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Honorarprofessor und CEO lässt Mitarbeiter Vorlesungsmaterial erstellen

09.09.2013 19:12 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Zusammenfassung: Das Weisungs- oder Direktionsrecht des Arbeitgebers bezüglich der auszuführenden Arbeiten bestimmt sich u. a. nach der Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag.

Der CEO meines Arbeitgebers ist nebenberuflich Honorarprofessor an einer deutschen Hochschule und muss damit regelmäßig in der Lehre tätig sein.

Heute bekam ich die Anfrage von meinem Chef, für den CEO Folien für seine Vorlesung zu erstellen. Ich bin selbst promovierter Mathematiker und es widerstrebt mir zutiefst, nun als anonymer Ghostwriter diese Tätigkeit auszuführen. Selbstredend beinhaltet mein Arbeitsvertrag keine solche Tätigkeit, auch hat mein Unternehmen keine Verbindung zu einer Hochschule.

Wie ist diese Situation rechtlich zu sehen? Ist das legitim, die Mitarbeiter für die nebenberufliche Tätigkeit einzuspannen?

Einsatz editiert am 09.09.2013 19:19:38

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt Stellung:


1.

Hier geht es um die Frage, wie weitreichend das Weisungsrecht des Arbeitgebers zu fassen ist.

Im Arbeitsvertrag ist regelmäßig bestimmt, welche Arbeitsleistung der Arbeitgeber verlangen kann. So kann der Arbeitgeber bestimmen, welche Arbeiten der Arbeitnehmer auszuführen hat. Dieses Recht gilt aber nicht schrankenlos, sondern ist u. a. durch den Arbeitsvertrag beschränkt. Dabei gilt, daß das Weisungsrecht umso geringer ist, je präziser die Tätigkeit im Arbeitsvertrag beschrieben ist.


2.

Hier wäre also zu prüfen, wie in Ihrem Arbeitsvertrag Ihre Tätigkeit umschrieben ist.

Heißt es im Arbeitsvertrag z. B., Sie seien als Mathematiker eingestellt, dürfte die verlangte Tätigkeit vom Weisungs- oder Direktionsrecht des Arbeitgebers abgedeckt sein. Enthält der Arbeitsvertrag dagegen eine präzisere Arbeitsbeschreibung, spricht das gegen die Pflicht, im gewünschten Umfang tätig zu werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt

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