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Honorarvereinbarung nach HAOI 2013 mit einem Architekten


| 31.07.2017 13:13 |
Preis: 66,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Die Kostenschätzung ist als überschlägige Ermittlung der Gesamtkosten im Rahmen der Vorplanung regelmäßig Bestandteil der in der Leistungsphase 2 nach Anlage 10 zu § 34 HOAI 2013 zu erbringenden Leistungen. Sie ist nicht per se Wirksamkeitsvoraussetzung einer Honorarvereinbarung nach § 7 HOAI 2013.


Mein Mann unterschrieb im Mai 2017 eine Honorarvereinbarung nach HAOI. Es lag zu diesem Zeitpunkt keine Kostenschätzung vom Architekten vor. Ist diese Vereinbarung überhaupt rechtsgültig? Kann diese Vereinbarung sofort von meinem Mann gekündigt werden ohne dass der Architekt auch noch nicht erbrachte Leistungen in Rechnung stellen kann ?
31.07.2017 | 15:32

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

eine Prüfung der Wirksamkeit der Honorarvereinbarung nach § 7 HOAI 2013 setzt auf jeden Fall voraus, dass ich deren Inhalt kenne, da im Rahmen der Privatautonomie und dieser Vorschrift sehr viele Gestaltungen denkbar und möglich sind. Die Baukosten müssen dabei in der Regel noch nicht geschätzt werden. Die Kostenschätzung ist vielmehr als überschlägige Ermittlung der Gesamtkosten im Rahmen der Vorplanung regelmäßig Bestandteil der in der Leistungsphase 2 nach Anlage 10 zu § 34 HOAI 2013 zu erbringenden Leistungen.

Reichen Sie mir die Honorarvereinbarung zur näheren Untersuchung gerne noch herein. Allein die fehlende Kostenschätzung macht diese in der Regel ohne weitere Umstände nicht unwirksam.

Sofern Ihr Ehemann bereits einen Architektenvertrag abgeschlossen hat, was weiter zu prüfen wäre, unterliegt die Kündigung des Architektenvertrags der Regelung über die freie Kündigung des § 649 BGB. In der Tat könnte der Architekt danach auch die nicht erbrachten Leistungen abrechnen. Dabei wird vermutet, dass ihm 5 % der auf den noch nicht erbrachten Teil der Architektenleistung entfallenden vereinbarten Vergütung zustehen, § 649 S. 3 BGB.

Ihr Ehemann kann seinerseits jedoch Abzüge anbringen, wenn er insbesondere sogenannte Füll-Aufträge des Architekten nachweisen kann. Ihr Ehemann müsste nachweisen, dass der Architekt durch die freie Kündigung höhere ersparte Aufwendungen hat oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft vergleichbare Einkünfte erzielen kann.

Gelingt dieser Nachweis, so kann die Vergütung für nicht erbrachte Leistungen auf Null zu reduzieren sein.

Gerne stehe ich Ihnen für die weitere Klärung der Angelegenheit zur Verfügung. Nutzen Sie die Nachfragefunktion oder kontaktieren mich über meine auf meiner Profilseite angegebenen Kontaktdaten.

Mit den besten Grüßen

Dr. Andreas Neumann
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 31.07.2017 | 17:00


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 31.07.2017
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