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Honorarforderung

17.05.2008 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im Dezember 2007 von meiner Großmutter einen PKW-Anhänger "bekommen". Zum besseren Verständnis; Meine Großmutter sagte im Sommer 2007:"Wenn ihr (meine Frau und ich) mir den Garten in Ordnung bringt, könnt ihr den Anhänger mitnehmen".
Diese Aussage habe ich, mehr oder weniger als Schenkung angesehen. Es wurde zu keinem Zeitpunkt etwas schriftlich festgehalten!
Am 08.12.08 haben wir den Anhänger samt Papiere mitgenommen und sind davon ausgegangen, daß wir ihn behalten können. Nach 3 Wochen rief meine Großmutter zum ersten Mal an, sie müsse unbedingt den Anhänger zurückbekommen und wir sollen ihr ihn schnellstmöglich zurückbringen.
Da wir uns im Grunde genommen mit unserer Großmutter gut verstehen, haben wir ihr mitgeteilt das sie ihn zurückbekommt, wir aber aufgrund Renovierungsarbeiten den Anhänger dringend brauchen, und auch finanziell und zeitlich momentan nicht in der Lage sind mal eben 500km zu fahren um den Anhänger zurückzubringen.
Wir sicherten ihr zu, den Anhänger schnellstmöglich zurückzubringen.
Nach mehreren Telefonaten in denen wir ihr zusagten, sobald es uns möglich ist, den Anhänger zurückzubringen bekamen wir Mitte April einen Anruf ihres Anwalts, der uns informierte das unsere Großmutter uns eine Frist bis Mitte Mai geben würde. Ende April haben wir einen Schlußstrich gesetzt; wir haben den Anhänger unter Zeugen bei ihr abgegeben.
Nun kam gestern Post des Anwalts meiner Großmutter mit folgendem Wortlaut: "Wegen der Rückgabe lag gesetzlicher Verzug vor, d.h. Sie sind demzufolge auch verpflichtet den bei mir entstandenen Kostenbetrag zu übernehmen". Dem Schreiben lag eine Honorarrechnung auf den Namen meiner Großmutter bei.

Nun meine Fragen:
1.Bin ich verpflichtet, den Kostenbetrag des Anwalts zu zahlen, obwohl, bis auf die telefonische Frist des Anwalt bis MITTE MAi, nie ein genauer Abgabetermin genannt wurde? Mir wurde weder eine genaue Frist, noch wurde ich mündlich oder schriftlich in Verzug gesetzt.
Muss ich eine Rechnung zahlen, die garnicht auf meinen Namen ausgestellt ist?
Wie soll ich auf das Schreiben reagieren?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Voraussetzung für die Kostenerstattungspflicht ist, dass Sie sich mit der Erfüllung einer Pflicht im Verzug befunden hätten.

Da zwischen Ihnen und Ihrer Großmutter keine genaue Frist zur Rückgabe gesetzt wurde, sondern erst durch den Anwalt Ihrer Großmutter, wären Sie erst mir Ablauf dieser Frist in Verzug gekommen. Erst nach Eintritt des Verzuges wären Rechtsverfolgungskosten, zu denen auch die Anwaltskosten zählen, zu erstatten. Da der Anwalt aber selbst die Voraussetzungen für den Verzug gesetzt hat, sind Sie Ihren Schilderungen zufolge nicht verpflichtet, die Kosten zu tragen.

Außerdem steht weiterhin die Frage im Raum, ob Ihre Großmutter überhaupt berechtigt war, den Anhänger zurückzuverlangen.

Sie sollten Sie Rechnung des Anwalts daher unter Schilderung des Sachverhaltes schriftlich zurückweisen.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 17.05.2008 | 11:30

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ist es denn normal, das in solchen Fällen der Anwalt einfach die Rechnung, die auf meine Großmutter ausgestellt ist, an mich weiterleitet? Müßte er nicht, um eine konkrete Forderung gegen mich zu haben, die Rechnung auf meinen Namen ausstellen? Was wird der Anwalt auf mein Schreiben, in dem ich die Forderung zurückweise, hin tun? Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.05.2008 | 13:55

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Die Rechnung ist auf Ihre Großmutter ausgestellt, da Ihr Anwalt durch Zusendung derselben an Sie den vermeintlichen Freistellungsanspruch Ihrer Großmutter gegenüber Ihnen auf Befreiung von der Verbindlichkeit (hier: Belastung mit den Rechtsanwaltskosten) geltend macht.

Inwiefern der Anwalt reagieren wird, kann an dieser Stelle natürlich nicht prognostiziert werden. Entweder läßt er die Sache einsichtig auf sich beruhen oder macht die Forderung geltend. In diesem Fall erscheint mir die Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens wahrscheinlich.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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