Unterbringung vertraglich vereinbart war.
War diese Hotelkategorie vertraglich vereinbart und wurde nur eine 2** Kategorie angeboten, so können Sie hier den Preis mindern bzw. Schadenersatz gem. § 280 BGB verlangen.

Aber auch, wenn der Vertrag nicht explizit diese Vereinbarung enthält, sondern diese vom Reisevermittler "nur" zugesichert wurde, können Ersatzansprüche geltend gemacht werden.
Dann müßten Sie auf das Vorhandensein dieser Eigenschaft besonders vertraut haben.

Hier haben Sie nach Ihren Angaben auf die Unterbringung in einem Hotel mit einer 3***Ausstattung vertraut.

Zugesichert ist die Eigenschaften dann, wenn der Reisevermittler ein Leistungsversprechen für das Vorliegen der Hotelkategorie abgegeben hat, aus dem Sie folgern durften,dass das Vorhandensein der Eigenschafte 3*** garantiert sei.
Dies wäre insbesondere dann der Fall, wenn Hotelkategorie und Größe/ Ausstattung der Zimmer in einer Vertragsbestätigung enthalten wären.

Der Einwand, der Hotelvermittler sei nicht verpflichtet, die Hotelkategorie zu prüfen, geht ins Leere.
Schließt der Vermittler einen Vertrag über die Vermittlung von 3*** Häusern ab, so muß er auch 3***Häuser als Vertragsleistung bieten.
Mängel der Hotelkategorie muss er sich anrechnen lassen.


2. Zimmerverteilung:
Bei dem Hotelvermittler wurden 9 DZ und 4 EZ gebucht.
Tatsächlich standen jedoch nur 8 DZ, 3 EZ und 1 Dreibettzimmer zur Verfügung.
Da die Zimmerverteilung vertraglich zugesichert und insbesondere auf dem Hotelgutschein vermerkt war, sind hier Schadensersatzansprüche gem. § 280 BGB geltend zu machen.
Diese Schadensersatzansprüche bewegen sich in einer Größenordnung von bis zu 25 % des Reisepreises, wenn statt einem Einzelzimmer nur ein Dreibettzimmer zur Verfügung stand.
Stand statt einem Doppelzimmer nur ein Dreibettzimmer zur Verfügung, so sind die Schadensersatzansprüche laut Frankfurter Tabelle für Reisemängel in einer Höhe von 20-25 % zu bemessen.
Entscheidend für die Höhe des Schadenersatzanspruches ist dabei auch, ob sich plötzlich einander fremde Personen in der Lage befanden, sich ein Zimmer teilen zu müssen.

3. Schiffahrt mit Abendessen:
Laut Ihren Angaben enthielt der von Ihnen geschlossene Vertrag mit dem Reisevermittler eine Schiffahrt inklusive Abendessen. Auch hier sind wieder die Vertragsunterlagen entscheidend.
Ist aus den Vertragsunterlagen ersichtlich, dass das Abendessen inklusive sein sollte, so ist hier ein Schadenersatz in Höhe der von Ihnen getätigten Rechnung gem. § 280 BGB geltend zu machen.

4. Snack-Gutscheine:
Hat der Vermittler Ihnen den Zwischenstopp inklusive Snack, etc als Vertragsleistung verkauft, so muss er diese Vertragsleistung auch ordnungsgemäß erbringen.
Hier ist insbesondere von Bedeutung, was zwischen Ihnen hinsichtlich der Gutscheine vereinbart wurde.
Sollten die Gutscheine den Preis der angebotenen Snacks, etc. lediglich mindern, so ist kein Schadenersatz geltend zu machen.
War jedoch vereinbart, dass Snack, etc. komplett per Gutschein zu zahlen gewesen wären, so könnten Sie hier ebenfalls Schadenersatzansprüche gegen den Vermittler geltend machen.


Ich hoffe, Ihre Fragen zunächst beantwortet zu haben.

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