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Honorarvereinbarung

| 26.05.2010 17:13 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Sohn (18) sitzt seit Februar diesen Jahres wegen Raub, räuberischer Erpressung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr in Untersuchungshaft. Im Juli wird es zur Verhandlung kommen. Wir als Eltern haben einen Anwalt zur Verteidigung beauftragt und ihn bis jetzt mit Stundensatzvereinbarung bezahlt, bis zum heutigen Tage bereits fast 12000 Euro. Das Gericht hat ihn für die Hauptverhandlung als Pflichtanwalt beigeordnet. Nun möchte der Anwalt aber mit uns nach den gesetzlichen Gebühren (Rahmengebühren des RVG) abrechnen. Da es sich vorraussichtlich um vier Verhandlungtage handelt und der Schaden ca.50000 Euro beträgt haben wir folgende Fragen.
1) Wie teuer wird vorraussichtlich die Verhandlung?
2) Was kann er alles in Rechnung setzen?
3)Warum will er nicht nach den niedrigeren Pflichtverteigerkosten abgerechnen?
Unsere Ersparnisse sind verbraucht und uns wäre natürlich lieber wenn er als Pflichtverteidiger die Sache weiterführt.
Wie können wir vorgehen?
Vielen Dank für eine Antwort

Sehr geehrte Fragenstellerin,

ich bedanke mich für Ihre Frage und hoffe Ihnen auf Basis Ihrer Angaben wie folgt weiterhelfen zu können:

Grundsätzlich bleibt erst einmal festzuhalten, dass sich in einem Strafverfahren die Kosten nicht nach dem Wert richten, die als Tatvorwurf im Raum stehen.

Soweit sich Ihr Verteidiger als Pflichtverteidiger hat bestellen lassen, rechnet der Anwalt grundsätzlich direkt mit der Staatskasse ab.

Für das Tätigwerden in Ihrer Sache steht dem Verteidiger zunächst einmal die Grundgebühr in Höhe von 132,00 € als Pflichtverteidiger und 30,00 bis 300,00 € als Wahlverteidiger zu.

Für die Tätigkeit im Verfahren bis zum Eingang der Klageschrift bei Gericht erhält der Pflichtverteidiger weitere 112,00 €, der Wahlverteidiger zwischen 30,00 und 250,00 €.

Für das Verfahren im erste Rechtszug erhält der Pflichtverteidiger weitere 112,00 €, der Wahlverteidiger zwischen 30,00 und 250,00 € als Verfahrensgebühr.

Hinzu kommt dann eine Terminsgebühr (pro Termin) bei denLandgerichten in Höhe von 151,00 € für den Pflichtverteidiger und 40,00 bis 337,50 € für den Wahlverteidiger, bei den Landgerichte.

Da in Ihrem Fall Ihr Sohn in Untersuchungshaft befindet erhöht sich die Gebühr etwas, wie Sie der u.g. Rechnung entnehmen können.
In Ihrem Falle wären für den RA als Pflichtverteidiger dann folgende Gebühren fällig:

162,00 € Grundgebühr
Ggf. 137,00 € für die Tätigkeit im Vorverfahren
137,00 € Verfahrensgebühr erster Rechtszug
4 mal 184,00 € Terminsgebühr (da Sie ja sagten es seien 4 Verhandlungstage angesetzt)

Gesamtbetrag: 1040,00 €

Unter Umständen kommen noch jeweils 92,00 € pro Termin hinzu, wenn die Hauptverhandlung mehr als 5 Stunden pro Termin betragen sollte.

Beachten müssen Sie, dass das die Gebühren sind, die der Verteidiger letzten Endes von seinem Mandanten, also Ihrem Sohn und nicht von Ihnen zu tragen sind. Ist Ihr Sohn vermögenslos, zahlt die Staatskasse.

Soweit Sie als Unbeteiligte mit dem Anwalt eine gesonderte Honorarvereinbarung haben, berührt dies die obigen Kosten aber nicht.

Die Frage, warum Ihr Anwalt nicht nach den Pflichtverteidigergebühren abrechnen will, zeigt die hohe Gebührendifferenz, letzten Endes steht es Ihnen aber hier völlig frei dieses Angebot des Verteidigers zu akzeptieren oder nicht.


Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Einblick* in die Rechtslage verschafft zu haben und stehe Ihnen jederzeit und ausgesprochen gern für (kostenlose) Rückfragen zur Verfügung!
Da wir bundesweit tätig sind, vertrete ich Sie auch gerne anwaltlich, wenn Sie dies wünschen, wobei die Kommunikation auch via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen kann und einer Beauftragung nicht entgegen steht.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen,

Ihr
Alexander Stephens

__________________________________________________________________________________

*Hinweis:
Bei der obigen Beantwortung Ihrer Frage, die ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Bitte berücksichtigen Sie deshalb, dass dies eine umfassende juristische Begutachtung nicht ersetzen kann und soll.
Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung unter Umständen sogar völlig anders ausfallen. Nutzen Sie deshalb die kostenlose Rückfragemöglichkeit, sollten noch Fragen offen stehen. Über eine positive Bewertung durch Sie würde ich mich sehr freuen.

Bewertung des Fragestellers 30.05.2010 | 12:25

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