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Hotelgutschein

03.07.2006 09:00 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm


Hallo,

Folgender Sachverhalt:

Im April 2003 haben wir zur goldenen Hochzeit unserer Eltern einen Hotelgutschein über 231,24 bei einem 4-Sterne Hotel im Schwarzwald gekauft.
Unsere Eltern wollten nun den Kurzurlaub antreten und einen entsprechenden Termin buchen.
Leider teilte man ihnen mit, daß es einen Eigentümerwechsel gegeben hätte und der Gutschein ungültig wäre.
Es ist dem Hotel unmöglich den bezahlten Gutschein einzulösen!

Hier nun meine Frage: Wie sieht hier die Rechtslage aus? ist ein Gutschein auf den Betreiber oder auf die Leistung bezogen? Da ich keine Lust habe dies hinzunehmen, möchte ich den Gutschein in Bargeld wandeln, wie muß man hier vorgehen?

Besten Dank!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Ihr Anspruch besteht gegen Ihren Vertragspartner. Dieser ist – soweit das Hotel nicht mit allen bestehenden Verbindlichkeiten übernommen wurde – gegen den ehemaligen Betreiber. Insofern müssen Sie sich an Ihn halten. Möglicherweise wäre hier auch an einen Schadensersatzanspruch wegen des unnötig angetretenen Urlaubs Ihrer Eltern zu denken.

Fordern Sie ihn zur Rückzahlung des entsprechenden Betrages unter Fristsetzung (10 Tage) auf, aus Beweiszwecken mit Einschreiben/Rückschein.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de

Nachfrage vom Fragesteller 03.07.2006 | 10:25

Hallo Herr Trimm,

besten Dank für die schnelle Antwort!

Nach einer kurzen Recherche im Internet, habe ich den ehemaligen Pächter mit Name und Anschrift gefunden.
Er betreibt nun ein Hotel in Bad Karlshafen. Eine Wandlung des Gutscheins in Form einer Überweisung schließt er aus!
Vielmehr möchte er den Gutschein auf das Hotel in Bad Karlshafen (irgendwo im Norden) übertragen. Diese Lösung wurde von mir nicht akzeptiert!
Wie kann ich eine Rückzahlung des Gesamtbetrags erzwingen?



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.07.2006 | 10:37

Natürlich müssen Sie sich auf das Angebot des Pächters nicht einlassen. Dehalb schreiben Sie ihn wie oben ausgeführt an (Zahlungsaufforderung, Fristsetzung, etc.). Kündigen Sie an, nach Fristablauf einen Anwalt einzuschalten. Die Kosten für den Anwalt muss der Gegner dann als Verzugsschaden übernehmen.

RA Timm

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