Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Honorarkostenübernahme

13.07.2021 20:39 |
Preis: 25,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


00:23

Hallo,

bei meinem Fall vor dem Familiengericht geht es um einen Streitwert von ca. 140.000 Euro.

Meine Anwalt möchte eine Honorarvereinbarung, folgende Punkte möchte ich abklären:

xxx verpflichtet sich, die Wahlanwaltsgebühren des RA xxx in dem
familiengerichtlichen Verfahren auf Anteilsfeststellung zu tragen. Diese Kosten werden nicht über Verfahrenskostenhilfe abgerechnet.


Gerichtliche Auseinandersetzung: Mit dieser Vereinbarung wird nur die gerichtliche
Vergütung geregelt. Eine Anrechnung evtl. vorgerichtlich entstandener Gebühren erfolgt nicht.

xxx ist bekannt, dass der vereinbarte Betrag von der gesetzlichen Regelung abweichen kann und/oder höher liegt Auftraggeber ist weiter bekannt, dass diese zusätzlichen Gebühren auch im Falle des Obsiegens vom Gegner, soweit sie die gesetzlichen Gebühren übersteigen, nicht erstattet werden.

Nun meine Frage:

Laut Prozesskostenrechner komme ich auf folgendes:
Eigene Anwaltskosten:
5.506,73
Fremde Anwaltskosten:
5.506,73
Gerichtskosten:
4.179,00
Gesamtsumme:
15.192,46


Muss ich die fremden Anwaltskosten ebenfalls tragen, werden die am Ende erstattet
Mit der Vereinbarung welche mit Anwalt möchte, hab ich keinerlei Sicherheit wieviel er am Ende abrechnet, soll ich eine Honrarsumme vereinbaren? Er schreibt es kann über der gesetzlichen Regelung sein, somit könnte er am Ende das doppelte abrechnen oder?

Versteht mich nicht falsch, ich möchte aufjedenfall das er angemessen bezahlt wird, will nur nicht am Ende das doppelte oder dreifache bezahlen.


13.07.2021 | 21:42

Antwort

von


(25)
Hochstraße 82
55128 Mainz
Tel: 015120509460
Web: https://ganzrecht.net
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen möchte ich nachfolgend gerne die von Ihnen gestellte Anfrage beantworten.

Beachten Sie jedoch bitte, dass im Einzelfall weitergehende Informationen für eine fundiertere Einschätzung der Rechtslage erforderlich sein können und dass das Fehlen relevanter Informationen dazu führen kann, dass die Einschätzung unter Berücksichtigung solcher Informationen eine andere sein könnte. Auch kann diese Einschätzung in vielen Fällen ein persönliches Beratungsgespräch nicht ersetzen.

Bei der Beantwortung habe ich folgende Annahmen zugrunde gelegt:

- Sie möchten mit Ihrem Rechtsanwalt möchten Sie eine Gebührenvereinbarung über Gebühren im gerichtlichen Verfahren treffen.
- Der Anwalt erhält dabei eine feste Vergütung oder aber z.B. ein Stundenhonorar.

Demzufolge stellt sich die Rechtslage wie folgt dar:

Die Vereinbarung einer Vergütung ist auch für das gerichtliche Verfahren möglich, § 3a RVG. Dabei dürfen die RVG-Gebühren jedoch nicht unterschritten werden, § 49b Abs. 1 S. 1 BRAO, sodass nur ein Abweichen nach oben zu Ihren Lasten hiervon möglich.

Kosten die über den vom RVG vorgesehenen Gebühren liegen, werden im Umfang der Überschreitung nicht als erforderlich angesehen, vgl. § 91 Abs. 1 S. 2 ZPO i.V.m. § 80 FamFG. Denn erforderlich ist die Beauftragung nur in Höhe der RVG-Gebühren, da es ohne Weiteres möglich ist, zu diesen Gebühren anwaltliche Vertretung zu erhalten (Spezialfälle einmal ausgenommen). Daher sind diese Kosten nur in RVG-Höhe erstattungsfähig. Den überschießenden Teil müssen Sie auf jeden Fall selbst bezahlen.

Nun geht es um ein familiengerichtliches Verfahren. Ob es hier im konkreten Fall überhaupt potenziell eine Erstattung geben würde, kann nicht beurteilt werden. § 81 FamFG sieht für Verfahren nach diesem Gesetz grds. eine Entscheidung nach billigem Ermessen des Gerichts vor. Die Kosten sind wenn aber, wie gesagt, nur bis zur RVG-Höhe ersatzfähig.

Der Hinweis in der Vereinbarung des Anwalts beruht aller Voraussicht nach lediglich auf § 3a Abs. 1 S. 3 RVG.

Ob Sie die Vereinbarung so akzeptieren wollen, ist Ihre freie Entscheidung.

Prozesskostenrechner sind übrigens mit Vorsicht zu genießen. Hier ist die Gefahr für den Laien groß, falsche Auswahlen zu tätigen, sofern es nicht um einen Standard-ZPO-Prozess geht.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen bestmöglich geholfen zu haben und wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lenz
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Christian Lenz

Rückfrage vom Fragesteller 14.07.2021 | 23:57

Da mir ein paar Sachen unklar sind, erlaube ich mir eine Rückfrage.

Ich möchte einen Prozess führen mit einem Streitwert von 140.000 Euro, der Anwalt hat mir einen Vordruck über eine Honorarvereinbarung geschickt, in dem keinerlei Gebühren ersichtlich sind, speziell folgende Vereinbarung:

"xxx ist bekannt, dass der vereinbarte Betrag von der gesetzlichen Regelung abweichen kann und/oder höher liegt Auftraggeber ist weiter bekannt, dass diese zusätzlichen Gebühren auch im Falle des Obsiegens vom Gegner, soweit sie die gesetzlichen Gebühren übersteigen, nicht erstattet werden."

Das heißt doch,dass er nicht nach RVG abrechnen möchte und das die Gebühren höher liegen können und das ich das akzeptiere oder?

Am liebsten wäre mir eine Abrechnung nach RVG, ist doch fair oder?

Sagen wir Mal, falls ihm das zu wenig ist, welche Möglichkeiten habe ich, dass ich ein bisschen mehr bezahle als im RVG gesetzlich vereinbart ist? Wie kann man das formulieren?

Vielen Dank für Ihre Rückanwort.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.07.2021 | 00:23

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne beantworten möchte.

Es ist richtig, dass der Rechtsanwalt offenbar von den RVG-Gebühren abweichen möchte. Natürlich muss in der Vergütungsvereinbarung dann ersichtlich sein, wie sich die Vergütung berechnet (der "vereinbarte Betrag"). Ansonsten ist die Vereinbarung ja ohne jeden Inhalt. Sie sollten daher diesbezüglich bei dem Anwalt nachfragen.

Ob die Abrechnung nach RVG fair ist, wird jeder für sich beurteilen. Der Gesetzgeber sieht dies so. Bei einem hohen Streitwert ist diese aber natürlich lukrativer als bei niedrigem Streitwert.

Sie können grundsätzlich frei aushandeln, was Sie bereit sind zu bezahlen (im gerichtlichen Verfahren eben nicht weniger als RVG, im Übrigen ist Sittenwidrigkeit die Grenze). Diese Entscheidung kann Ihnen dann niemand abnehmen.

Ich hoffe, Ihre Fragen sind hiermit weitgehend beantwortet.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lenz
-Rechtsanwalt-

ANTWORT VON

(25)

Hochstraße 82
55128 Mainz
Tel: 015120509460
Web: https://ganzrecht.net
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht, Wirtschaftsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90264 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top! Verständlich und vor allem sehr schnelle und ausführliche Antwort! 1a+****** ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und hilfreiche Beratung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort des Anwaltes war sehr ausführlich und hat mir sehr weitergeholfen ...
FRAGESTELLER