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Hotel verweigert Reisepreisminderung wegen Mängel


07.03.2007 15:15 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht



Vor 2 Wochen war ich für 3 Nächte in einem 4-Sterne-Hotel an der Ostsee. Gebucht habe ich bereits 12/2006 über eine Hotline des Hotels, das Angebot für das Arrangement (das neben den Übernachtungen Frühstück, zwei Wellnessgutscheine, ein Candlelight-Dinner sowie 2 Saunatücher enthielt) war in einem Info-Blatt der Berliner Sparkasse. Einzige Zahlungsbedingung: Zahlung per Kreditkarte der Berliner Sparkasse.
Vor Ort stellte ich bedeutsame Mängel im Hotelbereich fest, die trotz meiner Beschwerde nicht behoben wurden. Alle Doppelzimmer waren durch eine Verbindungstür miteinander verbunden (bedarfweise als Familienzimmer nutzbar). Nachteil: selbst bei Unterhaltungen in normaler Lautstärke war jedes Wort des Nachbarn zu hören, außerdem gelangte Zigarettenrauch durch die Ritzen in den Türen. Da das Haus ausgebucht war, konnte man mir trotz meiner Beschwerde keinen Zimmerwechsel anbieten, eine Matratze (!!!) wurde zwischen die Türen gestellt, natürlich ohne Erfolg. Zudem fiel am zweiten Aufenthaltstag eine der drei Saunen des "Wellnesshotels" aus, eine Reparatur erfolgte trotz meiner Nachfrage bis zu meiner Abreise nicht. Meine Bitte, die Problematik mit der Geschäftsleitung zu besprechen, wurde von den Rezeptionistinnen mit der Begründung abgelehnt, diese sei nicht im Haus (es war Wochenende), an den nächsten zwei aufeinanderfolgenden Tagen wurde ich wiederum auf den kommenden Tag vertröstet, um dann mit der gleichen Begründung abgewiesen zu werden.
Wieder zu Hause, habe ich in einem Telefonat mit der Geschäftsleiterin die Sachlage geklärt und wurde zur schriftlichen Darlegung zwecks Weiterleitung an die Rechtsabteilung aufgefordert. Dem bin ich nachgekommen. Heute erhielt ich eine schriftliche Antwort mit langatmigen Entschuldigungen, aber einer Ablehnung meiner Bitte einer finanziellen Kompensation der vorgefundenen Mängel. Begründung: "verschiedene Reiseveranstalter haben unterschiedliche Konditionen für eine bestimmte Anzahl am Kontingenten mit der Geschäftsführung vereinbart. Da die Preispolitik dieser Kontingente nicht von uns gestaltet wird, bitten wir um Verständnis, Ihnen keine Reisepreiserstattung anbieten zu können". Tatsache ist, ich habe über keinen Reiseveranstalter gebucht und es muß doch möglich sein, einen Teil (der leider am Abreisetag von mir bezahlten) entstandenen Kosten erstattet zu bekommen, ohne einen Rechtsstreit zu beginnen!
Mit welchen Argumenten begründe ich eine Antwort auf das Schreiben, in dem ich erneut eine Teilerstattung fordere?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchernde(r),

Ich bedanke mich für Ihre Anfrage.

Zu klären ist hier, ob die von Ihnen beschriebenen aufgetretenen Probleme Mängel im Sinne des BGB darstellen und gegen wen eventuelle daraus resultierende Ansprüche zu richten sind.

Emissionen, wie von Ihnen beschrieben, dürften Sie grundsätzlich im Rahmen einer Reklamation in einer prozentualen Minderung des Preises (grundsätzlich 10- 40 %) berechtigen. Inwieweit die ausgefallenen Saunen einen Grund darstellen, hängt davon ab, ob diese eine Angebotserweiterung darstellten und/oder damit Ihre Möglichkeit, die Wellnessanwendungen zu nutzen eingeschränkt war.

Das Hotel beruft sich nach Ihren Angaben (leider nur ein Auszug, der den Kontext nicht wiedergibt)nun darauf, Sie hätten über einen Reiseveranstalter gebucht, womit eine Haftung dessen und eine Anwendung des Reiserechtes in Frage kommt.
Dies ist hier mehr als fraglich-Reiseveranstalter ist, wer nicht nur als Reisevermittler oder als bloße Verkaufsstelle Reisen im Sinne des Reiserechts anbietet, so z.B. Reiseunternehmen, die eigene Reisen anbieten oder Reisebüros für von ihnen selbst zusammen gestellte Pauschalreisen. Es ist anzunehmen, dass die Berliner Sparkasse nur Werbepartner oder möglicherweise Reisevermittler war.
Um eine genauere Einschätzung der rechtlichen Beziehungen aller Beteiligten zu geben, müssten die Unterlagen dazu eingesehen werden. Aber auch die Tatsache, dass Sie beim Hotel selbst buchten, deutet darauf hin, dass das Hotel der eigentliche Leistungserbringer ist, gegen den Sie Ihre Ansprüche zu richten haben. Es waren zwar mehrere Leistungen zusammengefasst, jedoch alle waren Hotel intern und Hauptleistung war wohl dabei die Übernachtung.

So dass letztlich noch die Konditionen des Hotels (AGB etc.) interessant wären, inwieweit diese Mängelansprüche, Schadensersatz o.ä. regeln.

Vorbehaltlich, dass keine anderen Umstände, wie von Ihnen beschrieben, hinzukommen, stellen Sie sich auf den Standpunkt, dass das Hotel Ihr Vertragspartner und Leistungsträger der Reise ist, Mängel offensichtlich vorlagen, diese von Ihnen reklamiert wurden und zumindest eine Teilerstattung damit gerechtfertigt ist.

Da diese Beratung jedoch nur anhand eines kurzen Auszuges aller Unterlagen stattfinden kann, empfehle ich Ihnen, einen Kollegen von Ort aufzusuchen, der Ihnen anhand Ihrer Unterlagen eine umfassende Einschätzung geben kann.
Weiterhin muss ich Sie darauf hinweisen, dass, sollte doch eine Reiseveranstaltereigenschaft bei einer Partei vorliegen, Ansprüche gegen diesen generell 1 Monat nach dem Datum des Tages der Reiserückkehr geltend gemacht werden müssen. Maßgeblich ist dann nicht der Tag an dem Sie tatsächlich von ihrer Reise zurückkehren, sondern der Rückreisetag, der in Ihren Reiseunterlagen als solcher bezeichnet ist. Innerhalb dieser Ausschlussfrist muss Ihre Reklamation beim Reiseveranstalter eingegangen sein!

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen dieser Beratung eine erste Orientierung in der Angelegenheit geben konnte und stehe Ihnen selbstvertsändlich noch im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Alexandra Hübsch, Rechtsanwältin
mailto@rechtsanwaeltin-huebsch.de

Ich bitte noch folgendes zu beachten:
Die Beratung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Es kann entsprechend den vorliegenden Bedingungen nur ein erster Überblick geboten werden, der eine abschließende, umfassende und verbindliche Anwaltsberatung nicht ersetzen kann. Der Umfang der Antwort steht weiterhin in Abhängigkeit zu Ihrem eingesetzten Honorar.

Nachfrage vom Fragesteller 08.03.2007 | 08:59

Meine Buchungsunterlagen sehen wie folgt aus:
Bestätigung per EMail durch das Hotel (Zentralverkauf mit Sitz in Hamburg, da das Hotel einer Kette angehört) direkt
Zimmer-Kategorie: DZ (Buchung via Forum Aktuell/Berliner Sparkasse)
Leistungen:Arrangement "Winterromantik Spezial" (bitte zahlen Sie vor Ort mit Ihrer Kreditkarte der Berliner Sparkasse)

Ist daraus zu ersehen, ob es sich hierbei bei der Sparkasse um einen Reiseveranstalter handelt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.03.2007 | 15:29

Wenn die Buchung über einen Dritten, hier "Forum Aktuell/Berliner Sparkasse geht", könnte dies tatsächlich der Fall sein. Natürlich sollte das für Sie offengelegt werden, so dass Sie erfragen sollten, wenn nicht sowieso im Brief erwähnt, wer nach Ansicht des Hotels der Reiseveranstalter ist. Sie haben insoweit einen Anspruch auf Auskunft.

Mit freundlichen Grüßen

Alexandra Hübsch, Rechtsanwältin

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